Unterwasser-Express fährt mit 100 Knoten in riesiger Luftblase

Während sich die meisten DARPA-Projekte niemals materialisieren, hat es das U-Boot-Projekt Underwater Express jetzt in die Testphase geschafft. Der Unterwasserexpress wird in der Lage sein, mit 100 Knoten durch das Meer zu brettern – viel schneller als heutige U-Boote, die etwa 30 Knoten schaffen.

Es klingt wie eine moderne Version von Jules Vernes mit Kapitän Nemo auf Warp-Geschwindigkeit: Das Unterseeboot nutzt hydrodynamische Effekte, bekannt als Superkavitation, um diese hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Wenn der Unterwasserexpress genug Geschwindigkeit erreicht, bildet sich eine Luftblase um das Wasserfahrzeug herum, die die Reibung minimiert und das hohe Tempo erst möglich macht. Das erinnert wirklich etwas an die Warp-Blase der USS Enterprise. Der Entwickler, Electric Boat, baut ein Modell von einem Viertel Größe, mit dem die Technik vor Rhode Island getestet wird. Klappt das, beginnt die Produktion eines 30 Meter langen, echten U-Boots. Ob die Robben schnell genug sind, um diesem rasend schnellen Rammbock auszuweichen? [Jacqueline Pohl]

[via Popular Science]

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  1. interessante sache das…. allerdings wird die geschwindigkeit vermutlich dadurch wieder zunichte gemacht das es irrsinnig laut sein wird.
    Einzige vorteil wäre veielicht das man schnell abhauen könnte, wenn auch das ziel leicht zu orten sein würde

  2. Also wenn es zu militärischen Zwecken eingesetzt würde, dann würden die 100Knoten Fluchtgeschwindigkeit nur was bringen, wenn es dabei auch leise wär, da die Torpedos mit Superkavitationseffekt bereits verbreitet und deutlich schneller sind. Allerdings habe ich keine Ahnung wie laut sowas ist… na is ja eh erstmal nur Forschng. – Die armen Tiere…

  3. @Scheiss Giz: Geh‘ mal nicht so ab, zwingt dich niemand hier zu lesen und falls es jemand wissen möchte:

    100 Knoten = ca. 185,2 km/h

  4. Ich hab mal vor 1-2 Jahren gelesen, dass die russische Mariene das für Torpedos getestet hat und diese Torpedos hatten (logischerweise weil ja kein wasser mehr an den eigentlichen torpedo rankommt) eine art Turbiene. Aber wenn man sowas auch nicht militärisch Nutzen könnte wäre das auch sinnvoll.

  5. Das Problem bei den russischen Torpedos war sehr lange Zeit die Steuerung.
    Aufgrund der imensen Reibung mit dem Wasser konnte keine Steuerflosse eingebaut werden.
    Mittlerweile haben Sie schwenkdüsen auf den Torpedos installiert und können Atomare Gefechtsköpfe transportieren.

    Natürlich ist diese Antriebstechnik extrem laut, allerdings muss das U-Boot ja auch nicht mit Vollgas ins Einsatzgebiet rasen sondern nur einen Teil der Strecke dorthin zurücklegen.
    Flächendeckende akustische Unterwasserüberwachung haben ohnehin nur Russland (teilweise) und Amerika.

  6. 1 Knoten = 1 Seemeile pro Stunde,

    1 Seemeile = 1852 Meter (Englische Seemeile: 1853 m),

    1 Faden = 1,852 Meter = 1/1000 Seemeile (Englischer Faden: 1,8288 m

    ^^

  7. Dadurch das die Luftblasen das UBoot abschirmen und Geräusche mit an die Oberfläche „ziehen“ wird es vermutlich sogar wesentlich LEISER sein als andere Uboote…

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