Google Buzz ist ein potentieller Verräter

Wenn man Google Buzz nutzt, dann bestückt der Dienst die persönliche Follower-Liste automatisch mit Nutzern, mit denen man zuvor per Google Mail kommuniziert hat. Die Follower erscheinen im öffentlich sichtbaren Google-Profil. Und so zählen wir die Stunden bis zur ersten Meldung vom Kaliber eines "Betrogener Ehemann kommt seiner Frau mit Hilfe von Google Buzz auf die Schliche".

Uns hat die Follower-Automatik von Anfang an nervös gemacht. Nicht wegen eventueller Affären. Sondern weil uns schleierhaft ist wie die Empfehlungen zustande kommen. Unter offensichtliche Treffer wie Arbeitskollegen und Freunde mischen sich regelmäßig solche Kontakte, an die man sich selbst kaum noch erinnern kann, so selten hat man ihnen gemailt.

Eine Ex-Freundin, die die Organisation des Jahrgangstreffens übernommen hat, eine Einladung mailt und von der Follower-Automatik ins Buzz-Profil übernommen wird – so etwas kann schnell zu falschen Verdächtigungen führen. Google, bitte reparieren! [John Herrman / Tim Kaufmann]

[Via Silicon Alley Insider]

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  1. Naja, wie Google schon sagte:
    “If you have something that you don’t want anyone to know, maybe you shouldn’t be doing it in the first place.”
    Google-Chef Eric Schmidt zur Datensammelwut von Google.
    Also, wenn Du Google nutzen moechtest solltest Du nicht tun, von dem Du nicht jedem erzaehlen moechtest.

  2. Wie bescheuert muss man heutzutage eigentlich noch sein, an solchen Diensten teilzunehmen? Alles, was man heutzutage im Netz sagt wird dort auf ewige Zeiten herumgeistern und irgendwann zum Stolperstein werden. Aber die Firmen haben es erkannt, Jugendliche wollen sich abgrenzen und Hip sein, da ist das Hirn auf Dauerdurchzug geschaltet. Und in 5 Jahren beim Vorstellungsgespräch: „Fräulein Schultze, haben Sie Ihr Alkoholproblem mittlerweile im Griff? Und glauben sie wirklich, wir könnten Ihnen mit Firmengeheimnissen vertrauen? Alles in allem scheinen sie doch besser als Pole-Dancer geeignet zu sein…

  3. @David: Meinst Du nicht es ist ein Unterschied, ob jemand sagt „Du kannst Deine Daten schuetzen, wenn Du willst.“ oder ob jemand sagt „Wenn Du nicht willst, dass wir wissen, was Du tust, dann mach es nicht.“ Was Facebook sich leistet ist nicht viel besser, aber Google ist eindeutig der schlimmste in diesem Markt.

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