Warner Music will Last.fm, Spotify und Konsorten boykottieren

Warner Music, eines der vier großen Musik-Labels, ist entsetzt darüber wie leicht Online-Nutzer gratis auf das hauseigene Repertoire zugreifen können. Und diesmal geht es nicht um Piraterie, sondern um legale, werbefinanzierte Angebote wie Last.fm und Spotify. Oh oh.

Warner-Vertreter Edgar Bronfman Junior erklärte gegenüber der BBC: „Kostenlose Musikangebot sind eindeutig nicht zum Vorteil der [Musik-] Industrie und werden, was Warner angeht, auch nicht lizenziert. Der Ansatz, der sich mit ‚Du bekommst alles gratis und vielleicht dankst Du es uns ja mit dem Kauf eines Premium-Zugangs‘ beschreiben lässt, ist nicht das Geschäftsmodell, das wir in der Zukunft unterstützen werden.“

Die Dienste, die Bronfmann Junior anspricht, sind in Wahrheit nicht gratis. Sie werden über Werbung refinanziert, die sich der Benutzer ansehen muss. Sieht man darüber mal hinweg, dann dürfte Warners Problem in erster Linie darin bestehen, das Last.fm und Konsorten über die Werbung deutlich weniger einspielen, als beispielsweise der Verkauf einer CD einbringt. Außerdem entwertet die – Werbung hin oder her – in den Augen vieler Nutzer „kostenlose“ Abgabe das Produkt.

Ob Warner aus laufenden Verträgen aussteigen oder einfach keine neuen mehr abschließen wird steht in den Sternen. [John Herrman / Tim Kaufmann]

[Via BBC]

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  1. LastFM ist für mich ein Medium über die ich neue Bands kennen lernen und dann deren CDs kaufe :-) Ich denke nicht, dass ich ohne LastFM genausoviel Musik gekauft hätte.

  2. Liegt wohl eher daran das man so leicht „Mitschneiden“ kann.

    ABER! Von Aktuellen Songs gibt es meist doch eh nur eine 30 sek Hörprobe.

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