Test: Palm Pre Plus

Überraschung: Auf der CES hat Palm eine neue Version seines Pres vorgestellt. Das Ganze nennt sich Pre Plus. Keine Angst, falls ihr bereits Besitzer des Vorgängers seid: Im Grunde ist das hier nämlich das gleiche Smartphone und wir haben es für euch getestet.

Natürlich gibt es einige Veränderungen in der Hardware des Gerätes: Mehr Arbeitsspeicher und Speicherplatz zum Beispiel. Aber im Grunde ist das hier das gleiche Handy.

Was hat sich an der Hardware verändert?

Die drei wohl auffälligsten Dinge sind der fehlende Start-Knopf auf der Vorderseite, die matte Rückseite, mit der man das Handy induktiv laden kann, und eine leicht verbesserte Tastatur.

Durch das Pixi ist Palm wohl aufgefallen, dass ein Button auf der Vorderseite unnötig ist und die den Look der Frontpartie zerstört. Also hat der Hersteller den Knopf einfach durch eine berührungsempfindliche Fläche ersetzt. So hätte das Pre von Anfang an sein müssen. Der neue Touch-Button funktioniert gut und schon nach ein paar Minuten vermisst man kaum noch den alten Hardware-Knopf. So als würde man keinen sechsten Zeh vermissen, den man niemals hatte.

Palm_Pre_Plus_Test

Die Tastatur wurde ebenfalls überarbeitet. Sie ist jetzt viel härter und hat ein mehr haptisches Feedback, wenn man auf eine Taste drückt – wohl eine andere Lektion, die man aus dem Pixi gelernt hat. Man schreibt viel schneller und genauer als mit den Keys des normalen Palm Pre. Trotzdem stehen sie nicht weiter heraus und das Layout bleibt das Gleiche.

Die induktive Ladeschale für den Touchstone ist beim Pre Plus nun Standard. Das entsprechende Ladegerät muss man nachwievor zusätzlich kaufen. Dafür spart man sich jedoch die zusätzliche Ladeschale und der Preis wurde reduziert. Eine weitere Rechtfertigung es zu kaufen. Selbst wenn man sein Handy nicht kabellos aufladen möchte, hat die neue Rückseite einige Vorteile: Sie ist matt, sieht viel hochwertiger aus und ist weniger empfindlich für Fingerabdrücke.

Der Rest ist unverändert

Die Kante, mit der man Käse schneiden kann, ist immernoch da. Die Form ist die gleiche und Kamera, Prozessor sowie Auflösung und Größe des Bildschirms sind unverändert. Zum Glück hat sich aber auch an der Software nichts geändert.

Palm_Pre_Plus_Test

Wie ist die Leistung im Vergleich zum Original?

Beide Geräte brauchen ungefähr zwei Minuten zum Hochfahren – wenn man sie nebeneinander legt. Egal ob man auf Webseiten surft, Musik hört, oder E-Mails beantwortet – man wird keinen Unterschied zwischen den Geräten erkennen. Trotzdem gibt es einen kleinen Unterschied, wenn man sehr viele Anwendungen gleichzeitig geöffnet hat.

Der zusätzliche Arbeitsspeicher wird erst dann eingesetzt, wenn man mehr als 10 Anwendungen gleichzeitig offen hat. Etwas, was man normalerweise nicht tun würde, außer man ist extrem gelangweilt, sehr vergesslich oder sehr faul. Wenn man all diese Apps offen hat, ist der normale Pre etwa fünf bis zehn Sekunden langsamer beim Öffnen einer neuen Anwendung als der Plus. Diese Verbesserung mag für manche ganz praktisch sein, zeigt uns jedoch auch, wie gut bereits das normale Pre mit dem Arbeitsspeicher umgeht. Wenn alle Anwendung bereits geöffnet sind, gibt es keinen großen Unterschied. Einzig das Hin- und Herwechseln geht dann etwas schneller.

Palm_Pre_Plus_Test

Mobile Hotspots

Das normale Palm Pre konnte kein Internet-Tethering: Das bedeutet, dass man seine 3G-Verbindung als Internet-Zugang für andere Geräte wie Notebooks und Co. freigibt. Die können sich dann über WLAN einloggen. Das Plus hat dafür eigenes eine spezielle App. Man braucht diese nur zu starten und ein Passwort festzulegen. Schon kann es losgehen.

Das Verizon-Netzwerk, mit dem wir es in den USA getestet haben, ist zwar nicht das schnellste, macht aber einen guten Job. Außerdem kann ein mobiler WLAN-Zugang dir in manchen Situationen das Leben retten.

Darum heißt es wohl »Plus«

Man kann dieses Gerät nicht als eine neue Pre-Serie bezeichnen oder sogar Pre 2. Das Plus wurde in einigen Punkten verbessert, ist aber im Grunde nachwievor das gleiche Handy, das wir bereits seit vielen Monaten kennen. Der erweiterte Speicher wird nur jenen auffallen, die sich nicht mit weniger als 10 offenen Fenstern zufriedengeben und die verbesserte Tastatur ist nur für die interessant, die ein Problem mit der bisherigen hatten. Also ja, es gibt einen Grund, warum es Plus heißt.

Mit dieser Strategie kann Palm sicherlich etwas mehr aus der ursprünglichen Web-OS-Investition herauskratzen und damit die Produktion eines völlig neuen Handys finanzieren. Dieses wird künftig schließlich mit dem Nexus One und dem kommenden iPhone 4G mithalten müssen. Damit bleibt Palm weiterhin wettbewerbsfähig.

Preis

Das Palm Pre Plus soll in den USA mit einem 2-Jahres-Vertrag für 150 Dollar (106 Euro) über den Ladentisch gehen.

Die 3G-Hotspot-Funktion kostet extra – je nachdem wieviel man damit surft. Wir können davon ausgehen, dass man als Pre- oder Pixi-Plus-Besitzer auch in Deutschland für diese Funktion zusätzlich zahlen muss.

Palm_Pre_Plus_Test

Fazit

Um es kurz zu machen: Wenn ihr das Pre nicht mochtet, dann werdet ihr auch das Pre Plus nicht mögen. Wenn ihr ein Pre besitzt, dann gibt es praktisch keinen Grund das Plus zu kaufen. Wenn ihr gerade mit dem Gedanken spielt ein Pre zu kaufen, wartet lieber auf das Plus. [Jason Chen/Maxim Roubintchik]

Mehr Arbeitsspeicher – etwas bessere Performance, die man aber kaum bemerkt.

Bessere Tastatur.

Hotspot Tethering.

WebOS ist nachwievor ein gutes Betriebssystem.

Zu wenig Apps.

Im Grunde das gleiche Handy.

Hotspot-Funktion ist ziemlich teuer.

Tags :
  1. Ich spiele mit dem Gedanken mir ein Pre zu zulegen, da warte ich dann lieber auf das Pre Plus. Bleibt nur die Frage wann es in Deutschland erscheint. Ich es dauert nicht mehr all zu lange.

  2. Nur zur Info, das Tethering ist auch mit dem normalen Palm Pre mmöglich und kostet (zummindest bei O2!) auch nicht mehr! Mit dem Pre kann man also als mobiles Wlanmodem benutzen und einfach überall ins Internet mit nem Laptop.

  3. na gut…
    ich finde das das alte pre(hab ich) besser aussieht…
    vielleicht hätten sie dafür den bildschirm größer machen sollen
    na ja

    bitte n poaar komments auf meine website
    und ruhig weiterempfehlen…

    danke leute

  4. Ich bin Besitzer eines PalmPres und ich finde das Handy eigentlich super gut.
    Kenne keine bessere Handysoftware.
    Ausserdem läuft bis auf den Mp3 Player alles super flüssig.
    Wenn der Ram sich erst ab 10Anwendungen „einschaltet“ bringt er mir eh praktisch nichts.
    Werde das normale behalten.

  5. Kann auch nur bestätigen das die Tetheringfunktion beim Palm Pre funktioniert. Dieses ist durch ein App möglich und einfach zu bedienen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising