Höllisches MID-Telefon-Phänomen auf der Computex

Neue Gerätekategorien scheinen heute fast immer ein Mittelding aus zwei bekannten Bauformen zu sein. Manchmal finden sie eine sinnvolle Nische, wie die Netbooks. Gelegentlich versuchen sie aber obsessiv, eine noch so winzige Lücke zu füllen, die es bei der Heimelektronik nur mit viel Fantasie gibt. Wie zum Beispiel die MID-Telefone – Mobile Internet Devices als Telefon.

Diese kleinen Biester tauchen gerade auf der Computex in Scharen auf. Sie sind generell mobile Internetgeräte, allerdings mit sprachübertragungsfähigen 3G-SIM-Einschüben. Vermarktet werden sie zur allgemeinen Konfusion als mobile Telefone. Wie die meisten Mobile Internet Devices (MIDs) sind auch die MID-Telefone Windows-XP-Geräte mit Atom-CPU. Das bedeutet, dass ihre Batterien nur für etwa drei Stunden Saft haben und sie definitiv zu groß sind für die Hosentasche. Warum sich jemand mit so einem Knochen als Handy-Ersatz abschleppen sollte, ist ein Rätsel.

Die ganze Sache wird noch mysteriöser, wenn man sich mal die übrigen Neuheiten der Computex anschaut, besonders die Produkte auf Basis von Intels künftiger Moorestown-Plattform und Qualcomms Snapdragon. Beides sind Technologien, die das Potenzial haben, die Basis für eine neue, leistungsfähige Generation von MID-Smartphones zu bilden. Für die aktuellen Anforderungen wären sie in Sachen Performance und Akkulaufzeit sogar viel besser geeignet als die klobigen Atom-Promenadenmischlinge. [Jacqueline Pohl]

[via Pocketables, Gizmodo USA]

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  1. habt vollkommen recht, derzeit sehen die dinger nicht nur klobig aus, sondern sind recht sinnfrei. außer man möchte nur alle drei stunden erreichbar sein.

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