Test: Jabra Stone – Futuristisches Bluetooth-Headset

Es geht nichts über diesen Blick: Der Blick, mit dem dich die Menschen ansehen, wenn du mit einem Stone im Ohr durch die Fußgängerzone rennst. Das Bluetooth-Headset wirkt, wie eine Requisite aus Star-Trek und hat mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick vermuten würde…

Das Jabra Stone ist ein Bluetooth-Headset. Aber nicht irgendeins, sondern das schlankste, das ich je gesehen habe. Es besteht im Grunde nur aus einem Bügel, den man sich über das Ohr streift und hat keinerlei sichtbare Bedienelemente. Der Stone macht viele Dinge gut – aber leider nicht alle.

Lieferumfang

Der Stone wird in einem Zylinder geliefert. Darin sind Bedienungsanleitung, Treiber, Ohrteil, Ladekabel und ein rundes etwas enthalten. Es handelt sich dabei um eine mobile Lade- und Aufbewahrungsstation. Der Stone wird während des Transports in dem Dock eingelegt und ist dort sicher aufgehoben und wird gleichzeitig aufgeladen. Die Ladestation wird übrigens über ein mitgeliefertes Micro-USB-Kabel mit Strom gespeist.

Akkulaufzeit

Warum muss das Gerät ständig aufgeladen werden? Das liegt daran, dass der Akku beim Telefonieren nur maximal zwei Stunden hält. Wenn man Musik hört, noch weniger. Das hat der Stone seinem schlanken Design zu verdanken. Da passt einfach nicht mehr Akku rein.

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Jabra hat allerdings mitgedacht und liefert die mobile Ladestation gleich mit. Selbst mit eingelegtem Stone ist diese allerdings schön klein und kaum größer als die Ohrmuschel eines gewöhnlichen Studio-Kopfhörers. Der Zusatzakku reicht für mehrere Ladevorgänge und hebt die Gesamtakkulaufzeit auf knapp acht Stunden.

Hört sich alles schön und gut an. Allerdings wird man sich mit dem Stone tierisch ärgern, wenn man gerade 20 Minuten Musik gehört hat und nun ein Telefonat tätigen möchte und einfach nichts hört, weil der Akku gerade schlapp gemacht hat. Das ist mir mit dem iPhone mindestens zwei bis drei Mal am Tag passiert.

Koppeln

Das Headset beherrscht Bluetooth 2.1. Das bedeutet, man kann es mit seinem, ebenfalls 2.1-fähigen, Handy koppeln, indem man bei beiden Bluetooth anmacht und auf »Ok« drückt. Das ist denkbar einfach und so kann man der Stone zum Beispiel ohne Mühe mit seinem iPhone verbinden. Ich habe es auch mit einem Palm Pre und Nokia 5800 Xpressmusic ausprobiert. Alles lief reibungslos.

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Sobald man es einmal verbunden hat, kann man den Stone zum Telefonieren oder Musikhören verwenden. Das iPhone erkennt automatisch den Stone und zeigt den Namen des Gerätes im iPod-Menü unten an.

Ton-Qualität

Der Lautsprecher des Kopfhörers ist nicht direkt in Richtung Ohröffnung gerichtet. Also würde man annehmen, dass der Sound leise ist oder man in lauten Umgebungen nichts versteht. Das ist so nicht ganz richtig: Erstaunlicherweise ist der Kopfhörer sogar zu laut. Selbst auf der minimalen Lautstärke – vorausgesetzt man ist in stillen Räumen.

Auch in der U-Bahn im Berufsverkehr ist das Kopfhörer ausreichend laut. Lediglich in sehr lauten Umgebungen ist er nicht zu gebrauchen. Aber wenn man ohnehin seine eigenen Worte nicht versteht, braucht man sich nicht über die Lautstärke seines Kopfhörers zu wundern. Beim Telefonieren versteht man sein Gegenüber recht gut.

Geräuschunterdrückung

Der Stone hat zwei Mikrophone. Ja richtig, gleich zwei. Das eine ist nach vorne zum Mund und das andere nach hinten gerichtet. Mit einem komplizierten Verfahren versucht das Headset Störgeräusche zu unterdrücken und so die Aufnahmelautstärke der eigenen Stimme zu verbessern. Das funktioniert in der Praxis mehr oder weniger. Mal mehr, mal weniger, um genau zu sein.

Das sorgt dafür, dass die Lautstärke ziemlich am Schwanken ist und dein Gegenüber dich manchmal nur schlecht versteht. Manchmal aber auch sehr gut, obwohl man der Meinung ist, dass es in der Umgebung ziemlich laut ist. Die Technik wirkt allgemein ein wenig unausgereift und inkonsequent.

Futuristische Steuerung

Steuerung? Der Stone hat doch keine Bedienelemente? Richtig! Die Lautstärke verstellt man indem man über den Ohrbügel streift. Nach oben und der Ton wird lauter, nach unten und er wird leiser. Das funktioniert sehr gut. Ein Druck auf das untere Ende beendet ein Telefonat. Alles in allem ist die Steuerung recht stimmig. Mal davon abgesehen, dass die Leute dich noch verwunderter ansehen und sich fragen warum du ständig dieses komische schwarze Ding an deinem Ohr streichelst.

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Fazit

Der Stone ist schick, er ist leicht, er ist flach und er ist bequem – meistens zumindest. Ab und an hat das Headset aber Aussetzer und wirkt unlogisch. Einer der großen Minuspunkte ist die kurze Akkulaufzeit. Man wird nicht so viel mit dem Gerät anfangen können, wenn der Akku ständig schlapp macht und erst aufgeladen werden muss. Immerhin ist er in 15 Minuten voll und man kann es weiter verwenden. Wenn das aber mitten im Telefonat passiert ist das umso schlimmer. Wer das Risiko eingeht und bereit ist knapp 100 Euro auf den Tisch zu legen, ist mit dem Stone gut beraten. Das Gerät ist vorerst ab Mitte November nur exklusiv bei O2 erhältlich. [Maxim Roubintchik]

[via Jabra]

Schick, leicht, flach und bequem.

Teils schwankende Sprachqualität.

Knapp 100 Euro für ein Mono-Bluetooth-Headset.

Kurze Akkulaufzeit.

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