Linux-Mobbing? Merkwürdige Preispolitik bei Dell

Mein Kollege Daniel hat mich gerade darauf hingewiesen, dass Dell es nicht so richtig genau nimmt mit den Preisen seiner Netbooks. So kostet zum Beispiel das Netbook Inspiron Mini 10v mit der gleichen Hardware und einem Linux-Betriebssystem 35 Euro mehr als mit Windows XP. Die Frage ist nur wieso? Eigentlich sollte es umgekehrt sein...

Ok zu Dells Entschuldigung muss man sagen, dass das Standard-Linux-Modell nur 249 Euro kostet und die XP-Version 279 Euro. Die Geräte sind baugleich bis auf die Festplatte. In der Windows-Version kommt eine 160 GByte HDD und im Linux-Netbook eine 8 GByte SSD zum Einsatz. Also gehen wir in den Konfigurator und lassen eine 160 GByte-Platte ins 10v mit Ubuntu einbauen – siehe da: Der Preis liegt plötzlich bei 313,99 Euro.

Mir für meinen Teil, erschließt sich nicht ganz der Grund warum Dell für ein Linux-Gerät, bei dem man keine Lizenzgebühren zahlen muss, mehr verlangt als für ein XP-Modell – mit Lizenzgebühren. Aber vielleicht hat ja einer von euch lieben Lesern dafür eine vernünftige Erklärung… [Maxim Roubintchik]

[via Dell]

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  1. Bei Linux-Modellen braucht es hinterher mehr Support, das wird in den Gerätepreis mit eingerechnet.
    XP kann mittlerweile jeder bedienen, da kommt man ohne Unterstützung klar…

  2. @020704
    FAIL ;-)

    Das hat DELL mitlerweile selbst dementiert dass der Support höher ist als bei Windowsgeräten oder die Rückgabequote größer.

    Dazu gabs mal ne Studie, dass das bei Linux der Fall wäre. Aber rat mal wer die gesponsored hat? ;-) Hat MS dann ja auch quasi zugegeben, dass es ein fake war.

    Einziger LOGISCHER Grund für mich: XP bekommt DELL von MS geschenkt, Preis also gleich wie Ubuntu, nur dass die Konfiguration (in diesem Sinne F&E der Linux-Version) auf weniger Geräte umgelegt werden muss, weil mehr XP Netbooks verkauft werden, bzw. prognostiziert.

    Wenn nicht, Dummheit oder Gängelei durch MS :-p

  3. Viel interessanter ist die Frage, warum Dell Windows und Linux nicht per default auf derselben Hardware anbietet. Fuerchtet hier jemand den Vergleich?

  4. Die Antwort könnte viel einfacher sein: Umrüstkosten! Wenn Du statt der SSD eine HDD drin haben willst, ist es aus Produktionssicht eine „Sonderanfertigung“. Obwohl … die konspirativen Vermutungen sind schon spannend ;-) …

  5. @Ameise: Dell fertigt nicht auf Halde. Das war ja gerade Kostenvorteil gegenüber klassischen PC-Herstellern, der Dell erst groß gemacht hat. Keine Vertrieb über Einzelhandel, daher keine Produktion ohne Bestellung, daher geringe Kosten. Daher kann man viele Konfigurationen ohne Mehrkosten (außer für das Material) anbieten, denn man montiert erst nach Bestellung. Also gibt es keine Umrüstkosten.

  6. Richtig, nicht auf Halde und es gibt keine Umrüstkosten. Trotzdem gibt es auch bei Dell für die Modelle in ihrer Grundaustattung Produktionstraßen. Beispiel das Notebook A kostet 500€ das bessere Notebook B kostet 700€. Würde man das A mit dem Konfigurator auf die gleichen Komponenten wir Notebook B aufrüsten, würde man feststellen, dass B plötzlich billiger ist. Probiert es aus, das ist fast immer so und wenn man bisschen überlegt auch logisch.

  7. Öhöm. Produktionsstraßen sind imho beim Einsatz unterschiedlicher OS nicht ausschlaggebend für den höheren Preis, oder?

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