Test: Call of Duty 6 – Modern Warfare 2

Kaum ein Titel sorgt dieses Jahr für soviel Aufregung wie Modern Warfare 2 - die Fortsetzung des erfolgreichsten Ego-Shooters aller Zeiten. Der sechste Teil der Call-of-Duty-Reihe ist vollgepackt mit atemberaubenden Levels, neuem Gameplay und steht einem Actionfilm in nichts nach. Die Erwartungen sind enorm hoch. Ob sie erfüllt werden, zeigt sich im Test.

Wer Call of Duty 4 – Modern Warfare gespielt hat, wird sich vielleicht noch an das plötzliche Ende erinnern. Der sechste Teil ist der direkte Nachfolger und spielt einige Jahre nach den Ereignissen von Teil vier.

Kalter Krieg wieder aufgewärmt

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Was macht man, wenn man sich keine neuen Feinde für die amerikanische Regierung ausdenken kann? Man greift einfach zu den alten – richtig! So muss man im sechsten Teil der Call-of-Duty-Serie nicht mehr gegen Araber, sondern die Russen kämpfen. Die marschieren nämlich in die USA ein und legen die US-Hauptstadt in Schutt und Asche. Natürlich macht die russische Regierung das nicht ohne Grund. Zuvor ist nämlich etwas Schlimmes vorgefallen, worauf ich jetzt nicht eingehen möchte, weil es sich um einen wichtigen Teil der Story handelt.

Schreckliche Bilder

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Wer die deutsche Version des Spieles kauft, muss mit einigen Einschnitten rechnen. Bereits zu Beginn des Spieles wird man gefragt ist, ob man alle Missionen sehen möchte. Das liegt daran, dass es einen entscheidenden Spielabschnitt gibt, der denkbar ungeeignet ist für schwache Gemüter. Wer empfindlich auf Gewalt reagiert, sollte sich lieber entscheiden das Level zu überspringen. Muss dann aber damit rechnen einen wichtigen Schlüsselmoment in dem Spiel zu verpassen. Ansonsten wurde der Gewaltanteil gegenüber dem Vorgänger einen Tick erhöht. Selbst in der deutschen Version. Es ist allerdings nicht diese »überall spritzt Blut und es fliegen Körperteile durch die Gegend« Art von Gewalt, wie man sie aus Spielen wie Doom kennt. Geschnitten wurde in der deutschen Version nicht, lediglich das Feuern auf Zivilisten wird mit einem vorzeitigen Spielende bestraft – das ist in der Originalversion nicht so.

Geführtes Gameplay

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Wer Teil vier gespielt hat, kennt die Scharfschützen-Mission. Darin muss man in Tarnanzügen durch Tschernobyl schleichen und versuchen von den Gegnern ungesehen zu bleiben. Teil sechs weitet dieses Spielprinzip aus. So gibt es gleich mehrere Missionen in denen man versuchen muss ungesehen zu bleiben. Allerdings leidet darunter die Spielfreiheit. Oft fühlt man sich nur wie eine Marionette, die lediglich von A nach B läuft. Es fühlt sich einfach an, als würde man ein Script befolgen und nicht wirklich durch eine frei begehbare Welt laufen.

Undurchsichtige Story

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Wichtige Teile der Story sind nur als Zwischensequenz zu sehen oder nur als Audio. Das macht es teilweise schwer den Ereignissen zu folgen. Zusätzlich spielt man die Geschichte gleich aus mehreren Perspektiven, was das Ganze noch mehr verkompliziert. Einige Szenen sind wirklich packend und sehr gut erzählt, andere einfach nur lieblos zusammengestellt. Im Allgemeinen ist es eine gute und kreative Story, die allerdings teilweise an der schwachen Erzählweise scheitert.

Von Blockschwer bis Kinderleicht

In manchen Leveln des Spiels hatte ich das Gefühl, dass die Entwickler sadistische Neigungen zeigen. An manchen Stellen musste ich bis zu zwanzig Mal neu starten, weil es einfach keine Deckung gab. Andere Spielabschnitte fühlen sich hingegen wieder viel zu leicht an. Allgemein wirkt die Schwierigkeit unausgeglichen.

Optik und Performance

Teil sechs setzt auf die bereits auf dem vierten Teil bekannte Spiele-Engine. Allerdings wurde diese deutlich aufpoliert und einige Level wirken einfach atemberaubend. Es sind nicht so sehr die grafischen Effekte, die so cool sind, sondern vor allem die Details. Kein anderes Spiel ist so detailverliebt. Wenn man über einen Markt läuft, hat man fast das Gefühl, er wäre aus dem wahren Leben entnommen. Überall sind Stände vollgepackt mit Kleinigkeiten. Selbst eine eisige Bergklippe oder eine alte Ölbohrplattform glänzen mit liebevoll gestalteten Kleinigkeiten. Wenn man durch eine amerikanische Vorstadt läuft, fühlt man sich förmlich hinein gesogen. Die Entwickler müssen viel Zeit geopfert haben, um das Spiel dahin zu bringen, wo es jetzt ist.

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Trotz der vielen Details, läuft es aber erstaunlich flüssig. Ich habe in meinem Testrechner lediglich eine Geforce 9600 GT verwendet und konnte das Game bei maximalen Details und vierfachen Antialiasing in einer Full-HD-Auflösung flüssig spielen. Das mag wohl daran liegen, dass es in erster Linie für Konsolen entwickelt wurde und ohnehin Ressourcenschonend ist. Falls ihr also eine Xbox 360 oder eine PS3 besitzt, kommt ihr auf eine ähnlich hübsche Optik und sehr gute Framerates.

Multiplayer und Koop

Eine der Stärken von Modern Warfare ist sein Multiplayer-Modus. Der ist auch in diesem Teil enorm gut gelungen und wurde nochmals verbessert. So gibt es neue Spielmodi und mehr Optionen. Wenn man bedenkt, dass die meisten Online-Shooter noch hinter Call of Duty 4 hinterher hinken, ist das eine durchaus positive Entwicklung.

Neu ist hingegen der Koop-Modus. Darin kann man gemeinsam mit einem Freund Spezialmissionen absolvieren – das ist sehr unterhaltsam.

Fazit

Modern Warfare 2 ist für mich bisher das Spiel des Jahres. Das liegt aber nicht daran, dass es so unglaublich gut ist. Es gab dieses Jahr bisher einfach keine besseren Spiele. Das könnte sich die nächsten Wochen und Monate jedoch ändern, wenn Assassins Creed 2, Splintercell 5 und Max Payne 3 erscheinen. Trotzdem muss man kein Hellseher sein, um prophezeien zu können, dass Teil 6 der Call-of-Duty-Reihe ähnlich erfolgreich wird wie der vierte (den fünften lassen wir mal außer Acht). Das Game ist nämlich kurzweilig, abwechslungsreich, detailverliebt und interessant. Ein Muss für jeden Shooter-Fan! [Maxim Roubintchik]

Tolle Story.

Viele, viele Details.

Tolle Optik.

Gute Performance.

Teilweise zu wenig Spielfreiheit.

Geschichte teilweise lieblos in Zwischensequenzen erzählt oder nur als Audio.

Teilweise sehr, sehr schwer.

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  1. Jepp, war auch mit zufrieden. (SP)
    Sehr fesselndes Spiel, action am laufendem Band, kaum stellen zum ausruhen (von daher fand ich den Wechseln in den schwierigkeiten nicht so schlimm).
    Eine sehr extrem schwere Stelle fand ich war die Mission wo man in der Hütte den Computer beschützen soll bis alle Daten hochgeladen sind. So dermaßen viele Blendgranaten (die man weder hört noch angeflogen kommen sieht) waren etwas sehr unwahrscheinlich. Die Taktik der Angreifer war ebenfalls sehr Fragwürdig udn würde real bestimtm anders ausgesehen haben.

    Die Szene im Flughafen… well…sagen wir mal so, sie hat mich sehr gewundert. Was das sollte? Keine Ahnung.

    Ingesamt kommt man auf ca 4-6 Stunden dauerzocken.

    Vom der technischen Seite lief es bis auf einem absturz perfekt.. Die Ladezeiten nicht zu lang, die levels sehr schön detailiert, sehr flüssige darstellung und die KI war in Ordnung.

    Das man quasi an der Hand genommen wurde und nicht sehr viele alternative Lösungen verfolgen kann, ok, das war bei den Vorgängern auch schon so.
    Einzige Alternativen bestanden meistens darin alle Gegner die ankommen niederzumachen oder eben durch die Reihen der Gegner durchzubrechen (rennen).

  2. Wieso witz? Die vorherigen Teile von COD haben auch allesammt nicht wirklich mehr zeit benötigt. Wen wunderts also ernsthaft das dieser Teil auch so kurz ist?

  3. Also die Flugzeug Mission fand ich wirklich ekelhaft. Ich dachte mir, gut was soll einen denn schon groß schockieren bei einem Ab-18 spiel? Aber diese Mission hätte man auch anders lösen könne. Ich meine es gibt sicher auch besser Möglichkeiten einen Weltkrieg zu provozieren. Man hätte die Mission zb. als Polizist spielen können, der am Ende versagt und die Terroristen begehen dieses Verbrechen. Aber doch nicht der Spieler, der prinzipiell auf der guten Seite ist. Man spielt ja auch nicht freiwillig in einer Nazi fraktion, wenn man Cod 2 spielt….

    Sehr schwach von Infinity Ward. Besonders dass man Steam haben muss. Dabei gab es am Freitag schon gecrackte Versionen. Und der ehrliche Käufer ist wieder gearscht.

  4. Nunja, dafür hat der ehrliche Käufer aber nach dem durchzocken die möglichkeit das spiel wieder fast verlustfrei bei ebay zu verhökern ;)
    Und dabei gegen keinerlei Rechte verstoßen.

  5. gespielt… durchgespielt… der sp ist sein geld nicht wert…. und die szene im flughafen, ehrlich gesagt, ich bin nicht zart beseitet, aber sowas muss nicht sein…

  6. Nja ich seh den 6ten als als gelungene mischung an, die Handlung etwas zu lasch aufgepustet, aber das gameplay an sich is völlig ok. Die mission aufm Flughafen is vielleicht kontrovers diskutiert worden, aber man sieht auch dort nix was nicht in zig abwandlungen im free TV läuft, dort sterben auch menschen, zivilisten.

  7. @Gördi:
    verkaufen ist nicht, weil das DIng permanent an Dein STeamaccount verbunden ist.
    Gerade deswegen ist der Preis ne unverschämtheit.

  8. Also ich finde den Teil wirklich sehr gelungen. Guter Inhalt, aber an der Grafik sieht man, dass sich nicht viel entwickelt hat. Ich hab aber noch eine entscheidene Frage…

    Als ich des durchgespielt hab, hab ich ja den Sheppard „beseitigt“.
    Aber was ist jetzt mit Makarov. Der Typ lebt ja noch. Kommt dann
    wieder ne Fortsetzung.?????

  9. ICh habs für die xbox360 und es ist einfachnur geil die kampagne habe ichlocker auf veteran geschaft bin ein ziemlich abnormal guter spieler bei mw2deswegen hatte ich da keine probleme das einzige was stört sind die server die manchmal versagen entweder landet mann in einer völlig anderen lobby und wird von seiner gruppe getrennt oder die verbindung im spiel ist schlecht aber sonst kann man nichts sagen das spiel ist das beste game 2009 und ich glaube das wird keiner mehr topen…das game ging in 24std für pc xbox und ps3 fast 4.000.000 mal über die theke

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