Die erste Augmented-Reality-App fürs iPhone ist da

Augmented Reality auf dem iPhone ist die nächste große Hype-Anwendung. Wir haben zwar schon einige Apps gesehen, die mit Live-Video und eingeblendeten Informationen arbeiten, doch im Apple App Store tauchte bisher keine davon auf. Jetzt ist es soweit.

Die erste Augmented-Reality-App für das iPhone 3GS ist jetzt via iTunes verfügbar (Juchu!), sie ist allerdings nur für Reisende in Paris interessant (Bäh!). Die App namens Metro Paris Subway 3.0 hat im neuesten Update AR-Funktionen spendiert bekommen. Sie hilft damit Urlaubern, Geschäftsreisenden und U-Bahn-Pendlern, interessante Plätze und Sehenswürdigkeiten via Live-Video zu finden. [Jacqueline Pohl]

[via MacNN, iTunes]

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  1. Ich bezweifle, dass AR der große Hype werden wird. Die gezeigte Anwendung ist ein gutes Beispiel dafür. Warum sollte ich erst umständlich mein Mobiltelefon in der Gegend rumjonglieren, damit es mir die passenden Informationen anzeigt? Das ist sehr umständlich und bedienungsunfreundlich. Ich möchte nur einfach auf das Gerät schauen und es soll mir sagen, in welcher Richtung und Entfernung ich was sehen kann.

    Ein schönes Beispiel wie einfach soetwas sein kann, ist ein Reiseführer mit GPS-Funktion, den ich seit ein paar Wochen benutze (http://www.gozee-mobile.com). Ist nur für Windows Mobile. Einfach starten und er sagt mir, was für Sehenswürdigkeiten in der Nähe sind und gibt detaillierte Infos dazu aus. Das funktioniert übrigens auch offline. Soweit ich weiß, benötigen die gesamten AR-Anwendung dagegen eine dauerhafte Online-Anbindung, um die passenden Infos abzurufen. Angesichts der Roaming-Kosten ist das im Ausland unverhältnismäßig teuer.

  2. Solltest du mal ein iPhone griffbereit haben, schau dir mal z.B. Around Me, Wikihood o.ä. Applikationen an. In AR sehe ich sehr viel Potenzial. Früher oder später könnten Layer über die Grafiken gelegt werden. Somit könnte man eine Art Zeitreise machen, wie es hier und da früher aussah. Es gibt zig Anwendungsgebiete.

  3. @markus: Around Me und Wikihood sind keine AR-Anwendungen. Aber ebenfalls Beispiele, wie einfache Informationsrezeption aussehen kann.

    Ich habe Wikitude und Layar verwendet. AR scheint auf den ersten Blick sehr spaßig, hilft aber überhaupt nicht, bei der unkomplizierten Rezeption von Informationen auf einem Mobiltelefon. Hier spielen praktische Gesichtspunkte eine Rolle. Wenn du in einer Stadt unterwegs bist und dauernd dein Mobiltelefon in Augenhöhe halten sollst, um eine Information zu erhalten, dann vergeht dir schon nach wenigen Minuten die Lust daran. Dazu gehört auch die vom Fraunhofer Institut vorgestellte AR-Applikation, die Overlays von historischen Gebäuden einblendet. Das ist ganz interessant, aber die Bedienung bleibt trotzdem praxisfern. Die Berechnungen für die Overlays werden auf einem Server erledigt und die Ergebnisse online zurück auf das Mobiltelefon geschickt. Wie ich oben schon erwähnt habe, ist die Nutzung im Ausland deshalb sehr kostspielig. Ich bezweifele nicht, dass es sinnvolle Anwendungsgebiete gibt, allerdings derzeit nicht unterwegs auf dem Mobiltelefon, um auf einfache Art und Weise an Informationen zu gelangen.

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