Google mischt eBook Streit auf

Googles eBook-Vision sieht so aus: Lesern erlauben Kopien auszudrucken, Teile auszuschneiden und einzufügen und den Verlagen 63 Prozent von den Einkünften zahlen. Die Verlage erwidern: Das kann sich Google an den Hut stecken!

Es stimmt, Google hat sich nun entschlossen, ebenfalls einen eBook-Laden zu eröffnen. Er soll “Google Editions“ heißen. Die Idee geistert bei Google schone eine Weile herum. Menschen sollen Bücher auf jedem Gerät lesen können, das einen Internetanschluß hat.

Nun, da Apple und Amazon sich über Verlage und deren Bücher streiten, sind Verlage plötzlich sehr begehrt und haben eine echte Verhandlungsmacht. Das hat mitunter wundersame Effekte, zum Beispiel einen Informationsmonolithen wie Google tatsächlich in die Knie zu zwingen. Aktuelles Ergebnis: Es wird keine Möglichkeit zum Ausdrucken, Auschneiden und Einfügen geben. Und 70 Prozent, wie das, was Apple und Amazon nun anbieten, scheint für Google ausreichend attraktiv zu sein. Ein weiterer Punkt, in dem Google überraschenderweise nachgab, ist die Suchbarkeit. Bisher war es geplant, dass bis zu zwanzig Prozent eines Buches im Laden mittels der Suchfunktion durchsuchbar sein solten, aber dass erschien einigen der Verlagsgeschäftsführer nicht koscher und so haben sie sich gegen die Suchfunktion entschieden.

Google hat wie bereits erwähnt die Absicht jedem, der mittels eines Bildschirms ein Buch lesen will die Möglichkeit zu bieten es zu tun und zwar nicht unbedingt mit einem extra Lesegerät sondern einfach mit jedem Gerät mit Bildschirm und Internetanschluß. Das könnte Dinge noch mehr in Bewegung bringen, als sie es ohnehin schon sind. Schließlich ist ein Chrome OS Tablet mit einem eBook-Laden etwas interessanter als der teurere iPad-Rivale.

Verlage sollten ihre Aufmerksamkeit und Macht genießen, so lange sie sie haben – denn diese Tage sind hoffentlich bald gezählt. [Matt Buchanan/Elisabeth Karsten/mr]

[via New York Times]

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  1. Sag mal das gibts doch nicht. Ist in den letzten Tagen irgendein Flamebot von der Konkurrenz bei euch unterwegs, der sich automatisch über jeden eurer Beiträge immer unter einem anderen dämlichen Zufallsnamen beschwert? Das ja furchtbar mit den ganzen stupiden Kommentaren in letzter Zeit.

  2. Was soll das heissen,, sind hoffentlich bald gezaehlt? Die Tage, in denen Autoren noch verdienen, sollen bald gezaehlt sein? Kunst, mit der man verdienen kann…?

  3. es geht wohl eher darum das die Verlage sich im Moment eher komisch anstellen und jedem alles diktieren wollen.

    Ich bin übrigens „für“ einen wesentlich niedrigeren E-Book Preis im Gegensatz zu den normalen Büchern, aber das nur bei gleichbleibenden Verdienst für die Autoren.

    Die verlage sollten die eingesparten Kosten für Herstellung, Lagerung, Transport und Regalmeter weitergeben. Nichts anderes wird verlangt.

    Ich habe jedoch im Moment das Gefühl das die Verlage das große Geschäft „nur“ für Sich wittern.

    Es ist außerdem ein Unding warum es noch nicht mehr deutsche E-Books gibt, nahezu jedes aktuelle Buch liegt in Digitaler Form vor und in ein Epub umwandeln und mit DRM versehen kann jeder Kleingeist. Hier zeigt sich ebenfalls das die Verlage Momentan bewusst die Hand drauf halten.

    was ich in dieser ganzen Verlags Diskussion Ausserdem Vermisse ist die Aussage der Verlage das sie Ihre E-Books für alle Platformen anbieten. Ich möchte nicht auf bücher verzichten müssen nur weil ich kein Kindle oder kein iPad oder kein Sony besitze…

    weiß da jemand näheres?

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