iPhone-App: Loopt verfolgt dich überall hin

Das soziale Netzwerk Loopt preist einen Workaround in seiner Tracking-App an, der es möglich macht, die Position eines iPhone-Besitzers sogar dann zu verfolgen, wenn die App nicht im Hintergrund läuft. Macht das nur mich nervös?

Der Service ortet ständig den Aufenthaltsort des Anwenders und scheint dafür Server von AT&T zu nutzen. Nach einer zweiwöchigen Testphase kostet der Service 4 Dollar pro Monat. Loopt zeichnet ähnlich wie Google Latitude jeden Ort auf, den du besucht hast, um deine Stalker engsten zigtausend Loopt-Freunde auf dem Laufenden zu halten und dir von Loopt personalisierte Vorschläge unterbreiten zu lassen. Sprich: Sie ballern dich mit Werbung zu.

Mensch, die Möglichkeiten werden doch kaum ausgeschöpft! Wieso installieren wir den Service nicht einfach auf allen iPhones in Deutschland vor. Dann lassen sich schon mal die potenziellen iPhone-Terroristen prima überwachen. Und für alle anderen finden wir auch noch eine fiese Echtzeitüberwachungslösung. Und wenn wir es clever anstellen, bringen wir die Leute sogar dazu, für diesen „Service“ zu zahlen. [Jacqueline Pohl]

[via Loopt]

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  1. Naja, ich teile Deine Besorgnis, aber es ist eh schon so, dass vodafone, T-Mobile, O2 usw. genau wissen wo wir uns befinden. Ich glaube nicht, dass diese Daten immer geheim gehalten werden, sondern der Staat oder der Anbíeter selbst, diese Daten wohl sicher schon mal erhalten hat.
    Das ist wohl der Preis, denn man für ständige Erreichbarkeit und Information bezahlen muss. Wir sind bereits durch und durch glässerne Bürger! Wollen wir nur hoffen, dass nicht irgendeine Linke Socke oder ein Schäuble (wobei der noch moderater ist) aus unserem Staat einen Gerge Orwell – Big Brother (nein, nicht RTL II!!) is watching you – Staat macht

  2. Naja, man sollte sich aber auch mal bewusst machen, was man selber als Beitrag dazu leistet. Selbst ohne „bösen Willen“ von Staat und Mobilfunkbetreiber sind wir immer, wenn man erreichbar sein will, auch automatisch ortbar, und das quasi bewusst, freiwillig und unabänderlich. Wem das grad nicht passt, der kann nur alle Kommunikationsgeräte abschalten, und das gilt nicht erst seit Erfindung des Handys. So gesehen ist das also eher freiwillige Selbstüberwachung, Orwell is ja, wenn wer uns beschaut ohne unser Wollen und Zutun.

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