Vergesst die Dritten, jetzt wachsen Zähne nach!

Erst dachte ich, der kleine Mäuserich kaut Kaugummi, aber es stellt sich heraus, dass der grüne Batzen ein voll funktionsfähiger, biotechnisch erzeugter Zahn ist – das Ergebnis einer Zahnregenerierungs-Therapie der Universität Tokyo.

Die kleine Maus, nennen wir ihn Jerry, hatte einen Zahn verloren. Mit Hilfe der Wissenschaftler wuchs Jerry ein neuer Zahn an der Stelle, wo der alte saß.

Um den Zahn wachsen zu lassen, entnahmen die Forscher jeweils etwa 50.000 Epithel-Zellen und Mesenchym-Zellen eines Mäuse-Embryos und kultivierten sie zusammen mit einem Collagen-basierten Medium, um eine winzige Zahn-Knospe zu generieren. Die Menge an Material hatte das Potenzial, sich eigenständig zu einem Zahn zu entwickeln. Das Gewebe wurde in Jerrys Mund implantiert, und nach 50 Tagen war dort ein kompletter Zahn gewachsen. Jerry kann seitdem wieder anständig Käse knabbern.

Die Forscher hoffen, dass die Technik bald auch Menschen zugute kommt und die Behandlung in Zukunft Zahnprothesen obsolet macht. [Jacqueline Pohl]

[via Pink Tentacle]

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  1. …hat sich schonmal jemand an der Uni Tokyo überlegt, daß Krebszellen eigentlich nur „normale“ Zellen sind, die etwas schneller als üblich dort wachsen wo sie nicht hingehören…?

    Bei solchen „Forschungserfolgen“ frage ich mich: Wozu der Aufwand, wenn’s auch Implantate aus Titan gibt…? Wenn man die „nachwachsenden dritten“ genausowenig pflegt wie die ausgefallenen zweiten Zähne, dann hilft’s auch nix…

    (kann man Gehirnzellen eigentlich auch schon im Reagenzglas züchten…?)

  2. Ja Fortschritt ist doch was feines… wir können jetzt Zähne nachwachsen lassen und Organe. Aber nur bei Mäusen.

    CDU/CSU und Grünen sei dank.

    Fortschritt niemals! Ich bin auch wieder für die Inquisition! *ironie off*

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