Freescale Smartbook: Tablet für jedermann für 199 Dollar

Freescale liefert den Chip, der den Kindle und 70 Prozent aller E-Book-Reader auf dem Markt antreibt. Jetzt hat der Hersteller ein eigenes 7-Zoll-Tablet als Referenzdesign entwickelt, das die Grundlage für viele Internet-Tablets werden dürfte. Und sie ließen sich für 199 Dollar bauen.

Okay, die Zahl ist möglicherweise irreführend. Die erwünschten Nachahmer könnten Tablets auf Basis des Referenzdesigns für 199 Dollar fertigen – was sie im Laden kosten und welche Anpassungen nötig sind, steht auf einem anderen Blatt. Laut Freescale soll die Referenz andere Hersteller in die Lage versetzen, eigene Varianten in sechs Monaten zu entwickeln und marktreif zu produzieren.

Das Referenzdesign ist ziemlich viel versprechend. Es sieht einen ARM-Prozessor, 512 MByte RAM, 4 bis 64 GByte eingebauten Speicherplatz, einen Micro-SD-Slot, WLAN nach 802.11b/g/n, Bluetooth 2.1, GPS, USB, Audio-Anschlüsse, Lautsprecher, Mikrofon, 3-Megapixel-Webcam, einen 1900-mAh-Akku, einen Lichtsensor, einen Beschleunigungsmesser, optional auch ein 3G-Modem und unglücklicherweise einen resistiven 7-Zoll-Touchscreen vor. Letzterer vermutlich, um den Preis unter die 200-Dollar-Marke zu drücken, statt bei 250 Dollar zu landen. Jedenfalls sofern die 200 Dollar wirklich mit allen genannten Features zu erreichen sind und nicht nur mit einer Basisausstattung.

Als Betriebssystem kommt ein angepasstes Debian-Linux zum Einsatz, aber das Tablet wird vom User weitgehend Browser-basiert bedient. Das ergibt Sinn, da mit einem solchen Gerät vor allem im Web gesurft wird und multimediale Inhalte konsumiert werden. Ein ähnliches Konzept verfolgt auch das JooJoo. Freescale bietet außerdem ein interessantes Tastatur-Dock für 50 Dollar für Anwender, die mehr als nur ein paar Zeilen tippen wollen.

Unterm Strich hat Freescale mit dem Smartbook ein sehr spannendes Design vorgelegt, das nur noch die richtigen OEM-Partner aufgreifen und für 200 Dollar auf den Markt bringen müssen. Tablets könnten sich endlich durchsetzen und eine Lücke zwischen Smartphones und Netbooks besetzen. [Jacqueline Pohl]

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  1. Dieses Gadget macht auf dem Bild einen wirklich tollen Eindruck und es klingt einfach alles recht interessant. Ich bin wirklich gespannt, ob sich sowas auf dauer durchsetzen wird, oder ob es überhaupt auf den deutschen Markt kommen wird?

  2. Ernüchternd, dass Hersteller also für 300€ ein Gerät mit Ubuntu anbieten könnten, das mehr kann als das $880-Spitzenmodell von Apple’s neuem Spielzeug.

  3. Wer braucht eigentlich ein Pad?
    Diese Frage stellst Du zurecht. Weil es modern war habe ich mir aucgh gleich das I-Pad geholt. Wirklich gebraucht habe ich es nur ein Mal im Urlaub. Jetzt liegt es nur noch im Büro rum

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