Teenager vereinsamen durch TV- und PC-Konsum

Nun ist es also offiziell: Computer- und TV-Massenkonsum behindert bei Teenagern die Fähigkeit eine ernsthafte Beziehung zu anderen Menschen aufzubauen. Das hat jetzt eine Studie ergeben, die offensichtlich in Auftrag gegeben wurde, bevor dieser russische Junge uns mit Chatroulette beglückt hat.

Wahrscheinlich seid sogar ihr Teil dieser Debatte: Entweder ihr seid diese Teenager-TV-Zombies, die ständig von ihren Eltern daran erinnert werden müssen, auch mal im Garten zu spielen. Oder ihr diese Eltern, die versuchen ihre Kinder vom stundenlangen Internetsurfen abzuhalten. Doch in diesem Kampf wird wohl die Weisheit des Alters siegen.

Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe von Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine veröffentlicht und hat herausgefunden, dass mit jeder Stunde, die Teenager vor dem TV verbringen, die Wahrscheinlichkeit um vier Prozent steigt, dass sie sich von Freunden und Familie abkapseln. Im Klartext: Wenn Du 16 bist und vier Episoden von 24 nach der Schule schaust, hast Du 20 Prozent weniger Bock mit deinen Eltern abzuhängen.

Also ist es wahr, dass Kinder die am Bildschirm kleben für Emotionen, abgesehen von Emoticons, nicht zugänglich sind. Zum Glück hat Chatroulette, das in der Studie noch nicht berücktsichtig wurde, bei Teenagern ein völlig neues Interesse im Umgang mit anderen Menschen – und ihren Genitalien – geweckt. [Kyle VanHemert / Florian Zettel]

[PhysOrg]

Tags :
  1. OK, das ist mal wieder eine total nutzlose Studie, die jeder geistige Schrebergärtner mit nem Taschenrechner noch hinbekommen hätte…
    Lass ins das mal nachrechnen: Ein Schüler wird außer im Bus/Zug vor der Schule eher weniger mit Freunden abhängen, bleibt die Zeit nach der Schule. Also maximal von 14 Uhr bis 22 Uhr, ergo max. 8 Stunden, bei Gymnasiasten dank G12 sogar eher weniger, max. 5 Stunden. Wenn man davon 1 Stunde am Bildschirm sitzt, hat man 1 Stunde = 12.5 % weniger Zeit, mit Freunden rumzuhängen, also auch weniger 12.5% weniger Zeit, soziale Kompetenzen zu pflegen…
    Immer wieder faszinierend, was es doch für nutzlose akademische Forschungsgebiete gibt. Wenn man das ganze Geld, das durch diesen Blödsinn verschlungen wird spart, könnte man sogar locker den Griechen ihren Faulenzer-Lebenstil finanzieren oder bei uns mal die Straßen reparieren… *lol*

  2. Selbst wenn es so wäre, ist das ein problem, das sich innerhalb einer Generation erledigt. Wer nicht in persönlichen Kontakt mit dem anderen Geschlecht tritt, kann sich nicht vermehren und seine falsch gepolten Gene weitergeben ;-)

  3. @mhm: Das ist kein Junge auf dem Bild. Mit „diese[m] russische[n] Junge[n]“ ist der Entwickler von Chatroulette gemeint. Das Bild soll nur den Artikel in der Aussage unterstützen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising