Test: Jabra Halo – Hilfe ich bin taub

Ich nehme alles zurück: Nicht mit dem Jabra Stone zieht man in der U-Bahn die meisten Blicke auf sich, sondern mit dem Halo. Dabei kommt dieser Bluetooth-Kopfhörer einem echten deutlich näher. Wir haben keinen Hörschaden gescheut und das futuristische Headset für euch getestet.

Das Jabra Halo ist sozusagen das Stereo-Modell des Stone. Wir erinnern uns: Das Stone ist dieses minimalistisch, puristische Bluetooth-Headset. Das Halo ist ähnlich minimalistisch, dafür aber in Stereo und einen ganzen Ticken flauschiger.

Mit oder ohne?

Das Halo ist ein Multitalent. Es kommt komplett ohne Fernbedienung aus und kann sowohl kabellos über Bluetooth als auch per Kabel über den Klinkenanschluss angeschlossen werden. Überhaupt sind soviele Kabel mitgeliefert worden, dass man beim Auspacken der Kopfhörer erstmal alles sortieren muss. Es gibt ein Netzteil mit entsprechendem Micro-USB-Anschluss für das Headset. Dazu ein USB auf Micro-USB-Kabel und ein Micro-USB auf Klinke Kabel. Die Tonqualität ist subjektiv leicht besser wenn man das Headset per Klinke anstöpselt – allerdings kann man dann einige der Funktionen nicht nutzen.

Anfassen erwünscht

Jabra_Halo_Test
Ähnlich wie das Stone, wird auch das Halo per Berührung gesteuert. Eine Touch-Fläche auf der Außenseite des Kopfhörers erlaubt es die Lautstärke zu verändern. Nach oben streichen und der Ton wird lauter. Wenn man nach unten streicht, na ihr könnt’s euch bestimmt denken. Das funktioniert auch in der Praxis ganz gut. Komplizierter wird es hingegen beim hin- und herschalten zwischen den Liedern. Angeblich kann man zum nächsten Lied springen, wenn man zwei Mal auf das Plus-Symbol tippt. Entweder bin ich zu blöd, oder die Funktion funktioniert einfach nicht – zumindest nicht in Kombination mit einem iPhone.

Flauschig weich und höllisch laut

Die Kopfhörer fühlen sich sehr weich an und sitzen sehr bequem auf dem Kopf. Allerdings ist das Material des Innenbügels und der Kopfhörer ein Staubmagnet. Jedes bisschen Schmutz wird wie magisch davon angezogen und nicht mehr losgelassen.

Jabra_Halo_Test

Selbst mit einer Mütze dazwischen kriegt man noch die volle Lautstärke ab. Das liegt nicht unbedingt an den tollen Klangeigenschaften des Headsets, sondern daran, dass es einfach so unglaublich laut ist. Selbst in der niedrigsten Einstellung bläst es mir die Ohren weg. Mag sein, dass bei mir noch nicht sämtliche Hörnerven abgestorben sind und ich deswegen etwas empfindlich reagiere, aber das muss nicht sein. Zur Verteidigung muss ich sagen, dass die Kopfhörer angenehm leise sind, wenn man sie per Kabel an das Handy anschließt.

Synchronisation und Sprachqualität

An der Sprachqualität lässt sich beim Halo nichts bemängeln. Es ähnelt anderen Bluetooth-Headsets und ist weder besser noch schlechter. Es reicht vollkommen aus für ein Telefonat. Auch wenn die Leute dich komisch ansehen und sich wundern warum du mit diesen komischen Kopfhörern auf den Ohren Selbstgespräche führst.
Auch die Synchronisation gestaltet sich denkbar einfach. Einmal mit dem Gerät verbunden, braucht man beides nur noch auszupacken und kann gleich loslegen. Beim iPhone wird auch der Name des Headsets unten im iPod-Menü eingeblendet.

Fazit

Nachdem mein Gehör sich jetzt langsam wieder erholt hat, muss ich sagen, dass die Klangqualität des Halo doch durchaus gut ist – selbst im Bluetooth-Modus. Wer keine so empfindlichen Ohren hat wie ich, kann beherzt zugreifen. Das Halo ist ein schickes und bequemes Headset und eine wirkliche Alternative zu echten Kopfhörern. Einzig der Preis könnte zum Hindernis werden: Mit knapp 90 Euro ist das Gerät kein echtes Schnäppchen.

Gute Tonqualität.

Mehrere Anschlussmöglichkeiten.

Ungewöhnliches Design.

Sehr, sehr laut im Bluetooth-Modus.

Innenseite ist ein Staubfänger.

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  1. Hallo – kurze Ergänzung zum Thema „nächster – vorheriger – Titel“ – es bedarf etwas Fingerfertigkeit, den richtigen „Sensorbereich“ für das Doppelklicken zu treffen – aber nach 10 bis 20 Min hartem Training funktioniert es wunderbar. Nur aufpassen: wer aus Versehen dabei den „call last call“ – knopf (Universalknopf rechte Seite) trifft, wird mal fluchs mit dem letzten Anrufteilnehmer verbunden :-) Gruß Thomas

  2. Dieser Testbericht liess mich verwundert den Kopf schütteln! Zunächst: Ich arbeite seit Jahren im Bereich Musikproduktion und am Mischpult, vorwiegend Jazz und Funk. WAS BITTE soll da besonders „laut“ sein beim HALO2?
    Das Gegenteil trifft zu, es ist für Sport und Workout deutlich zu leise (und meine Ohren sind nicht etwa geschädigt sondern gelten als extrem gut),
    Also: ich musste zuerst mal die Android App „PowerAmp“ installieren damit genügend Druck aus dem HALO2 herauskommt. Nicht gerade Club-Lautstärke, aber zumindest so, dass im Fitness-Studio die Musik einen motiviert.
    Verglichen mit z.B. einem Koss Porta Pro via Kabel ist dieser HALO2 via Bluetooth wirklich leise und schwächlich, bis man PowerAmp installiert. Und ihr schreibt da was von „taub“? Toller Witz. Vergleicht doch erstmal die Lautstärke mit anderen Headphones.
    Was allerdings stimmt, ist die Samtabdeckung als Staubfänger. Da hat Jabra die einfachste Idee verschlafen: Die Samtbezüge in Grau statt in Schwarz machen, schon wirkt das Teil auch nach sportlicher Verwendung noch ansehnlich.

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