Die Zukunft der NASA

Wie bereits angekündigt wurde, will die NASA im Jahr 2010 den Gürtel recht eng schnallen. Einige interessante Technologien und Projekte sind trotzdem in Arbeit: Aufblasbare Weltraumstationen, erste Schritte im Bereich des Weltraum-Tankens und neuartige, selbstständig arbeitende All-Fahrzeuge.

Aufblasbare Weltraumstationen stehen auf der NASA-Wunschliste ganz oben. Aus einem wichtigen Grunde: Sie sind billig. Dennoch sollte man sich vom Preis nicht täuschen lassen. Trotz des niedrigeren Preises, bieten die neuen Module mehr Platz bei gleichem Gewicht und ebenso viel Sicherheit wie die aktuellen Modelle. Ein Praxistest in Verbindung mit der ISS wäre ebenfalls möglich. Und: Erste private Firmen haben bereits mit der Entwicklung begonnen.

Die NASA plant außerdem, viele von Menschen ausgeführte Aufgaben im All künftig zu automatisieren und von eigenständig arbeitenden, unbemannten Raumfahrzeugen erledigen zu lassen. Größere Teile des Budgets sind hier vor allem für ein ferngesteuertes Dockingsystem und ein autonomes Präzisions-Lande- und Unfallvermeidungssystem eingeplant.

Und, wie jeder Amerikaner, den an der Zapfsäule der Schlag trifft, möchte auch die NASA in Zukunft Sprit sparen. Dies soll vor allem durch die Entwicklung einer neuen Betankungstechnik gefördert werden, die ein direktes Wiederauffüllen der Kraftstoffe im All ermöglicht. So könnte die Gebrauchsdauer der derzeitig existierenden Satelliten deutlich angehoben und Abbrüche von Missionen aufgrund von Treibstoffmangel vermieden werden.

Außerdem geplant ist die Gewinnung von Treibstoff aus Materialien, die auf dem Mond und dem Mars gefunden werden. Ziel ist es hier, möglichst nur noch die Hälfte des benötigten Kraftstoffes mit ins All nehmen zu müssen und den Rest dann vor Ort auffüllen zu können. Die NASA erhofft sich so signifikante Einsparungen im Bereich der interplanetaren Erkundungen.

Der neue Finanzplan der Weltraumbehörde enthält noch eine Reihe anderer interessanter Programme, von denen einige als Reaktion auf die Wirtschaftskrise zu werten sind, andere das langsame Erwachsenwerden der Automationstechnologie signalisieren. In jedem Falle kann ein 517 Seiten langer Regierungsbericht kaum spannender sein. [Stuart Fox / Florian Zettel]

[Popsci]

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