Amerikaner zahlt 62.000 Dollar für Wall-E-Download

Ein US-Amerikaner hat während seines Mexiko-Urlaubs für seinen Neffen den Film Wall-E heruntergeladen. Der war knapp 700 MByte groß. Überrascht musste Alberto, so heißt er, feststellen, dass sein Handy-Provider für den Download 62.000 Dollar in Rechnung gestellt hatte...

Wie kommt eine solch horrende Summe zustande? Alberto wollte ein Schnäppchen machen und hat sich eine UMTS-Karte für seinen Computer gekauft. Die hat er eingestöpselt und wollte für seinen Neffen, den er in Mexiko dabei hatte, Wall-E herunterladen. Nun musste Alberto allerdings sowieso eine unverschämt hohe Summe pro KByte bezahlen – hinzu kamen jedoch auch noch die Roaming-Gebühren. Das macht etwas mehr als 11 US-Cent pro KByte oder sagen wir 62.000 Dollar für den Download von Wall-E.

Sein Provider zeigte jedoch Einsicht und hat die Kosten reduziert: Auf nur 17.000 Dollar. Das hätte nämlich der Download den Handy-Anbieter gekostet – angeblich. Sehr großzügig… Armer Alberto.

Das erinnert mich an eine Geschichte, die ich mal erlebt habe: Bei einem Handy-Test, den ich vor einer Weile gemacht habe, habe ich versehentlich die falsche SIM-Karte benutzt. Das Ergebnis war eine Rechnung um die 500 Euro für 30 MByte Daten – innerhalb Deutschlands natürlich. Also Augen auf und Vorsicht bei Knebelverträgen.

Ahja, Wall-E ist ein toller Film. [Maxim Roubintchik]

[via CNN, Gizmodo USA]

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  1. Es sollte eigentlich mal eine automatische Gebührensperre eingerichtet werden, sagen wir mal 50 Euro im Monat, die man nur nachträglich durch ändern von Hand (online, oder per SMS) erhöhen kann. Dann wären sich die Leute wenigstens bewusst, was da passiert und wer mehr zu zahlen bereit ist, kann das nach wie vor. 500 Euro sind schon krass, 17000 Dollar wären mein persönlicher Bankrott.

  2. warum sollte ein anbieter ein interesse an einer verbraucherfreundlichen sperre haben? schließlich sind wir alle mündige user ;-)

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