Microsofts Courier: Weitere Details zum Interface

Wir haben schon einige Videos und Bilder des Microsoft Courier gesehen. Bislang war es trotzdem ein Rätsel, wie genau das Gerät eigentlich funktioniert. Wir haben erste Beschreibungen entdeckt, die uns zeigen wie der Courier aussehen wird und wie das Interface sich bedienen lässt.

Gesten

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Die Fingergesten sind genau die, die man erwarten würde. Wenn man mit einem Finger auf den Bildschirm drückt und gedrückt hält, kann man Inhalte auswählen und mit einem Fingerwisch über den Bildschirm kann man Seiten blättern oder scrollen. Zweifinger-Gesten öffnen und schließen Anwendungen. Nach oben und unten öffnet man ein Programm und wenn man es nach oben verschiebt, wird es wieder geschlossen – ein bisschen wie beim Palm Pre. Wenn man eine Anwendung in Richtung des anderen Bildschirms bewegt, wird sie verschoben. Der Zangengriff wird beim Herauszoomen eingesetzt. Wir gehen aber davon aus, dass die Gesten im finalen Produkt nochmal erweitert werden.

Intelligenter Terminplaner

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Der Courier ist im Grunde ein Terminplaner. Wie man diesen betrachtet, hängt aber letztendlich vom Benutzer ab. »Wenn Pagestream ein Roman ist, dann ist Smart Agenda Pagestream für Dummies«. Das beschreibt das intelligente Interface des Terminplaners wohl am besten. Egal was gerade ansteht: Ob es ein Termin, eine E-Mail, ein Teil der To-Do-Liste, Wetterinfos oder Nachrichten von Freunden sind – sie alle werden übersichtlich im Terminkalender eingeblendet. Das hier ist wohl das, was einem Desktop im Courier am ehesten ähnelt.

Die Übersicht

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Das hier ist eine gestreckte Version der Tagebuchansicht. Man hat die Möglichkeit eigene Cover zu entwickeln und erweiterte Suchfunktionen. In der Übersicht sieht man auch die Zeit, die Dateinamen, Tags und man kann per Handschrifterkennung suchen.

Die Wolke

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Die Wolke taucht in den Beschreibungen des Courier immer wieder auf. Auf diesem Bild sehen wir, was damit eigentlich gemeint ist. Wenn man zum Beispiel gemeinsam an einem Dokument arbeitet, kann man den anderen Notizen hinterlassen, die er dann sofort sieht. Sie erscheinen alle im intelligenten Terminplaner. Viel wichtiger ist allerdings, dass man auf sein Tagebuch von jedem Webbrowser aus betrachten kann. Auch dafür sorgt die Cloud.

Der Browser

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Der Browser hat alles, was ein Browser haben muss. Statt sich durch eine Liste zu scrollen, kann man allerdings zwischen Index-Karten hin und her schalten – darin sind die zuletzt besuchten Seiten zu sehen. Das ist eine Art vertikaler Cover Flow. Fotos oder andere Inhalte lassen sich direkt aus dem Browser entnehmen und im Tagebuch speichern.

Praktische Kopierfunktionen

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Eine der coolsten Funktionen des Courier, ist die Möglichkeit jeden Inhalt zu nehmen und ihn von jeder Anwendung in eine andere zu ziehen. Man kann die Bilder, Videos oder was auch immer dabei vergrößern oder verkleinern und an einer beliebigen Position ablegen.

Das unendliche Tagebuch

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Eine der, wenn nicht die, wichtigste Funktion des Courier. Ein endloses Tagebuch in dem man alles speichern kann, was einem auf dem Herzen liegt. Man kann schreiben, zeichnen, Inhalte ablegen und Dinge mit anderen Leuten teilen. Es ist in Seiten gegliedert und jeder eingetragene Inhalt ist versehen mit einem Zeitstempel und einem Geotag. Man kann auch Seiten mit Tags versehen, damit sie schneller gefunden werden.

Der Stift

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Der Stift des Courier ist nicht irgendein blöder Stylus. Es gibt zwei Knöpfe. Der eine verwandelt den Stift in einen Radiergummi und der andere schaltet in einen anderen Zeichenmodus. Der oberste Knopf macht letzte Aktionen rückgängig. Das spart viel Zeit und hört sich sehr praktisch an.

Der Button auf der Vorderseite

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Ein Druck auf den Front-Button lässt das Schnell-Auswahlmenü im Sketch-Modus erscheinen. Darin kann man schnell die Farbe des Stiftes, oder dessen Design und Dicke auswählen. Das Ganze sieht aus wie eine aufgemotzte Version von Microsoft Paint.

Die Kamera

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Mit dem Courier kann man auch Bilder aufnehmen. Das hört sich schrecklich an: Zumindest in einem Skatepark. Wenn man allerdings nur schnell ein Foto von einer Zeitschrift machen möchte, die gerade neben dir liegt, dann ist es sicher ganz praktisch. Fotos kann man aufnehmen indem man auf den Bildschirm tippt. Es gibt auch einen Hardware-Knopf, was sicher sehr praktisch ist. Den Fokus setzt man übrigens auch mit einem Druck auf den Bildschirm.

Die Bibliothek

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Die Bibliothek ist das Hauptnavigationselemente des Courier. Darin kann man zwischen all seinen Tagebucheinträgen, Fotos, Apps und eBooks hin und her schalten. Das zeigt uns, dass Microsoft versucht mit dem Courier auch eBooks zu vertreiben wir sind mal gespannt.

Wie man sieht, macht das Courier bereits jetzt einen recht guten ersten Eindruck. Falls ihr das Gerät mal in Aktion sehen wollt, dann schaut euch das Video in unserer Vorstellung des Microsoft Courier an. [Maxim Roubintchik]

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  1. wenn das teil nur halb so gut wird, wie diese bilder versprechen….dann wird microsoft ein neues zeitalter einleuten. hoffendlich ist das interface iphobe-linke schnell

  2. Also mal ehrlich. Ich bin seid langem privat Windows- und auf der Arbeit Mac-User. Nur zu Info.

    Ich finde dass es das Gerät ist worauf viele gewartet haben und denke dass wenn der Preis einigermaßen stimmt es ein ziemlicher Hype wird. FALLS MS irgendwas gelernt hat und es auch noch flüssig läuft, sinnvolle gadgets, sinnlose gadgets und einen netten Shop hat, könnten die sich mit einem Schlag aus ihren ideenlosen Loch katapultieren.

    -my2cents

  3. Die Frage wird halt noch, das das ding kostet.

    ich denke es wird defintitiv über 1000 sein. und das seh ich halt kritisch,

    für 700 oder so würde selbst ich eingefleischter mac user mir das ding anschauhen.

    aber alles über 1200…da hol ich lieber ein vollwertiges notebook.

  4. Als apple user, muss ich schon sagen, wenn das Gerät so auf dem Markt kommt wie oben beschrieben… dann könnte ich mir vorstellen auf ein solches windows gerät umzusteigen :)

    aber man munkelt ja über das Touch Tablet von apple ;P

  5. das ding wird der absolute wahnsinn! gerade für die grafik-branche ist es sehr interessant und in der handhabung/anwendung sicherlich eine revolution.

    bin gespannt auf den preis, ist aber in konkurenz zu nem richtigen notebook eine überlegung wert!
    mal abgesehen davon war es ja nun klar, das MS nach der markteinführung des iPhone, richtig einen raushauen wird!

    ich freu mich drauf! =)

  6. Das sieht zu gut aus, um wahr zu sein… Ich meine, was ist das für Software? Das ist kein Windows 7, das ist kein Windows Mobile, das ist kein Android, das ist kein Chrome. Die Oberfläche und die Programme sehen sehr komplex und aufwendig aus, aufwendiger als beim iPhone und völlig anders als jede Windowsversion. Die Displays müssen extrem hochauflösend sein. Die Animationen im Video sehen auch sehr aufwendig und sehr flüssig aus. Was für heute existierende Hardware soll das leisten können, vor allem mit dem notwendigerweise winzigen Akku? Gibt es die Software oder sind das nur Bilder?

    Nö. Ich halte das für pure Zukunftsmusik. Es gibt von dem Ding weder einen Prototypen noch existiert die hier gezeigte Software, das sind einfach nur schöne Bilder. Das ist ein Konzept und kein Produkt, vielleicht noch nichtmal ein geplantes Produkt.

    Wäre schön, wenn ich mich irren würde, weil dieses Konzept teilweise sehr schön wirkt. Aber ich glaube daran erst, wenn es in den Läden liegt und ich vermute, das wird so bald nicht der Fall sein, wenn überhaupt. Allein die Entwicklung der Software wird Jahre dauern und vielleicht gibt es bis dahin auch passende Hardware…

    Ohne hier einen MS/Apple-Krieg vom Zaun brechen zu wollen, aber: Wenn Apple faszinierende Geräte vorstellt, kann man sie am nächsten Tag kaufen. Wenn MS faszinierende Geräte vorstellt, ist das ein Zeichen dafür, dass sie gerade nix haben, was sie verkaufen könnten. Diese Hard- und Software ist so meilenweit von dem entfernt, was MS gerade hat (Zune, Windows Mobile), dass es pure Magie wäre, wenn das ein tatsächliches Produkt wäre.

  7. @joh
    ich seh da gar nicht mal ei nso großes problem drin. da die software ja im gegensatz zu windows stand-alone ist, soweit ich das sehe. das heißt nur ein programm und alle andren programme sind komplett eingebunden. damit spart man vieles, da man nicht unendliche viele formate und typen usw benutzt sondern nur hausmarken. damit lässt sich das programm deutlich effizienter machen. ich glaub ein 1,5ghzdualcore und 2gig arbeitsspeicher plus halbwegs rodentliche grafikkarte reichen vollkommen aus.

  8. @Joh
    Schonmal ein iPhone in der Hand gehabt? Dann weist du, dass es sowas gibt…
    Es hat aber leider – ob du es glaubst oder nicht – kein diskettenlaufwerk

  9. @Termy: Natürlich geht das. Aber die Hardwareanforderungen beim iPhone sind ganz andere, das hat keine zwei 7″-Displays mit extrem hoher Auflösung und entsprechend vielen Pixeln, die bewegt werden wollen. Und das Ding war Jahre in der Entwicklung, bevor da auch nur jemand drüber geredet hat. Wenn MS da erstmal nur ein Konzept hat und jetzt mit dem Entwickeln anfängt, dann wird das noch ein gutes Weilchen brauchen.

    @Levian: „standalone“ gibt es nicht, sowas braucht ein OS und APIs und dafür geschriebene Anwendungen und diese Demo-Bilder

  10. @Termy: Natürlich geht das. Aber die Hardwareanforderungen beim iPhone sind ganz andere, das hat keine zwei 7″-Displays mit extrem hoher Auflösung und entsprechend vielen Pixeln, die bewegt werden wollen. Und das Ding war Jahre in der Entwicklung, bevor da auch nur jemand drüber geredet hat. Wenn MS da erstmal nur ein Konzept hat und jetzt mit dem Entwickeln anfängt, dann wird das noch ein gutes Weilchen brauchen.

    @Levian: „standalone“ gibt es nicht, sowas braucht ein OS und APIs und dafür geschriebene Anwendungen und diese Demo-Bilder sehen anders aus als *alles*, was es von Microsoft bisher gibt, in jeder Hinsicht, vom Bedienungskonzept bis ins letzte Detail. Gut, kann ja sein dass MS ganz geheim schon Jahre an sowas arbeitet, aber das sieht denen überhaupt nicht ähnlich. Und wie Du in einem taschenbuchgroßen Gerät einen Akku unterbringen willst, der einen 1,5ghzdualcore und 2GB Arbeitsspeicher plus halbwegs ordentliche Grafikkarte länger als 30 Minuten versorgen soll, will ich auch erst mal sehen. Sieh Dir mal die Grafikpower von Netbooks und deren Akkus an. Das paßt da nicht rein.

    Ich halte das für Science Fiction. Gute Idee, schön gemacht, aber weit von einem kaufbaren Produkt entfernt. Leider. Ich finde es auch komisch, dass man bei microsoft.com bei der Suche nach „Courier“ ausschließlich Zeichensätze findet. Die sagen zu dem Ding keinen Pieps, obwohl diese Bilder wahrlich keine Spionagebilder sind, das ist professionell gemacht, wie von einer Werbeagentur. Sehr komisch, das alles.

  11. Ich hoffe wirklich Microsoft (oder wer auch immer ;) ) hat genug Verstand etwas wie das Courier auf den Markt zu bringen – erfüllt es ansatzweise die beschriebenen Funktionen / Ausstattungsmerkmale würde ich sofort losrennen und es kaufen!
    MSI entwickelt ja auch bereits in Richtung eines solchen Doppel-Screen Booklets, doch leider lange nicht mit den Eigenschaften des Couriers. Leider.

    Was die Technik angeht: Finde ich absolut vorstellbar. Das Courier soll ja kein voll nutzbares Netbook sein, wird also gar nicht sooo viel Power benötigen. Klar die 2 Screens sind Energiefresser – aber jetzt schon schaffen gößere Top-Netbooks 15 Std. Warum sollte ein etwas leistungsschwächeres und vor allem kleineres „Courier“ nicht locker auch 8-10 std. schaffen?!

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