Amazon kämpft für Kindle-Monokultur

Mal wieder ein schönes Beispiel für Kundenfreundlichkeit liefert Amazon in Sachen Kindle: Der in Europa auch in der Neuauflage weiterhin nicht erhältliche E-Book-Reader könnte nämlich eigentlich noch mehr als einfach nur die Formate zu lesen, die der Online-Händler im Repertoire hat – er darf es aber nicht.

Jedenfalls hat Amazon gleich das schwere Geschütz des Digital Millenium Copyright Act (DMCA) aufgefahren, um einen russischen Hacker davon abzuhalten, seine Weisheit zu verbreiten, wie man das Funktionsspektrum des Kindle erweitern kann.

Die dazu verwendete Software, ein Programm namens kindlepid.py, macht es möglich, auch nicht bei Amazon gekaufte E-Nooks per Kindle zu lesen. Was natürlich eine unerhörte Frechheit ist – wenn man bedenkt, wie das geräteübergreifende Format MP3 die Musikindustrie so in den Ruin getrieben hat, dass sie ehemalige Chefs an die Jurys von Fernsehtalentshows ausleihen muss, ahnt man, welches Schicksal deutschen Verlegern bevorsteht … [Dieter Jirmann]

[Gizmodo USA]

  1. Ähm, warum genau meint amazon, einen russischen Hacker würde ein amerikanisches Gesetz interessieren? Oder kann ich demnächst auch Togonesen auf Grundlage schwedischer Gesetze belangen?

  2. Nein kannst du nicht und das ist auch gut so, ansonsten hätten wir schwachsinnige Gesetze am Hals wie in den USA … z.b. „Wenn Sie eine Laterne an Ihrem Fahrzeug anbringen, ist es erlaubt, die falsche Richtung einer Einbahnstrasse zu fahren.“ http://www.sinnlose-gesetze.de/ durchlesen und lachen :P

  3. Also ich finde die ganze Diskussion um diese E-Book Reader sowieso recht lächerlich. Kann mir kaum vorstellen, dass das wirklich Erfolg haben wird. Dafür ist einfach nciht der Bedarf da bzw. die Handhabung ist nach wie vor viel zu unpraktisch. Ich finde da könnte Amazon seine Kräfte ruhig mal auf sinnvollere Sachen konzentrieren und den Shop für die Kunden noch attraktiver machen, anstatt sich mit irgendwelchen russischen Hackern zu beschäftigen.

  4. Bin auch ziemlich skeptisch gewesen, was das E-Book anbelangt, aber wie man ja jetzt mitbekommen hat, ist der Verkauf über die Weihnachtstage immens gestiegen und es wurden zum ersten mal mehr solcher Geräte verkauft als bedruckte Bücher. Das Interesse an diesem Gerät scheint tatsächlich gestiegen zu sein.

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