Nook hat eine Verleihfunktion für E-Books – mit Einschränkungen

Ein neues Detail über den Barnes & Noble-eReader klingt zunächst sehr interessant: Der Nook hat ein Leih-Feature, bei dem man seine E-Books für 14 Tage einem Freund überlassen kann. Leider gibt es sehr spezielle Regeln dafür, die das Verleihen ziemlich nutzlos machen.

Ein Verleih-Feature schien zu gut um wahr zu sein. Wir hörten von der 14-Tage-Verleih-Option und haben uns gefragt, ob das wohl so läuft wie in einer Bibliothek, wo jemand Bücher entweder zurückbringt oder eben die Leihfrist verlängert. Weit gefehlt. Wie sich herausstellt, haben Verlage zunächst einmal die Möglichkeit, den Verleih ihrer Werke zuzulassen oder nicht. Und Buchverlage sind da mindestens so verspannt wie Musik-Labels. Also weiß man nie, ob ein Buch verliehen werden kann. Dann darf man ein Buch immer nur ein einziges Mal verleihen. Nach 14 Tagen gibt es keine Verlängerung und kein anderer Freund bekommt das E-Book jemals wieder leihweise.

Während man es verleiht, ist ein E-Book auf dem Nook nicht zugänglich – so wie bei einem physikalischen Buch, wenn man es aus den Händen gibt. Aber was soll der Quatsch, das sind keine physikalischen Bücher! Schade, aber das Verleih-Feature klang wirklich viel versprechend und hat sich nun irgendwie in eine Enttäuschung verwandelt.

Der Hersteller hat zwar kapiert, dass die Leute physikalische Medien austauschen und dies auch mit digitalen tun möchten, drücken ihnen aber Restriktionen auf, so dass es am Ende wohl niemand nutzen wird. Genau wie bei der Sharing-Funktion von Microsofts Zune, die dreimaliges Abspielen und dreitägiges Tauschen „erlaubt“. [Jacqueline Pohl]

[via MobileRead]

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  1. tja, was will mann erwarten?
    Schließlich wollen die verlage auch das gleiche geld für eine gedruckte oder eine elektronische Ausgabe haben. Obwohl sie da nichts mit Druck, Material, Lagerung und versand zu tun haben.

    Unbegreiflich ist mir sowas.
    Kalkulation mal 300%.. und die wundern sich das die Leute anfangen zu kopieren.

  2. Die meißten Einschränkungen sind Schwachsinn. Das das Buch nicht verfügbar ist, während man es verliehen hat, hat aber rechtliche Gründe. Bei onleihe.net ist das auch so.
    Sonnst besäße man ja theoretisch 2 Exemplare gleichzeitig und müsste diese auch bezahlen.

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