Palm Pre in Deutschland – der Test

Wir haben das Palm Pre bereits im Juni dieses Jahres getestet und dazu einen ausführlichen Bericht verfasst. Damals hatten wir jedoch nur die US-Version mit einer frühen Version des WebOS vorliegen. Seit heute gibt es das Gerät auch in Deutschland. Was hat sich geändert?

Gehäuse

Stammleser werden unser Video kennen in dem wir das arme Palm Pre als Käsemesser missbrauchen. An der scharfen Kante hat sich auch in der deutschen Version nichts geändert. Auch bleibt weiterhin das Problem mit dem Display, das sich zu schwer nach oben schieben lässt. Auch die Demontage der Rückseite ist noch immer unglücklich gelöst. Man muss Gewalt anwenden und irgendwie krieg ich beim Abnehmen der Rückseite immer so ein mulmiges Gefühl, als ob ich gleich irgendwas kaputt machen würde. Die Tasten geben zwar ein akzeptables Feedback, fühlen sich aber trotzdem zu billig an.

Um es also kurz zu machen: An dem Gehäuse hat sich nichts verändert. Wir haben trotzdem darauf verzichtet den Käsetest mit Leberkäs oder Schweinshaxen erneut durchzuführen.

Akkuleistung

Das Gerät hält kein Wochenende im Standby mit moderater Benutzung durch. Schade eigentlich. Schließlich soll das Pre ja eigentlich ein Business-Handy sein und da ist es blöd, wenn der Akku im Standby keine zweieinhalb Tage durchhält.

Interface

Das Interface ist und bleibt weiterhin spitze. Der Taskmanager ist erstklassig und die Gestensteuerung ist sinnvoll eingesetzt ohne übertrieben zu wirken. Ohne Bedienungsanleitung könnte es jedoch schwierig werden, da die Gesten zwar offensichtlich erscheinen, aber nicht wirklich intuitiv sind. Das Problem mit den unbeschrifteten Icons hat Palm inzwischen behoben. Wenn man also auf einer der drei Menu-Seiten eine Anwendung sucht und zu faul ist die Suchfunktion des Handys zu benutzen, wird meine seine gewünschte Anwendung jetzt schneller finden.

Synchronisation mit iTunes

Eine der Stärken des Palm Pre ist es sich als falscher iPod auszugeben und sich so mit iTunes zu synchronisieren. Das Ganze ist inzwischen zu einem Katz-und-Maus-Spiel zwischen Palm und Apple ausgeartet. Apple blockiert, Palm bessert nach und so weiter. Wenn ihr ein Pre kauft und unbedingt das aktuelle iTunes verwenden wollt, solltet ihr es euch also zwei Mal überlegen.

Anwendungen

Die Anzahl der Anwendungen ist nicht besonders groß. Schade eigentlich, da Palm sein Potential nicht wirklich ausschöpft. Wir haben zur Einführung des Pre im Juni des Jahres gehofft, dass es nun deutlich mehr Apps geben wird – das ist leider nicht der Fall.

Fazit

Es hat sich wenig geändert seit unserem letzten Test. Das Pre hat seine Stärken und dazu zählen auch sicherlich der gute Bildschirm, das Betriebssystem und die gute Multitouch-Umsetzung. Viel deutlicher stechen aber natürlich die Schwächen heraus: Das Problem mit der iTunes-Synchronisation, die Akkuleistung, der App-Store und das minderwertige Gehäuse. Auch ist das Gerät langsamer als ein iPhone 3GS. Dafür aber deutlich kleiner und handlicher. Wer darauf Wert legt und ein gutes Touchscreen-Handy sucht wird mit dem Pre zufrieden sein. Wer eine Multimediamaschine ähnlich dem iPhone haben möchte, wird sich ärgern und sollte lieber zum 3GS greifen.

Palm_Pre_Unboxing

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  1. So, und jetzt lesen wir uns das nochmal durch und korrigieren die grammatikalischen Ausrutscher. ;)

    Wieso habt ihr das wunderbare 5800 im letzten BIld erwähnt es aber nirgends? Nur als Größenvergleich?

    Meiner Meinung nach hat Apple die deutlich beste Bedienung und der Store ist wunderbar, aber das Ding ist einfach einfach ein Geldgrab. Da lob ich mir doch das 5800, das vielleicht nicht alles so leicht meistert wie das Apple-Ding, aber dafür auch ohne Hypothek bezahlbar ist.
    Beim Pre verstehe ich einfach nicht, ob das keinem aufgefallen ist, dass die Kanten so scharf sind. Und gerade bei so einem erwarteten Gerät sollte alles stimmig sein. Schade.

  2. Wieso wird die (problematische) iTunes-Anbindung als Mangel dargestellt. Meines Wissens ist eine solche lediglich für iFonPod vorgesehen. Es ist doch also eher ein Plus, wenn sich ein anderer Hersteller daran versucht (wenn er auch selbstverständlich von Apple darin gehindert wird) !!

  3. Wenn ein Businessphone eures Erachtens länger als ein Wochenende ohne aufladen überleben sollte (ein guter Wunsch), dann möchte ich nicht lesen, was ihr vom CrackBerry hält…

    meinjanur

  4. hmm … ich hab das gerät seit vorgestern, bin also nicht ganz neutral … aber das mit den scharfen Kanten wäre mir persönlich nie aufgefallen. Viel wichtiger ist mir, dass ich doppelt so schnell schreiben kann wie auf dem iphone. Das beste aber ist, dass man für viel weniger geld ein gerät kriegt, dass dem iphone imho gleichwertig ist. Super auch für all die, die kein iphone wollen, weil alle es haben ;-)

  5. Also mir gefällts. Klein, handlich und super Bedienung. Das Gehäuse könnte etwas wertiger sein, zugegeben, aber mich persönlich stört der Plastik nicht: schön gerundet liegt er gut in der Hand…

  6. Ich finde das Palm Pre ist eher ein Lifestyle-Gerät mit klarer Konkurrenz zum Iphone. Wirklich Business will das Palm Pre doch gar nicht sein. Da gibt es andere Geräte mit vernünftiger Tastatur, die andere Ansprüche haben. Mir persönlich ist insgesamt zu viel Plastik und zu wenig Metall an dem Gerät. Da könnte Palm in der nächsten Generation noch kräftig zulegen.

  7. Also Ich hab das Palm jetzt 2 Wochen und Mir fällz auf wenn das Tele zusammengeschoben habe,dass die obere Schale sehr beweglich ist.Wer hat das Problem noch im shop sagte man Mur das das Gebrauchserscheinungen sind…

  8. […] Das Design lässt sich als sauber und recht konservativ beschreiben, abgesehen von zwei Dingen: Die Chrom-Buttons auf der Vorderseite und diese roten Akzente auf der Rückseite. Das ganze sieht ein wenig nach Tuner-Karre aus, ist aber nicht weiter störend. Die Seiten sind voll von Buttons und Anschlüssen. Darunter eine Kopfhörerklinke, Lautstärkeschalter, OK-Button, Micro-SD-Port und die Kamera-Knöpfe. Allgemein ist das Gerät mit 13 Millimetern recht schlank und spielt damit in einer Liga mit dem Hero oder einem geschlossenen Palm Pre. […]

  9. Hatte grad das pre von nem kollegen in der hand, kann damit nix anfangen, fühlt sich extrem billig an, form gefällt mir von haus aus nicht….
    er hat sich vor ner halben stunde gleich ein iphone ersteigert :D ich werde wohl auch bei meinem apfel fon bleiben… =)=)=)

  10. Ich verstehe einfach diesen Blödsinn mit ITunes nicht! Wer braucht Itunes wenn mann das Gerät als einen externen Harddrive mit allem in Sec. beladen kann!
    Es ist aus Plastik, liegt aber wunderbar in der Hand und in der Hosentasche merkt man es nicht…..
    Die Apps werden immer mehr und besser und Palm reagiert auf seine Kunden und stellt nach und nach alles was man braucht her.
    Ich liebe den Palm und nach dem ich 30 tage Iphone hatte (zum Testen) bin glücklich darüber mich für den Palm entschieden zu haben.

  11. […] Exklusiv vertrieben wurde und wird das Palm Pre in Deutschland von O2. Die Kundschaft des Netzbetreibers ist wohl auch primär die Zielgruppe für das Palm Pre: jung und technikbegeistert. Das Palm Pre gehört zu den Highlights des Jahres, weil es das Comeback des Herstellers Palm in diesem Jahr war. Der Konzern, der schon in der Versenkung zu verschwinden drohte, hat mit diesem Smartphone abgeliefert, was schon so lange fällig war. Nämlich ein Smartphone erster Güte mit intuitivem Betriebssystem (WebOS), das auch schon in einer frühen Version überzeugt und kaum Kinderkrankheiten aufweist. Für mehr als den 4. Platz hat es aber nicht gereicht – dafür hapert es zu sehr an der Verarbeitung des knubbeligen Smartphones Palm Pre, wie z.B. im Cyberbloc Testbericht zu lesen ist. Weltdergadgets hat einen Langzeittest verfasst, der auch lesenswert ist. Einen weiteren Testbericht gibt es bei gizmodo.de. […]

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