Test: HTC Tattoo – Günstiges Android-Handy

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Touchscreen-Handys müssen nicht immer teuer sein. Das beweist das Tattoo von HTC. Das Gerät kostet neu knapp 300 Euro und kann alles, was seine großen Geschwister auch beherrschen. Dazu gibt es die schicke Sense-Oberfläche vom Hero. Was wünscht man sich mehr? Wir haben es getestet.

Das Tattoo ist das Android-Handy für die kleine Geldbörse. Neu und ohne Vertrag kriegt man es schon für 300 Euro – ein sehr günstiger Preis wenn man es mal mit den anderen Androids vergleicht. Als Tattoo-Besitzer muss man allerdings mit ein paar Abzügen rechnen.

Wiederauferstehung des Touch

Als ich das Handy zum ersten Mal sah, hab ich es fast mit dem alten HTC Touch verwechselt. Allgemein wirkt das Gerät auf mich so als hätte man einfach alte, rumliegende Touch-Gehäuse verwertet und in ein neues Gerät rein gebaut. Der Trend zeigt sich auch bei dem Display, das mit einer Auflösung von 320 x 240 Bildpunkten ziemlich verpixelt ist und eigentlich nicht mehr zeitgerecht.

Viel zu niedrige Auflösung

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Das Problem mit der Auflösung zeiht sich durch das gesamte Interface. Das Tippen auf der Tastatur ist im Vertikalmodus kaum möglich und auch horizontal ist sie kaum zu gebrauchen. Da bin ich von meinem 5800 Xpressmusic viel Besseres gewöhnt. Selbst auf der virtuellen Tastatur des iPhones kann man besser schreiben. Allgemein würde eine höhere Auflösung nicht schaden und wäre sehr wünschenswert.

Resistiver Touchscreen

Aus irgendeinem Grund (wahrscheinlich Kosten) hat sich HTC entschieden in dem Tattoo einen resistiven Touchscreen einzubauen und keinen kapazitiven wie man ihm zum Beispiel vom iPhone her kennt. Das lässt ein allgemein billiges Gerät noch billiger wirken. So eine Glasoberfläche macht schon mehr her und fühlt sich nicht so billig an, wie es bei diesem Handy der Fall ist. Trotzdem reagiert der Bildschirm recht gut. Er hat allerdings hier und da mal einen Aussetzer und ist nicht wirklich genau.

HTC Sense

Die von HTC entwickelte Sense-Oberfläche ist genial. Es gibt sie zwar auch für Windows Mobile, jedoch ist die Android-Version viel besser. Man kann seinen Desktop nach Belieben mit unzähligen Widgets, Programm- oder Kontaktverknüpfungen schmücken. Mit einem Fingerschwenk nach links oder rechts kann man auf den nächsten Desktop wechseln und hat dort wieder Platz für weitere Widgets.

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Natürlich gibt es auch vorkonfigurierte Designs, bei denen die Anwendungen aufeinander abgestimmt sind. Trotzdem ist die Möglichkeit alles nach Belieben zu modifizieren sehr willkommen.

Ärgerliche Hänger

Das Tattoo reagiert meistens recht schnell. Außer in einigen Momenten. Wenn man zum Beispiel ein Telefonat per Touchscreen beenden möchte, passiert bei einem Druck auf den Auflegen-Button erstmal nichts. Also drückt man erneut. Plötzlich wird das Telefonat beendet und gleich wieder gestartet, weil das Gerät zwei Klicks registriert und zwischendurch gehangen hat. Solche Probleme gibt es ständig und bei fast allen Androids. Bei diesem ist es jedoch extrem ausgeprägt. Sehr nervig.

Lange Akkulaufzeit

»Wow«, dachte ich mir als ich den Akku des Tattoo zum ersten Mal in der Hand hielt, »der ist riesig«. Ich kenne kaum ein anderes Handy, bei dem der Akku größer ist als der Touchscreen. Das sorgt auch für die recht lange Akkulaufzeit. Bei normalem Gebrauch hält das Gerät locker ein paar Tage durch ohne nach einer neuen Stromquelle zu lechzen.

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Fazit

Das Tattoo ist für seinen Preis ein wirklich gutes Handy. Mir wäre jedoch lieber gewesen, wenn HTC dafür 100 Euro mehr verlangt und einen kapazitiven Touchscreen mit einer höheren Auflösung und einen schnelleren Prozessor verbaut hätte. Das ist jedoch Wunschdenken, denn das Tattoo ist jetzt nun mal da. Es ist nicht das beste Android-Handy, aber auch nicht das schlechteste. Die Sense-Oberfläche und die Akkulaufzeit sind ein guter Trost für die schwache Technik. Bei dem Preis muss man nun mal mit Abzügen leben. Ob man das möchte, sollte jeder für sich entscheiden.

Sense Oberfläche.

Schön klein.

Günstig.

Altmodisches Design.

Resistiver Touchscreen.

Zu niedrige Auflösung.

Teilweise sehr träge.

Fühlt sich billig an.

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  1. Mal eine naive Frage: Warum listet man eigentlich die Pingbacks hier unter den Kommentaren? Es ist ja weder ein Kommentar noch fuegt es irgendeine Information hinzu. Ist es nur, um zu zeigen, wie oft man zitiert bzw. verlinkt wird oder gibt es einen Sinn, den ich nicht verstehe?
    Danke fuer die Aufklaerung!

  2. @Almuth: agree, das ewige Zitieren von Tweets etc. nervt einfach nur… kommt mir schon vor wie der Facebook Info-Wahn wo jeder Furz in siebzig Facetten an zehn Millionen Freunde propagiert wird… Meta-Infos die die Welt nicht braucht !! Bitte abstellen Gizmodo Crew !

    @Tattoo: ein Blick auf das spiegelnde Display genügt um es garantiert NICHT kaufen zu wollen. Eigentlich bin ich ein Android Fan der ersten Stunde, aber langsam beginnen die Hersteller auch ihre miesen Produktlinien mit einem coolen OS aufpeppen zu wollen… sorry, aber so wird das nix !

  3. Hallo,

    danke für den Input. Ich werde mal schauen was sich machen läst. Das ist aber eigentlich ein WordPress-“Problem”.
    Pingbacks sind ursprünglich für Leute, die einen eigenen Blog betreiben, gedacht. Sie sind eine Möglichkeit ihren Pagerank zu verbessern, weil man von größeren Blogs zurück-gelinkt wird.

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