Apple zieht iPhone-App wegen nackter Teenies zurück

Die Software BeautyMeter wurde von Apple aus dem Verkehr gezogen. Die App für das iPhone und iPod Touch erlaubte Anwendern den Upload von Nacktfotos, die andere bewerten konnten. Nachdem eine 15-jährige ihre blanken Brüste und noch ganz andere Zonen fotografiert und veröffentlicht hatte, hat Apple die Anwendung gesperrt.

Charlie Sorrel von Wired vermutet zu Recht, dass Apple mit Anwendungen wie dieser verflucht ist. Er argumentiert, dass Apple als Hüter des App Stores nicht gewinnen kann. Wann immer eine kontroverse Anwendung genehmigt wird, trägt Apple die Schuld. Werden nachträglich Funktionen in eine App geschmuggelt, die den Jugendschutz betreffen, gibt man Apple die Schuld. Weist Apple Anwendungen sofort zurück, bevor sie jemals veröffentlicht werden, dann schreit jeder Zensur.

Trotzdem muss Apple nicht die Kategorie für Erwachsenen-Anwendungen mit Sex-Themen abschalten. Nicht jede Software kann mit dynamischem Content unkontrollierbar werden. Allerdings hat jede App für den Bilder-Upload- und Tausch das Potenzial, die selben Schwierigkeiten zu verursachen, wie BeautyMeter. Soll Apple deswegen alle Dienste für die Foto- und Video-Veröffentlichung aufgeben? Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Entwickler und die Anwender Verantwortung übernehmen.

Apples Problem ist – bisher jedenfalls – kein rechtliches, sondern eine Frage der öffentlichen Wahrnehmung. Weil die Apps auf dem iPhone laufen, nimmt man leicht an, dass es eine Apple-Anwendung ist. Wenn zukünftig der Markt für iPhone-Apps offen bleiben soll, dann muss Apple wohl zuerst eine Image-Schlacht gegen diese Art von Apps-Missbrauch gewinnen, anstatt nur die Anwendungen zu sperren, die solches Verhalten ermöglichen. [Jacqueline Pohl]

[via Gadgetlab]

iphone-nacktfotos

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  1. „Vielleicht ist es an der Zeit, dass die Entwickler und die Anwender Verantwortung übernehmen.“ – Vielleicht ist es an der Zeit, dass 15-jährige Teenies Eigenverantwortung übernehmen und solchen Blödsinn lassen? Wie blöd kann man sein?

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