Warum Apple Sex Apps verbietet: „Wir bekommen Beschwerden von Frauen“

Während der letzten paar Tage haben wir beobachtet, dass der App-Store stufenweise aufgeräumt wurde und alle erotischen Apps verschwunden sind. Apple-Leiter Phil Schiller erklärt, was passiert ist:

„Wir haben zunehmend Beschwerden von Frauen erhalten, die den Inhalt unzulässig und diskriminierend fanden. Sowie Eltern, die besorgt darüber sind, was ihre Kinder da zu sehen bekommen. Und da wir die Bedürfnisse der Kinder und ihrer Eltern sehr wichtig nehmen, haben wir hier reagiert“,

Interessant ist nur, dass Männer-Magazine wie Sports Illustrated’s oder FHM immer noch mit Apps im App-Store vertreten sind…

Als wir Phil Schiller damit konfrontieren erklärt er, dass sie jeweils Quelle und Zweck einer App überprüfen. „Der Unterschied bei diesen Apps ist, dass es sich hier um bekannte Zeitschriften mit bereits von vorher veröffentlichen Material handelt, welches für den Apple durchaus akzeptabel aufbereitet wurde.“

Was lernen wir also daraus? Solange also Eltern und Großeltern die Zeitschriftenmarke kennen, handelt es sich also um annehmbaren Inhalt. Oder müssen sich auch hier erst genug Mütter auch über diese Apps beschweren, bevor sie aus dem App Store verschwinden?

Das Traurige an der Sache ist, dass sich Apple früher nur auf die Nutzer ausgerichtet hat und sich immer gegen äußere Einflüsse gewehrt hat. Dabei wurde der Laden von einem Mann gegründet, der potentielle Arbeitnehmer im Vorstellungsgespräch danach fragt, wann sie ihre Jungfräulichkeit verloren haben. Heute haben wir ein Unternehmen, welches Baby-Musik in ihrer Werbung verwenden, als seien wir 10-Jährige, die noch nie das Wort „Fuck“ gehört geschweige denn, es auch je getan zu haben… Und dieses Unternehmen will uns jetzt auch vor Programmen schützen, die uns Brüste zeigen. Steve Jobs wiederum geht es offenbar um sein Vermächtnis und deshalb spricht er sich gegen Sex-Apps aus. [Kyle VanHemert / Florian Zettel]

[TechCrunch]

Tags :
  1. Ich finde, ihr lasst euch bei eurer Betrachtung zu sehr auf die amerikanische Sichtweise ein. Die Sache ist doch letztlich viel weitergehend, es geht um einen Kulturkampf zwischen USA und Europa. Hier werden uns US-amerikanische Moralvorstellungen aufgenötigt. Denn nach deutschen Maßstäben hat das ja nun wirklich nichts mit Jugendschutz zu tun. Wir reden schließlich von bekleideten Frauen! Sowas ist nach FSK-Maßstäben maximal ab 6 Jahren. Aber wenn man im Zusammenhang mit Frauen in Bikinis von „Sex Apps“ spricht, dann kann man auch gleich seine Darwin-Bücher verbrennen.

    Angesichts der Perspektive, dass mittels des iPads bald auch hierzulande die Buch- und Zeitschriftenveröffentlichung durch Apple genehmigt wird, sollte uns diese Ausweitung des „Bible Belts“ nach Deutschland aufrütteln. Wie bereitwillig man diese Wertverschiebung mitmacht, hat uns ja ausgerechnet Springer gezeigt. Denn die BILD-Zeitung wird bekanntlich als iPhone-App massiv zensiert (nicht nur nackte Brüste, sondern auch fast alle Fotos von der Haiti-Katastrophe!). Ich bin mal gespannt, wie das mit dem SPIEGEL weitergeht. Momentan sind die Fotos in der iPhone-App noch unzensiert.

  2. Naja wer sich diese Apps dan noch kauft ist selber schuld.

    P.S.
    Die besten Pornos kommen doch aus den Staaten !

    Aber in der öffentlichkeit sind die Amis doch sowas von Scheinheilig !

  3. Ohja ich fühl mich plötzlich nichtmehr so sexuell frühreif, jaa ich kann schon richtig merken wie fromm ich plötzlich werde… wow danke für den Schutz meiner Kindheit, Apple. Aber das war noch nich alles, jetz bekomm ich auch ein viiel besseres Gewissen da die armen Frauen nun nichtmehr zu solchen Bildern und Videos gezwungen werden (weil Frauen machen sowas nicht freiwillig,DISKRIMINIERUNG!!!!).
    Ich freue mich über den Verbot von sex-apps! SEX APPPS! SEX SEX SEX
    So und jetz erstma schöön die Kindersicherung fürs Internet anschalten!
    mfg

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising