Spezial-Steckdose für Audiogeräte

Wattgate 381 schimpft sich eine "Audio-grade"-Steckdose, also ein Stromanschluss, der besonders geeignet ist für Audiosysteme. Wir nennen so etwas Abzocke.

Diese Steckdose soll Audiogeräte wie die Stereoanlage mit leckerem, reinsten Strom füttern und für klaren, unvergleichlichen Sound sorgen. Diese Idee ist in der Tat unbezahlbar.

Käse. Genau wie Ethernet-Kabel von Denon für 500 Dollar. Der Hersteller des Wattgate 381 verlangt 147 Dollar für seine Audio-Stromdose für US-Stecker. Und die ausgesprochen positiven Kommentare der Kunden bei Parts Express machen uns nur noch misstrauischer und sollten mal überprüft werden. Vorsicht, Abzocke!

Was denkt ihr, gibt es sowas wie „besseren Strom“ für Hi-Fi-Komponenten? Und würdet ihr es kaufen, wenn es das Wattgate für das deutsche Steckerformat gäbe? [Jacqueline Pohl]

[via Parts Express, BBG]

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  1. Sehr inkonsequent. Ich hätte da ein neues audiophiles Steckerformat entworfen, in das nur meine Audiostromkabel (für 200$/m) reinpassen.
    Und natürlich eine 2000$ USV – bei den unzuverlässigen US-Stromversogern unverzichtbar.

  2. Jepp, Blödsinn.
    Kein verstärker wird schließlich direkt mit Netzspannuzng betrieben. Ein klein wenig was anderes ist es zb im Car-HiFi-Bereich von die 12 Volt aus der Autobatterie für die 6x 1000Watt Anlage reichen muss. Übergangswiderstaände = Spannungsschwankungen = Verzerrungen.
    In Netzteilen von normalen Verstärkern (und insbesondere bei hochwertigen) wird die Spannung die aus dem netzteil kommt mit hohem aufwand stabil gehalten… da wird eine klitzekleine Spannungschwankung die aus der steckdose kommt, heruntertransformiert wird, gefiltert und zwischengespeichert wird irgendwo im promille bereich landen.. wenn überhaupt.

  3. Ich denke auch, dass es völlig ausreichend ist eine Steckleiste mit Überspannungsschutz für Audiokomponenten zu verwenden. Damit das „klacken“ aufhört, wenn z.B. der Kühlschrankkompressor anläuft, was ja gerade in älteren Wohnhäusern der fall sein kann.

  4. Kommt drauf an, was drin ist – in der Steckdose.
    Vielleicht haben die dort einen Netzfilter integriert, was dann tatsächlich einen positiven Effekt haben könnte. Allerdings ist diese Dose zu klein für ein aufwendiges Filter und ein guter Verstärker sollte seinen Saft selber auch noch mal filtern…

  5. …für eine normale Allerweltsanlage bis etwa Bose oder Bang & Olufsen (jaja die meisten haben nur Sony) ist ein Netzfilter tatsächlich nicht nötig. Und tatsächlich gibt es schon den ein oder anderen der der Sache recht nahe kommt: Zwar muss im Heimbereich bei einem normalen Hauswechselstrom bei 230 V kaum Störungen wie in einer aufgeblasenen Kfz-Anlage gefiltert werden, Tatsache ist jedoch es MUSS gefiltert werden – angemessene Anlagen vorausgesetzt. Allein schon ein Plattenspieler oder CD-Laufwerk läuft relativ unrund bei normalem ungefilterten Strom. Daher sind meist die einzelnen Geräte schon mit kleinen Filterkomponenten ausgerüstet welche nicht immer viel helfen. Für Normalhörer welche nicht wissen warum man FLAC oder gleich unkomprimiert nutzt und nicht mp3 und was der Unterschied zwischen SACD und einem normalen Silberling ist und wer seine Audiodaten immer noch auf normale silberbedampfte Rohlinge haut statt auf goldbedampfte, der hört natürlich keinen Unterschied – zumal einfache Anlagen jede Filterung zunichte machen. Wir reden hier von Anlagen jenseits der zwanzig Tausender Marke. Wer unter Audiophilen Produkten sucht sollte sich erst informieren was damit passiert oder wozu das da ist – nicht immer sofort losschreiben und schreien: ABZOCKÄÄÄÄÄÄ! Hier noch ein kleiner Link zu weiterer Information: http://www.hifi-regler.de/hifi/netzfilter.php?SID=2f168f1ce1be13cdc1fb98ae05a68c8b

    Und bitte keine Artikel mehr über HighEnd Produkte wenn man keine Ahnung hat. Zum Produkt selbst: Da muss man wie Anonymous mal darüber grübeln…

  6. @lord.flame
    Trotzdem ist das teil kappes.
    Es enthält nämlich KEINEN Filter sondern bietet nur vergoldete Anschlüsse.
    Wer lesen kann….

    Abgesehen davon würde ich in einem High-End Gerät durchaus erwarten können das dieses schon entsprechende Filter besitzt.

    So du spinner… nu troll dich wieder.

  7. *troll* Nope, passt gebe ich dir recht. Wer in Deutsch aufgepasst hat kann lesen: „Daher sind meist die einzelnen Geräte schon mit kleinen Filterkomponenten ausgerüstet welche nicht immer viel helfen.“ Jedes Netzteil ist ein Filter – danke der Nachilfe. Kannst du mir vielleicht auch sagen wie ein Transistor aussieht? Ich weiß nicht ob meine Anlage oder mein Auto einen hat…

  8. … das sind die Glasröhrchen mit den vielen Kontakten unten dran.
    Die dinger die im Betrieb schön gemütlich vor sich hin glühen… (und schön zu strahlen anfangen können wenn man die falsch beschaltet)

    ;o)

  9. Von Belkin??? Na hossa… damit hätte ich auch nicht gerechnet…

    Von Belkin hatte ich bisher nur einmal 2 USB-Hubs, beide waren nach relativ kurzer Zeit tot bzw verloren immer wieder den kontakt etc. (Damals ausgewählt wegen Traffic-Shaping)
    Auf deren Webseite gibts den aber auch schon nicht mehr.

  10. Es gibt im Bereich von Audio in Bezug auf Strom schon etwas auf das man achten sollte.
    Polaritaet beim Wechselstrom. Es ist zwar egal wie man den Stecker in die Steckdose reinsteckt aber wenn man dann desn Stom bei der Audio Masse misst gibt es sehr wohl einen Unterschied. Also am Besten alle verbundenen Audiokomponenten ausmessen und so anstecken, dass ueber die Audiomasse der wenigste Strom fliesst.

    Bin kein Experte – aber googlet es einfach mal.

    Ich habs probiert und hatte dadurch weniger Stoergeraesche (hoerbar am Verstaerker wenn nix gespielt wird und man laut aufdreht.

    Ich glaube auch dass das der Trick bei dieser Steckdose ist. Wie man sieht hat ein Pol eine „T“-Form – somit gibt es wahrscheinlich auch spezielle Kabel die da reinpassen und somit kann Phase und Nulleiter nicht mehr vertauscht werden.

    – Allesdings – wie bereits erwaehnt kann man auch bei jeder normalen Steckdose darauf achten bzw. es ausmessen.

  11. das mit der Polung ist korrekt.

    Das da auf dem Bild ist eine Amerikanische Steckdose.. bei denen kenn ich eigendlich nur die zweipolige variant, denke aber das es da auch noch was anderes geben wird.

    Am besten finde ich die Englische Steckdose. Da ist nur eine richtung des zusammensteckens möglich, man hat relativ dicke Kontakte (bei denen man weiss wo Nullleiter und Phase sind) und haben auch noch eine eingebaute Sicherung. Der nachteil des ganzen ist halt das die recht klobig sind… man kann halt nicht alles haben ;o)

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