Blitztest: Dell Adamo XPS – Schlanker als ein Model

Das Dell Adamo XPS ist ein sehr, sehr, sehr schlankes Notebook. Wir hatten Gelegenheit das Gerät mal in der Hand zu halten und zu inspizieren: Es ist wirklich schlanker als schlank und muss sich nicht von Wattebällchen mit Orangengeschmack ernähren…

Das Gerät ist wirklich unmöglich schlank. Es fühlt sich an, als würde man ein dünnes Aluminium-Blatt in der Hand halten. Wenn man es ablegt, dann muss man es ganz behutsam tun, aus Angst, dass es zerbrechen könnte. Schließlich kostet das Gerät stolze 1.800 Dollar. Der Verschluss ist Hitzeempfindlich und das Notebook lässt sich öffnen, wenn man mit dem Finger über den Verschluss streicht.

Dell_Adamo_XPS_HandsOn

Leider gibt es keine Bestätigung dafür, ob das Gerät nun offen ist oder nicht. Also haben wir es erst mehrmals probiert, bevor wir den Deckel geöffnet haben. Der Übergang zwischen Deckel und Unterseite ist nahtlos und man muss den unteren Teil festhalten, damit man Display aufklappen kann. Die Tastatur gleitet dabei nach vorne. Ein bisschen wie ein James-Bond-Notebook aus Pierce Brosnans Zeiten. Die Metalltasten sind kalt – es hat uns aber trotzdem recht gut gefallen.

Komplett ausgefahren wird das Notebook lediglich auf der unteren Kante der Tastatur und der äußeren Kante des Displays aufgestützt. Von der Seite sieht das Ganze aus wie ein L, das sich den Fuß gebrochen hat. Das Adamo XPS ist einzigartig. Kein anderes Notebook sah bisher so aus – von den praktischen Aspekten jetzt mal abgesehen. So ist es zum Beispiel ziemlich schwierig, es auf dem Schoß abzulegen und so zu benutzen – damit hatten wir so unsere Probleme. Lässt man das überhängende Teil hinter den Knien herunterhängen oder versucht man das Notebook irgendwie auszubalancieren. Beides ist irgendwie nicht so das Wahre. Das Design ist einzig und allein dazu gedacht zu zeigen, was für ein toller Hecht man ist und, dass man bereit ist 1.800 Dollar für ein Notebook auszugeben.

Dell_Adamo_XPS_HandsOn

Das Display hat eine Auflösung von 1366 x 768 Bildpunkten und ist versenkt im Bildschirm-Deckel. Es gibt eine ziemlich breite Kante um den Monitor herum. Die Kamera und das Mikrofon befinden sich ganz oben. Das ist eher suboptimal. Schließlich muss man sich da ständig Sorgen um die Kamera machen, weil sie übersteht – selbst wenn das Notebook geschlossen ist.

Den Rechner selbst haben wir nicht lange benutzen können. Er hat allerdings die gleichen Innereien wie der alte Adamo – allerdings mit einem Unterschied. Als Betriebssystem kommt nämlich Windows 7 zum Einsatz. Das sollte theoretisch dafür sorgen, dass alles ein bisschen flüssiger von der Hand geht. Der 20Whr Akku reicht leider nur für eine Laufzeit von 2 Stunden und 36 Minuten – unter Optimal-Bedingungen. Rechnen wir also mit deutlich weniger. Ansonsten hat der Adamo XPS zwei USB-, einen DisplayPort (mit optionalem HDMI-Kabel) und einen Netzwerkanschluss, der sich ebenfalls anstöpseln lässt.

Ehrlichgesagt ist das hier eher ein Design-Objekt als ein besonders guter mobiler Rechner. Aber hey, dafür ist es ein verdammt hübsches. [Matt Buchanan/Maxim Roubintchik]

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