Kurztest: Flip Mino HD

Die Flips kommen demnächst in Deutschland an und sollen die Welt der Videoaufnahmen revolutionieren. Zumindest wenn es nach dem Hersteller geht. Der schlanke Camcorder filmt trotz seiner Größe in HD und hat eine direkte Anbindung an YouTube, MySpace und Co. Wir haben uns das Gerät mal angeschaut.

Eines vorweg: Der Flip ist definitiv kein Camcorder den ich beruflich verwenden würde. Da setze ich lieber weiterhin auf meinen Sony. Der Flip ist jedoch ein schönes Freizeitgerät. Das kann man mitnehmen wenn man irgendwo in den Urlaub fährt, oder Abends mit seinen Freunden etwas unternimmt. Genau dafür ist er auch gedacht. Professionelle Filmemacher werden natürlich nur den Kopf schütteln, aber für seine Größe macht er echt ansehnliche Bilder.

Verschiedene Versionen

Den Flip gibt es in Deutschland in drei verschiedenen Versionen: Flip Ultra und Ultra HD sind die größeren Versionen. Sie sind dicker und haben eine längere Akkulauf- und Aufnahmezeit. Die HD-Version nimmt Bilder mit einer Auflösung von bis zu 1280 x 720 Bildpunkten auf. Die Ultra nur 640 x 480. Auch haben die Ultras ein größeres und höher auflösendes Display. Die von uns getestete Mino-HD-Variante ist kleiner, hat jedoch die gleiche 720p-Aufnahmequalität, 4 GByte Speicher und eine kürzere Akkulaufzeit. Sie lässt sich lediglich über USB aufladen. Die maximale Aufnahmedauer liegt bei einer Stunde – in 720p.

Flip_Mino_HD_Test

Erstaunlich gute Qualität

Beim Aufnehmen wirkt das Bild auf dem kleinen Display weder scharf noch kontrastreich. Der Eindruck ändert sich allerdings sobald man das Videosignal an einen PC ausgibt. Wirklich erstaunlich, was ein so kleines Objektiv für Bilder macht. Ich habe ein Video angehängt, das ich gerade unten in unserem Innenhof aufgenommen habe, damit ihr euch davon einen Eindruck verschaffen könnt wie gut die Qualität ist. Man muss allerdings dazu sagen, dass der Sensor nicht wirklich lichtstark ist. In dunklen Umgebungen werden die Aufnahmen also nicht ganz so gut aussehen.

http://www.dailymotion.com/video/xayci1

Das Video ist in 640p und nicht in 720p, da es für die Videoplattform herunter gerechnet wurde und auch da wird es nicht automatisch in HD angezeigt. Stellt euch die Qualität also einen Tick besser vor.

Einfachheit vor Funktionalität

Die Videos auf dem Gerät lassen sich praktischerweise direkt auf dem Gerät selbst verwalten oder auf dem Rechner. Wenn man den Flip über den eingebauten USB-Anschluss am PC oder Mac einstöpselt braucht man keine zusätzlichen Kabel oder Treiber-CDs. Alles ist auf dem Gerät bereits vorinstalliert. Vor dem Erstbetrieb muss die Flipshare-Software allerdings erst aufgespielt werden. Das dauert ein paar Minuten länger.
Ansonsten steht sie sofort zur Verfügung. Ein großer Minuspunkt ist, dass ein XP-Rechner erst neu gestartet werden muss nachdem die Anwendung zum ersten Mal installiert wurde. Auf Windows 7 lies sie sich gar nicht erst aufspielen. Mag aber daran liegen, dass ich noch die RC-Version benutze – ich weiß, ich bin faul…

Flip_Mino_HD_Test

In der Software kann man alle Videos bearbeiten, in YouTube oder MySpace hochladen oder in einem anderen Format auf dem PC speichern. Sie ist sehr übersichtlich und selbst für absolute Computerlaien geeignet.

Preis

Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers beträgt für den Ultra 150, Ultra HD 200 und für den Mino HD ebenfalls 200 Euro. Die Geräte sind also nicht ganz so günstig wie manche Konkurrenz-Produkte, wirken dafür aber auch nicht ganz so billig verarbeitet.

Flip_Mino_HD_Test

Fazit

Ein hübscher kleiner Camcorder, den man problemlos Abends dabei haben kann, um eine paar Freizeitaufnahmen zu machen. Wenn er einen integrierten MP3-Player hätte, wäre er das absolute Killer-Produkt. Dann muss man sich nämlich nicht entscheiden ob man seinen iPod oder den Camcorder mitnimmt. Handy hat man sowieso dabei. Drei Geräte sind aber irgendwie eines zuviel. Vielleicht wird es ja was in der nächsten Version – ich habe den Vorschlag bereits an Cisco weitergereicht. Davon abgesehen ist die Software ganz gut, die Videoqualität ebenfalls und der Preis verhältnismäßig. Das Gerät zu kaufen tut nicht weh und lohnt sich meiner Meinung nach auf jeden Fall. [Maxim Roubintchik]

Gute Videoqualität.

Simple vorinstalliere Software.

Software muss erst installiert werden.

Unter XP muss man dazu den Rechner neu starten.

Lichtschwacher Sensor.

Tags :
  1. Hallo,

    ich hab mit diesem gerät schon gearbeitet (unter MAC OS X) und kann es nur empfehlen.
    Für Aufnahmen auf Messen, kleine Interviews für Webseiten, oder Youtube Videos bestens zu verwenden.

    Ausserdem kann man sofort loslegen einfach zusammen bauen und Action.

    Gruß PQ

  2. Schöner Test, aber ich möchte trotzdem zwei Kritikpunkte loswerden. Achtet bitte auf korrekte Zeichensetzung und nennt nicht jedes Produkt Killer-Produkt, iPhone-Killer oder Killer-Handy.

  3. Für weniger Geld, bekomme ich schon ein ähnliches Teil von Kodak. Ich selbst habe den Zi6 von Kodak und das bietet genau das, was oben im Artikel beschrieben wurde. Das Nachfolgemodell Zi8 hat inzwischen sogar einen digitalen Wackelschutz und einen Mikrofonanschluss.

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