Kurztest: Sony Ericsson Xperia X10

Wir haben uns immer gewundert, warum es rund um das Xperia X10 keinen riesen Hype gab. Schließlich hat es einen 1-GHz-Snapdragon-Prozessor, eine 8-Megapixel-Kamera und einen gewaltigen Bildschirm mit einer Auflösung von 854 x 480 Bildpunkten - dazu ein hübsches Interface. Jetzt wissen wir warum es keinen Hype gab.

Es liegt wohl an dem Handy. Irgendwie fehlt ihm das zündende Element. Diese emotionale Verbindung, die das Droid zum Beispiel hat. Das X10 ist vollkommen in Ordnung. Es macht seiner Hardware alle Ehre. Das Plastikgehäuse ist ganz ok: Knapp über der Grenze vor der man es als billig bezeichnen würde. Wenn man nicht gerade riesige Pranken hat, ist es fast zu groß. Aber, was soll man zum Design sagen, es fühlt sich einfach so unglaublich gewöhnlich an.

Der einzig ungewöhnliche Teil des Handys ist wohl der Bildschirm. Der ist nämlich 4 Zoll groß und hat eine Auflösung von 854 x 480 Bildpunkten. Dazu gibt es diese coole Kamera, die für ein Handy recht ungewöhnlich ist. Leider war auf dem Gerät eine Pre-Beta-Software vorinstalliert. Deswegen können wir keine richtige Bewertung abgeben, was die Anwendungen angeht. Auch lässt sich bislang noch nichts zum 1-GHz-Snapdragon-Prozessor sagen. Zwar ist das Gerät im Allgemeinen recht schnell, jedoch gab es einige Apps die hingen oder abgestürzt sind und sich nicht starten ließen.

Sony Ericsson hat in dem X10 die Oberfläche komplett verändert und sein Nexus-Interface eingebaut. Das ist sowas wie HTC Sense. Wenn ihr zum Beispiel eure Kontakte damit verwalten wollt, braucht ihr nicht das normale Android-Interface zu verwenden. Allerdings gibt es die Möglichkeit auf das gewöhnliche Android-OS mit seiner normalen Oberfläche zurückzugreifen. Das Einzige, dem man nicht entfliehen kann, ist das viele Blau. Es ist überall und einfach alles ist blau. Stellt euch das Windows Media Center auf einem Handy vor, dann habt ihr eine Vorstellung davon, wie das Ganze aussieht.

MediaScape ähnelt in der Tat sehr dem Media Center. Zum Beispiel die Art wie es deine Fotos anordnet und präsentiert. Das Gleiche gilt auch für Musik und Videos. TimeScape hingegen sollte bereits bekannt sein aus Geräten wie dem Dext. Alle Kontaktinformationen wie Facebook, E-Mails, Twitter, Fotos, SMS, Anrufen und was auch immer sind in einem einzigen Interface zusammengefasst. So hat man schnell einen Überblick über Status-Updates und kann seine Bekannten über viele verschiedene Wege kontaktieren.

Unserer ersten Einschätzung nach, funktioniert das Nexus-Interface recht gut. Selbst auf den Vorserienmodellen. Es ist sehr einfach und übersichtlich und hebt sich deutlich von den anderen modifizierten Android-Oberflächen ab. Es gibt viele grelle Farben und Transparenz-Effekte. Es ist also ganz hübsch anzusehen. Manche Leute wollen vielleicht eine noch größere Anpassung des Android-Betriebssystems. Wir sehen zumindest keine Möglichkeit, wie Sony Ericsson Entwickler dazu bringen möchte Apps für Nexus zu programmieren. Das hier ist ein gutes Beispiel für Androids Potential in den Händen eines Handy-Herstellers, der Ahnung von dem hat, was er macht.

Das Xperia X10 ist kein Brüller wie das Droid es seiner Zeit war. Es ist nicht so, dass wir uns unbedingt darum reißen würden – noch nicht. Vielleicht braucht das X10 einfach nur noch ein bisschen Zeit. [Matt Buchanan/mr]

Tags :
  1. Seit es dieses dämliche Jesusphone gibt sehe ich die Reklameleute immer nur durch Plattencovers blättern oder in Gmaps nach „Pizza“ suchen. Das X10 ist keine Ausnahme, das klassische Pizzafon für gelangweilte Musikjunkies. Können die auch mal was nützliches? Realtimedaten als Widget, Funkuhrmodul oder wenigstens NTPsync oder whatever?
    NEIN, können die nicht – Plattencover und Pizza – klar das braucht man.
    Dabei war ich bis auf mein letztes Telefon durchaus begeistert von SE Geräten. Bis zu dem Zeitpunkt, als SE plötzlich UIQ3 eingestellt hat und ich auf einem P1i sass das immer lahmer wurde und kein Support mehr bekommt.
    Da rettet auch so eine Allerweltskiste wie das X10 nix mehr, die Firma/Marke ist durch.
    Der Artikel beschreibt es richtig – es ist ein Gerät völlig ohne Ambitionen.
    Lasst es liegen wie den ganzen anderen überteuerten Krempel.

  2. Also ich finde, es sieht sehr vielversprechend aus. Bleibt zu hoffen dass es trotz der guten hardware mit den ganzen animationen, spiegelungen, transparenzen nicht zu träge wird…

  3. also mehr sinnvolle sensoren fänd ich auch gut, aber ne funkuhr is definitiv nich der bringer, das teil synchronisiert doch mit dem netz.

  4. Sony Ericsson xperia x10 find ich eigentlich gut ich kauf es mir mal einfach

  5. Ihr Testbericht ist mehr als nur unprofesionell. Von einer Recherche keine Spur, Fakten nur lose ohne Begründungen. Einfach kein Text welcher zu diesem MegaPhone passt.
    Mein Review = Smartphone TOP, Redakteur FLOP

  6. Ich hatte das Handy in der Hand und es ist ein super Wekrzeug. Und nein, ein Handy ist ein Handy kein Liebhaber. Es soll gut bedienbar sein und alle Funktionen möglichst gut erfüllen. Wenn dann die Technik stimmt und das Gerät robust ist und lange hält wie das k750i etc. dann ist man zufrieden.

    Das Droid habe ich ein ein Klops empfunden. Und da entsteht die Beindung. Die einen hassens und die anderen liebens. Naja, das SE ist halt solide. Fine with me…

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising