Tablet PC-Krieg hat begonnen: Der Slate von HP will dem iPad das Wasser abgraben

Sogar Apple-Hasser müssen neidlos anerkennen, dass das Unternehmen den Ton angibt. Wie das Wall Street Journal berichtet, hat HP zwar sein Tablet-PC Slate zuerst vorgestellt, wartete dann aber auf das iPad, um Änderungen - zum Beispiel beim Preis, den sie unterbieten wollen - durchzuführen.

HP will das Windows 7 Slate für weniger als 630 US-Dollar anbieten. Große Schuhe, wenn man bedenkt, dass sogar Asus und MCI, die Meister der Preispolitik, kollektiv die Stirn in Falten gelegt hatten, weil der Preis des iPad geringer war als erwartet.

Und offensichtlich weicht Acer bereits das gegebene Versprechen wieder auf, nicht mit dem iPad in Konkurrenz treten zu wollen. Sumit Agnihotry, Marketing-Vizepräsident bei Acer, hat dem Wall Street Journal gegenüber geäußert, dass man an etwas zwischen Telefon und Laptop arbeite und dass „Acer plant, Geräte einzuführen, die möglicherweise dem iPad ähnlich sind.“ Und dann gibt es da ja noch Dell: das Unternehmen hat in einer Kundenbefragung herausgefunden, dass Nachfrage nach einem 5-Zoll-Gerät für die Internetnutzung besteht. Und darüber hinaus sollte man auch JooJoo oder Lenovo nicht vernachlässigen – und natürlich den Kindle!

Das wird ein ziemliches Durcheinander geben! [Matt Buchanan/Gerti Windhuber]

[WSJ]

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  1. Durcheinander bei Surf-Tablets, ja vielleicht.
    Bei Lesegeräte, nein eher nicht. Wer schon mal einen richtigen eReader mit eInk-Display in der Hand hatte weiß, dass das iPad dagegen nicht ankommt.
    Aber gut, das heißt ja leider noch gar nichts, man darf die kollektive Blödheit der Menschheit nicht vergessen – der iPod wurde ja schließlich auch trotz minderwertiger Audioqualität der Marktführer bei den MP3-Playern…

  2. „minderwertiger Audioqualität“ beim iPod? Komisch, bei so ziemlich allen Tests kommt der iPod eigentlich gute bis sehr gute Noten bei der Audioqualität bescheinigt. Möglicherweise liegt es ja auch an deinen Ohren und dem, was (nicht) dazwischen ist.

  3. Tatsache ist das in MP3 Player Test’s aber meistens andere Player gewinnen und nicht der iPod! Mindere Audio Qualität kann ich ihnen aber nicht bescheinigen, da Stimme ich dir zu.

    In der Aufzählung fehlt das ADAM von Notion Ink, eInk-Ebook und iPad in einem.
    Darauf hab ich gewartet.

    Das iPad ist für mich einfach mies, keine Cam, kein Karteleser … nichts… alles immer nur per Adapter darauf hab ich keine Lust. Auch nicht auf das Spiegel Display.

  4. Auf Grund von persönlichen Präferenzen, bevorzuge ich Produkte die mit Microsoft Betriebssystemen laufen, bzw. vertrieben werden. Trotz alledem, gibt es für beide Seiten, pro’s und contra’s. Dieser Hersteller, welcher zuerst Präsentiert, oder wessen Produkt den Markt zuerst erreicht, gibt scheinbar den Ton an. Jener Hersteller, wessen Produkt den Markt im Nachgang erreicht, hat die Möglichkeit, die Reaktionen des Marktes auf das Produkt dieses Herstellers abzuwarten und sein Produkt dementsprechend anzupassen. Letzteres ist, vermutlich, auch der Grund, weshalb Steve Ballmer bei seiner Keynote der diesjährigen CES, keine „detaillierten“ Informationen zum HP Slate bekannt gegeben hat. Microsoft und Hewlett Packard kündigten zwar als erste an, dass es einen originären Tablet-PC geben wird, stellen diesen dem Markt allerdings erst später zur Verfügung. Soweit es der Presse bekannt ist, soll es mindestens 40 Modelle des HP Slate geben, welche den 7-10″ Bereich abdecken sollen. Mehr oder weniger als drei, mindestens jedoch zwei, Modelle, mit unterschiedlichen Bildschirmdimensionen, welche dann ggf. „beliebig konfigurierbar“ sind. Wie oben beschrieben, ist es wahrscheinlich, dass andere Hersteller versuchen werden, Nieschen zu decken, bzw. zu erschließen. Zum Preiskampf kann ich nur auf einen Artikel im Focus verweisen, in welchem die Materialkosten des iPad von einem Wirtschaftsinstitut auf ca. 239€ geschätzt wurden. Sofern diese Angabe realistisch ist und abgesehen von Investitionen in Forschung und Entwicklung, scheint da noch ein wenig Luft für den Preiskampf zu sein.

  5. Es wird m.M. nach meist vergessen wodrauf es eigentlich doch ankommt:
    Die Mensch-Maschine-Verbindung.
    Der ganze Hardwarekram ist doch nebensächlich wenn sich das Gerät nicht intuitiv und einfach bedienen läßt.
    Dies läßt sich natürlich nur mit bestimmter Harware bewerkstelligen – aber Hardware alleine macht keinen gutes Gerät aus.
    Also abwarten und selbst testen bevor ich mir eine Meinung über ein Gerät erlaube welches ich noch nicht benutzt habe.

  6. Solange alle nur „versuchen“ Apple zu kopieren und/oder zu übertreffen ist für mich alles in ordnung. ^^
    Ich mag Apple, aber ich mag das Ipad nicht. In der aktuellen Konfiguration ohne Cam und Multitasking ist es erstmal unintressant. Ich warte einfach erstmal auf Version 2.0 die dann nächstes Jahr kommt. :)
    Wenn viele Apple nicht mögen, aber etwas kann man ihnen auch als „Hater“ zu gute halten finde ich. Sie haben mal wieder richtig schwung in den Markt gebracht.

  7. Wir als Techies würden uns vielleicht das iPAD nicht kaufen, aber es gibt Millionen von Menschen, die Einfachheit bevorzugen. Das iPad ist perfekt für meine Eltern, die wollen sich nicht darum kümmern, wie man was anschliesst oder etwas installiert. Es soll laufen, intuitiv und einfach. ein paar Bilder anschauen, eine App fürs Zeitungslesen, ein bisschen Musik hören, ein bisschen spielen…perfekt, das alles macht das ipad bereits in der jetzigen Version sehr gut. Für mich gibt es da noch einige Punkte, die mich stören, auch wenn ich privat einen Mac einsetze, neige ich immer zu dem Produkt, das meinen Bedürfnissen entspricht. Daher wird das iPAD 2.0 so wie das jetzige Iphone 3Gs erst eine Option für mich!!

  8. ich kann mich Apayd da eigentlich nur anschließen. Im Prinzip interessiert es die breite Käuferschicht eigentlich nicht, ob dieses Gerät die eine oder andere Funktion nicht besitzt, da es hauptsächlich um das Gerät an sich geht. Man möchte das Gerät leicht bedienen können und alle wichtigen Dinge damit erledigen können. Der Erfolg des iPhone hat eindeutig bewiesen, dass Funktionsumfang längst nicht alles ist und es hauptsächlich auf die Usability der Geräte ankommt.

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