Unsere Handys zeigen es: Wir sind berechenbare Fußgänger

Eine Untersuchung über die Mobiltelefonposition von Personen, die im Durchschnitt alle zwei Stunden telefonieren, zeigt: 93 Prozent aller menschlichen Bewegungen sind vorhersehbar!

Die Studie, die letzte Woche in einem Wissenschaftsmagazin veröffentlich wurde, zeigt, dass egal wie weit Menschen reisen, sie tun es immer in einer vorhersehbaren Weise. So konnte man beispielsweise für Handy-Nutzer die sich in einem Radius von rund 10 Kilometern aufhielten, ihre Bewegungen mit einer Genauigkeit von 93 bis 97 Prozent vorhersagen. Als man den Radius erweitere, blieb die Genauigkeit bei 93 Prozent:

Es scheint mir logisch, da wir ja was Gewohnheiten angeht, ja fast ein wenig wie Tiere sind. Aber man kann doch nicht mit Hilfe von Mobilfunkdaten voraussagen, welche Bar zum Beispiel Hans alle zwei Tage besucht und wo Franz jede Woche sein leckeres Steak isst? Aber wie auch immer, diese Studie ist auf jedenfall für Städteplaner oder die Verkehrswesenplanung extrem hilfreich. Aber am meisten hilft sie eigentlich den Mobilfunkanbietern: Denn die können nun endlich gezielt ihre Breitband-Kapazität und den Netz-Empfang optimieren! [Jesus Diaz / Florian Zettel]

[Science via Ars Technica]

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  1. „mit einer Genauigkeit von 93 bis 97 Prozent hervorsagen

    wohl eher vorhersagen ;)

    Es hört sich aber echt witzig an wenn man sich den Satz laut vorliest…

  2. Verstehe ich jetzt was falsch oder sagt die Studie nur das der Mensch zu 93% das selbe tut was er immer tut? Dann ist das nämlich nichts besonderes und nutzt ja herzlich wenig weil es ja nicht hilft bei Neubauten mit neuen Bewohner zu sagen wo die nun ihr Handy nutzen sondern nur bei den alten die man kennt.

    Es nützt ja nicht nun bei einem neuen Stadt teil nun dort so zu bauen wie die Leute in einer anderen Stadt laufen, weil die Leute ja dort so laufen wie ihre Lieblings Plätze liegen, wenn man nun einen Park dahin baut wo woanders der Supermarkt ist werden die Leute ja nun auch net im Park landen wenn sie einkaufen wollen.

  3. Liegt sicher daran, dass die meisten Leute einfach morgens zur Arbeit gehen und abends nach Hause, in der Regel im selben Supermarkt wie immer einkaufen und ihre Freunde, die sie besuchen, auch nicht alle Nase lang umziehen. Finde ich insofern nicht überraschend. Aber gut, dass es eine Studie dazu gibt :)

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