Review: Nicht nur flauschig sondern weich – Edel-Headset MMX-300 von Beyerdynamic

Man hat mich erhört! Als audiophiler Mensch und begeisterter Abtaucher in virtuelle Welten hat man es nicht leicht, wenn man a) Brillenträger und b) Notebook-Benutzer ist! Was will uns der Autor damit sagen, liebes Auditorium? Ganz einfach: Sitzt man des Abends auf der heimischen Couch, möchte per Kopfhörer seine geliebte »Uz Uz Uz«-Musik hören und dabei die Klänge von Spielen aus selbigem Kopfhörer/Headset heraushören, dann war das Ergebnis bisher sehr traurig - oder im wahresten Sinne des Wortes untragbar...

Komfort

Brillenbügel und Kopfhörer haben von Natur aus ein konträres Verhältnis zueinander. Daher ist der Tragekomfort für uns Nasenfahrrad-Besitzer mindestens eben so wichtig wie der Sound. Und seien wir mal ehrlich, immer mehr reife Damen und Herren fröhnen der Zockerei – damit wird dieses Problem zunehmend globaler! Bereits vor einige Zeit hat Beyerdynamic mit dem MMX-300-Headset dem betuchten Zocker ein gar gewaltig Tool anhand gegeben. Die Ohrmuschlen aus flauschig weichem Velour umfließen den Brillenbügel, selbst nach Stunden keine Druckstellen. Eigentlich baut Beyerdynamic sonst Audiotechnik für die Flugzeugindustrie und sündhaft teures Studio-Equipment. Für uns Genießer der Technik hat man sich aber auch in die Niederungen der »Standard-Headset«-Produktion herabgelassen.

Klang

Der Klang des mit einem Kondensatormikrofon versehenen kuschelweichen Kopfumschmeichlers MMX 300 ist jenseits von Gut und Böse: Man ist geneigt zu sagen, die ultima Ratio. Da kann der DJ noch so auf der Bass-Taste rumhämmern, die Granate, die gerade 30 Meter links von uns eingeschlagen ist, donnert locker nochmal druckvoller durch – und nichts kratzt oder verzerrt außer vielleicht das eigene Gesicht, weil man die Lautstärkemöglichkeiten des Headsets unterschätzt hatte. Die daneben sitzende Partnerin – ich gebe hier mal den statistisch wahrscheinlichsten Fall wieder – bekommt von alledem nichts mit, da die Schallabtrennung hervorragend ist. Das gilt im Übrigen für beide Richtungen. Jammernde, schimpfende oder aus der Küche um Hilfe rufende Mitbewohner bleiben komplett unhörbar.

Optik

Die Optik ist puristisch aber gut, die Verarbeitung mit das Beste, was es für Geld gibt. Wer es individuell mag, der kann sich im Online-Shop jedes noch so kleine Detail farblich anpassen lassen. Hier kann jede noch so geschmacklose Entgleisung kombiniert werden.  Militärlook-Oberschale mit giftgrünem Ohrpolster und das eigene Rufzeichen seitlich aufgedruck – geht alles. Naja wer’s braucht…

Preis

Hab ich erwähnt, dass man für das Headset eben mal 300 Euronen locker machen muss? Wahlweise gibts auch eine Wireless-Surround-Version namens Headzone Game für schlappe 1.990 Euro. (Um Rückfragen vorzubeugen: Nein, der Punkt im Preis sitzt richtig!). Da begnüge ich mich mit meinem MMX 300. Genug gelobhudelt. Ich werde mir jetzt wieder mit verklärtem Blick und gelegentlich leicht verzerrtem Gesicht jenny.fm reinziehen und weiterdaddeln. Moment mal, waren da nicht Schritte hinter dem Busch… [karma]

[via Herstellerseite]

Tags :
  1. kann ich so unterschreiben – klang ist obergeil und auch mit brille drückt nix. kann man empfehlen aber ist halt sauteuer das teil. Habs aber nie bereut mir den gekauft zu haben!

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising