Strom ohne Kabel? MIT macht´s möglich

Kabelloser Strom? Nichts Neues. Damit wird seit mindestens hundert Jahren experimentiert. Doch erst seit kurzem scheint eine Zukunft ohne Kabel möglich.

2007 hat das WiTricity Team vom MIT unter Leitung des Physikers Marin Soljacic eine 60 Watt Birne mit Hilfe einer Magnetspule zum Leuchten gebracht. Inzwischen hat das MIT Team gezeigt, dass es möglich ist, zwei Geräte kabellos mit Strom zu versorgen, wenn zwischen beiden eine Spule von einem Quadratmeter Größe liegt.
Die Reichweite zwischen Spule und Geräten war zwischen 1,6 und 2,7 Metern. Außerdem haben die Forscher festgestellt, dass beim Einsatz von zwei Geräten die Übertragungseffizienz um 10% größer war als bei nur einem Gerät. Es ist also denkbar, dass der Energieverlust umso geringer wird, je mehr Geräte mit einbezogen werden. Das US Magazin New Scientist erklärt: “Je mehr Geräte sich in Reichweite der Magnetspule befinden, umso mehr wird von ihrer ausgestrahlten Energie nutzbringend aufgefangen.“

Die aktuelle Endvision ist eine Magnetspule, die sich unter der Decke befindet und kabellos alle Geräte im Raum mit Strom versorgt. Doch ein aktuelles Problem ist noch die Entfernung. Wenn Geräte sich außerhalb von einer Reichweite von 1-2 Metern befinden, verringert sich die Signalstärke beträchtlich. Entsprechend müssen die Geräte dann mit Spezialantennen ausgestattet werden, um die Signalschwäche zu kompensieren – und genau daran arbeitett das MIT Team aktuell. [Jack Loftus/Elisabeth Karsten]

[via New Scientist]

Das Bild zeigt die drahtlose Technologie von Intel.

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  1. Macht Euch mal schlau, was ihr tagtäglich an kosmischer Strahlung und elektromagnetischer Strahlung aus z.B. Radiosendern abbekommt. Das ist auch nicht ohne und schadet anscheinend seit jahrzehnten, bzw. Jahrmillionen niemandem.

  2. Komisch, ich habe auch zuallererst an die Gefahren durch Strahlung gedacht, obwohl ich, ehrlich gesagt, keinen blassen Schimmer habe, wie schädlich solche Strahlungen eigentlich sind. Wird wohl die typisch deutsche Technik-Skepsis sein, gepaart mit der Panikmache durch die Medien, die auch denkende Menschen nicht ganz unbeeinflusst lässt. Mal ganz abgesehen von solchen Bedenken, würde ich es natürlich sehr begüßen, nicht mehr den allgegenwärtigen Kabelsalat in der Wohnung zu haben. Kabel sind hässliche, verknoten sich häufig, usw. Ich lege mich also vorsichtig fest darauf, dass ich diese Entwicklung gut finde. ;-)

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