Das iPad kostet Apple nicht mehr als 229,35 Dollar

Das 500 Dollar teure iPad mit 16GB Speicher, das nur mit WiFi ins Internet kann, kostet Apple in der Herstellung weniger als die Hälfte, wenn man einer Aufstellung von iSupply Glauben schenken darf. Am 64GB 3G iPad verdient Apple sogar fast 500 Dollar.

Die nachfolgende Grafik zeigt, wie sich diese Rechnung zusammensetzt:

500x_appleipadcostbreakdown

Zweifellos wird es ein Update dieser Rechnung geben, sobald iSuppli und andere ein reales Gerät zur Verfügung haben, aber die erwarteten Gewinnmargen sind doch recht beeindruckend, besonders bei den größeren Modellen. iSuppli macht auch deutlich, dass die 64 GB version des iPad in der Herstellung nur etwa 30 Dollar mehr kostet als die 16 GB Gegenstücke. Dennoch ist der Endverkaufspreis rund 100 Dollar höher – ein eindeutiger Hinweis wo im Markt der Honigtopf erwartet wird.

Müssen wir jetzt noch erklären, warum Apple so bereitwillig Flexibilität beim Preis bekundet hat? [Brian Barrett/Gerti Windhuber]

Weitere Details zu diesem Thema gibt es bei unseren Kollegen von der PC Professionell.

[via iSuppli]

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  1. Ich bin i.a. kein Fan von Apples Wolkenkuckucksheim-Preispolitik, aber das da oben sieht mir sehr nach Milchmädchenrechnung aus. Hallo Entwicklungskosten? Für das Teil hat Apple einen komplett neuen Prozessor nebst Chipset entwickelt, das dürfte schon einen beachtlichen Haufen Geriebenes verschlungen haben, der nirgendwo in der Rechnung auftaucht.

  2. Ich glaube, wenn man eine solche Rechnung aufmacht, könnte man auch andere Anbieter von Hardware unter die Lupe nehmen. Dabei würde man wahrscheinlich feststellen, dass diese ähnlich Gewinnmargen wie Apple haben.

    Richtigerweise hat Atari-Mike eingeworfen, dass es ja noch Punkte wie Entwicklungskosten gibt, die zur Ermittelung des Gewinns herangezogen werden müssen.

    Und schlußendlich ist es ja nicht schlimm, dass Apple viel Gewinn machen will. Solange Leute bereit sind, soviel Geld für ein Tablet-Gerät auszugeben, ist doch alles okay.

  3. Die üblichen Einkaufspreise für so gut wie alle Waren liegen doch bei ca. 50% der unverbindlichen Preisempfehlung, oder nicht? Wenn zu den Herstellungskosten dann auch noch Speditionskosen und Zölle dazukommen, kann man denen meiner Meinung nach gar nichts vorwerfen.

  4. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Was für eine Milchmädchenrechnung!
    Das ist wie wenn ich mich hinstelle und sage, die Materialkosten für dieses Wiezenbier liegen bei 6 cent aber ihr verkauft das für 3€ !?!?!

  5. Agree zur Milchmädchenrechnung.

    Neben den schon genannten Kosten für Entwicklung, Fertigung und Logistik würde ich auch noch Punkt Marketing mit Anführen.

    Laut dieser Aufstellung bleiben für meine oben genannten Punkte gerade einmal 279 USD, und von diesen 279 USD muss das alles anteilig Bezahlt werden.
    Die Gewinnmarge für Apple ist zumindest bei dem kleinsten Gerät nicht wirklich so groß, schätze ich jetzt mal.

  6. Ich stimme zu das sind sicherlich nicht die finalen Kosten.

    Allerdings wenn die preispanne zwischen mit und ohne 3G von nur 26 $ stimmt frage ich mich wie Apple den aufpreis von 130 $ rechtfertigt?!

    Nun ja wenn ja vermute ich das wurde gemacht um den Vertragsgebundenen Absatz mit einem Mobile Opperator zu fördern.

    (Oder muss Apple noch Patent Lizensen an Nokia & Co für 3G zahlen)

  7. Ich finde da fehlt auch noch das Betriebssystem immerhin sitzen daran auch leute für Anpassungen Updates etc. Die müssen auch bezahlt werden. Ausserdem warum baut iSupply dann nicht so ein billig ding ;) und wieviel kohle wollte MSi und so machen wenn die bei den Preisen ungerne mithalten wollen??? Hauptsache auf Apple rumhacken :)

  8. Wenn sie nur 50% Aufschlag haben, würde sich das Tablet gar nicht rechnen.

    Man muss zu den Kosten wie oben erwähnt folgendes hinzu rechnen:
    -Entwicklung
    -Marketing
    -Personal
    -Zölle
    -Transportkosten
    -Steuern!

    Dann kommt auch noch die Marge des Händlers hinzu. Wenn ein Apple Reseller mit Ladenlokal ein Tablet verkauft, muss diese ja auch Miete, Steuern, Nebenkosten, Versicherungen etc zahlen.

    Solch eine Rechnung ist doch einfach nur Mist, wenn man nicht auf die Hintergründe hindeutet.

    p.s: Es gibt Branchen, in denen 1000% Aufschlag vom Werk bis zum Endkunden normal sind.

  9. Naja liebe Apple Kunden – wollt ihr denn nicht freiwillig eine extra Spende abdrücken, damit Steve&Freunde nicht bei Wasser&Brot&Äpfel ihr altruistisches Dasein schmachten müssen?

    Ist es nicht beeindruckend wie gut diese Apple-Marketing-Brainwash schon funktioniert? Sogar wenn man schwarz auf weiß vor die Nase gesetzt bekommt, wie man ausgenommen wird, kommen (wie oben zu lesen ist) entschuldigende Erklärungen, um die Illusion ja weiter aufrecht zu erhalten, es hätte alles einen tieferen Sinn… Schaut so aus, als ob man mit dem Abfall von Apple-Glauben auch den eigenen Selbstwert und den eingebildeten gesellschaftlichen Status mit zu verlieren hätte.

    Ja – das hier ist Apple-Bashing – und zu Recht!
    Der Himmel ist blau!

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