Weihnachtsspecial: 06. Dezember – Opera Unite

Mit Unite vereinfacht der norwegische Browser-Hersteller Opera den Datenaustausch zwischen seinen Nutzern und schafft die Basis für zahlreiche neue Anwendungen.

Schneller Datenaustausch

Regelmäßigen Hörern unseres Podcasts dürfte schon aufgefallen sein, dass sich in der Redaktion ein paar treue Opera-Fans tummeln. Das hat seine Gründe, denn der norwegische Browser ist schnell und gefällt mit ausgefeilter Steuerung per Mausgesten oder Tastaturkürzel – je nachdem, ob man lieber klickt oder tippt. Zudem lässt man sich immer wieder Neues einfallen, um den Browser zu erweitern, was natürlich notwendig ist, da der Nutzer selbst anders als bei Firefox mit seinen unzähligen Addons wenig Möglichkeiten dazu hat.

In diesem Jahr führte man mit Opera Turbo eine clevere Komprimierungstechnologie ein, die das Datenvolumen verringerte und so vor allem für Handy-Nutzer das Surfen beschleunigte. Und mit Opera Unite entwickelte man eine neue Vernetzungstechnologie, die zwar nicht das Web revolutioniert, wie selbstbewusst behauptet, jedoch den Datenaustausch sehr vereinfacht. Statt sich mit verschiedenen Programmen herumzuschlagen, um Dateien auszutauschen, Bildergalerien online zu stellen oder Musik von einem anderen Rechner zu hören, kann man das alles mit dem Browser erledigen. Ohne große Konfigurationsarien – ein Account bei Opera genügt.

Sechs Anwendungen hat Unite standardmäßig an Bord:

File Sharing: dient dem Austausch beliebiger Dateien mit anderen Nutzern oder dem Zugriff auf eigene Dateien von einem anderen Rechner aus.

Photo Sharing: macht Urlaubsfotos und andere Bilder Freunden zugänglich, indem automatisch Galerien mit Thumbnails erstellt werden.

Media Player: erlaubt den Zugriff auf Songs der heimischen Musiksammlung, die sich an einem anderen Rechner einfach per Opera wiedergeben lassen.

Webserver: kann einen richtigen Webserver zwar nicht ersetzen, taugt aber dazu, mal schnell ein paar Seiten online zu stellen.

The Lounge: ist einfach nur der Chat.

Fridge: ist die virtuelle Kühlschranktür, an der man Freunden mit virtuellen Klebezetteln Nachrichten hinterlassen kann.

Zudem können Entwickler weitere Anwendungen für Opera Unite bereitstellen, und einige haben das auch bereits getan. So gibt es schon kleine Programme für die Synchronisation von Dokumenten, das Planen von Besprechungen oder den Austausch von User Scripts. [Daniel Dubsky]

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  1. Sorry, aber seit der Anklage gegen Microsoft ist Opera bei mir unten durch.

    Meiner Meinung nach hat Microsoft sehrwohl das Recht IHRE Programme in IHRER Software anzubieten und die Monopolstellung kommt ja nicht von ungefähr und ist KEINESWEGS unantastbar, wie Mozilla Firefox in den letzten Jahren wohl zu genüge bewiesen haben sollte. Jeder Verbraucher kann jederzeit umsteigen – es ist ja nicht so als würde MS die Homepage von Mozilla im Internet Explorer sperren lassen.

    Die Opera Leute konnten mit ihrem Produkt nicht überzeugen – zumindest nicht so viele wie sie vllt. gerne hätten – und anstatt mal darüber nach zu denken und ihr Produkt anzupassen, mussten sie natürlich wie kleine Mädchen direkt MS anklagen – Klar, Schuld sind immer die Anderen!

    Dass es auch anders geht hat ja wie schon gesagt Mozilla mit Firefox bewiesen. Zweit größter Marktanteil innerhalb von wenigen Jahren – und hat somit sogar MS gezwungen IE zu verbessern. Dann lieber Windows ganz ohne Brwoser ausliefern, oder MS dazu zwingen ein minderwertiges Produkt (Kundenmeinung!) mit zu bringen, wenns nach Opera geht.

    Marktverzerrung, pff – Pussies sind das, die von Opera.
    Es steht Opera immerhin auch frei ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln mit eigenm Browser darin.

    Bald kommt jeder Hersteller von Defrag Software (MS Defrag), PC-Mathe-Software (MS calc), Anti Viren Software (MS Defender), Office Software (MS WordPad) etc. und ruft Wettbewerbsverzerrung,

  2. @Robert: Und sind sie mit der Klage durchgekommen? Ja. Du unterstützt also MicroSofts rechtswidriges Verhalten, oder heißt es gut?

    Zum Thema: Opera einen Browser zu nennen ist Understatement. Mail/IRC-Chat/Webserver/Torrentclient/Notepad ist eher eine Websuite.

  3. Ich bin seit 5 Jahren treuer Operanutzer und Opera ist das erste Programm, dass ich auf eine neue Kiste installiere. Ohne Opera Mail und den Mausgesten geht es einfach nicht mehr. Soweit ich mich errinern kann, war Opera der erste Browser mit Tabs und hat damit so einiges revolutioniert. Opera ist meines Wissens nach auch der einzige Browser der zb 100% auf den JavaScript ACID-Test hat. Er hat auch nahtlos eingebaute Implementierungen von IRC-Client bis Torrentclient und ist auch ohne zigtausend Plugins einfach unschlagbar.

    Ich kann mich nicht errinern dass Opera jemals ein „minderwertiger“ Browser gewesen sein könnte. Seit Jahren schon ein Geheimtipp aber niemals minderwertig. Und wie schon ein Kollege vorher berichtigt hat, war Mozilla auch beteiligt weil es sich um eine Rechtswidrigkeit handelt.

  4. Mhmm das mit der Browserwahl sehe ich ähnlich wie Robert. Finde es nicht schlimm, wenn IE bzw. WE vorinstalliert ist – der halbwegs versierte Nutzer installiert sich eh einen Alternativbrowser, und so schlecht (v.a. Sicherheit, Standards) wie z.B. IE5 und IE6 noch waren ist der Explorer nicht mehr. (Ich sage nicht, dass er gut ist.)

    Opera ist seit vielen Jahren der interessanteste Browser auf dem Markt, allerdings eher was für technikversierte Nutzer, hab ich den Eindruck. Für den „Normaluser“ würde ich wohl auch Firefox mit seinen vielen z.T. sehr nützlichen Plugins empfehlen, vor allem da es hin und wieder Seiten gibt, die sich nicht an Standards halten und mit Opera Probleme machen – während unsereins hier einfach z.B. die Browserkennung für die jeweilige Site ändert, wäre der Normaluser hier überfordert. Ich finde es also nicht schlimm, das Opera ein Nischendasein führt. Fände es eher schade, wenn er an „Normaluser“ angepasst würde. (Manche Sachen sind in Opera einfach komplizierter – wenn auch fast immer besser.)

    Ehm worum gings eigentlich? Ach ja, Opera Unite. Sehr schönes Feature. Funktioniert seit der neuen Alpha super, aber ich persönlich brauch es nicht und fand auch nicht, dass Opera ohne Unite schlechter war. Bin gespannt was daraus wird.

  5. Doofe Frage: Warum wurde eigentlich nicht auch Apple verklagt? Die liefern auch nur Safari aus.
    Ich finde auch, dass es nicht illegal sein kann, wenn nur ein Browser mitgeliefert wird. Sonst muessten sie ja auch mehrere Taschenrechner, Systemsteuerungen, etc mitliefern. Kann mir mal einer erklaeren, was jetzt daran rechtswidrig war?

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