AmazonBasics: Händler startet eigene Elektronik-Produktlinie

Unter dem Markennamen AmazonBasics bringt Amazon eigenes Elektronikzubehör auf den Markt. Der Online-Shop will sich auf billiges Zubehör vom Kabel bis zum Rohling spezialisieren.

Die Produkte sollen frustfrei verpackt sein und essenzielles Zubehör zu einem vernünftigen Preis verfügbar machen. Zu den Artikeln von AmazonBasics gehören beispielsweise HDMI-Kabel, Ethernet-Kabel und DVD-Rohlinge.

Amazons Vorstoß dürftige einige Elektronik-Hersteller und Marketplace-Händler verunsichern, die Marken-Artikel bei Amazon gelistet haben. Amazons Vize-Präsident Paul Ryder vermutet, dass sich einige Firmen nun vor den Kopf gestoßen fühlen, findet aber, dass ein Lernprozess nötig ist. Amazon habe hier ein Marktpotenzial gesehen, bei dem der Kunde einen Mehrwert erhält. Und den soll der Kunde auch bekommen. Eine Billig-Marke für Zubehör ist mal bitter nötig, denn gerade Elektronik-Kleinteile, Kabel und Adapter sind oft unverschämt teuer. Bleibt zu hoffen, dass auch die Qualität stimmt. [Jacqueline Pohl]

[via Amazon, Bits]

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  1. es gibt doch ausreichend elektronik-versender, die grad bei solchen dingen sehr günstig sind. kann mir kaum vorstellen, dass amazon da noch günstiger ist, aber lasse mich gern überraschen. ich weiss nich, ob man die hier posten darf, aber bei den preisvergleichen mal etwas suchen und man ist fix bei denen gelandet, wo ein netzwerkkabel unter 1€ kostet.

  2. Ich denke die AmazonBasics Artikel sind weniger für Nerds wie du und ich bestimmt, sondern für Leute die sporadisch im Internet einkaufen und keinen Überblick haben. Natürlich gibt es genügend Billiganbieter, diese sind aber nie auf den ersten Blick sichtbar, sondern meinstes erst irgendwelche Markenprodukte, die größer dafür werben können. Ist eine gute Idee das Amazon da mal ein bisschen aufräumen möchte und dem Laien Klarheit verschafft. Darüber hinaus werden dadurch vielleicht auch Markenpreise von einigen Herstellern nochmal überdacht =)

  3. Also ich sehe dieses Vorgehen ein wenig kritisch, als dass ich denke, dass Amazon sehr genau analysiert, was in welcher Preislage wie gut oder schlecht verkauft wird (ist auch ihr gutes Recht, ist ja auch ihre Plattform), was sicher dazu führen wird, dass Amazon eine Marke etablieren möchte, die dann dem Kunden, und dass ist mein Kritikpunkt, suggeriert, dass er „Trusted Goods“ kauft. Dass ginge dann soweit, dass der Gelegenheitskunde diese Artikel evtl. unter falscher Annahme/Unwissenheit für das beste Produkt hält, weil er es A. nicht besser weiß und B. dem Trugschluss erliegen wird, dass er Qualität kauft und dabei der Preis exzellent ist.

    Klar, solange es Kunden gibt, die bereit sind, Apothekerpreise zu zahlan, solange wird es auch Anbieter geben, die Apothekerpreise verlangen werden. Im Zuge der Notwendigkeit, Profite zu maximieren wird sich Amazon nicht davon abbringen lassen.

    Mir tut dann nur der Kunde leid, der nicht die Zeit hat, sich entsprechend zu informieren oder dem das Verständnis fehlt, angemessene und notwendige Qualität von Profitinteressen getriebene Ramschware zu unterscheiden, die ja im Laufe der Zeit von Amazon als Qaulitätsmarke etabliert werden wird.

    Wenn Amazon allerdings hingeht und z.B. bei Rohlingen Verbatim oder Tayo Yuden als Partner einbindet, wäre ja nichts dagegen einzuwenden, aber da werden die Analysten und das Purchase Department nicht mitmachen, denn, Der Gewinn wird immer noch beim Einkauf erwirtschaftet. Einwandfreie Qualitätsprodukte billig einkaufen und billig an den Endverbraucher verkaufen erscheint mir nicht unbedingt durchführbar, wenn da nicht eine gut durchdachte Mischkalkulation angewandt wird.

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