„Road Train“-Autopilot spart Sprit und schafft Freizeit am Lenkrad

Als "Road Trains" (Straßenzüge) sind die großen Trucks bekannt, die mehrere Hänger quer durch Nordamerika ziehen. In dieser Tradition steht das "Road Train"-System der britischen Firma Ricardo, dank dem sich mehrere PKW elektronisch an einen LKW ankoppeln und von diesem führen lassen können.

Geschwindigkeit und Abstand werden dabei automatisch von der Elektronik geregelt. Im Windschatten des Führungsfahrzeugs sollen die nachfolgenden PKW bis zu 20 Prozent Treibstoff sparen. Zu den erhofften Wirkungen zählen außerdem eine bessere Ausnutzung von Straßenkapazitäten, weniger Staus und Unfälle. Außerdem entfällt die Notwendigkeit, das Auto zu lenken. Man kann dann also endlich ungefährdet simsen, twittern und telefonieren und kommt entspannter ans Ziel.

„Road Train“ befindet sich derzeit in einer dreijährigen Erprobungsphase. [Jack Loftus / Tim Kaufmann]

[Via BBC, Treehugger]

Tags :
  1. Na Klasse … ob sich da mal jemand Gedanken drüber gemacht hat das einen Gesetzlichen Mindestabstand gibt? Das lohnt sich doch nur wenn man max 1,5m Abstand hat…
    Wurde bei Galileo mal getestet ^^

  2. @ stoney: Wenn dieses Road-Train-System elektronisch geregelt wird, bräuchte man auch nicht mehr den aktuell vorgeschriebenen Mindestabstand. Und diese Vorgabe würde der Gesetzgeber für solche Systeme selbstverständlich anpassen, weil nicht mehr die Verzögerung durch die träge, menschliche Reaktionsgeschwindigkeit berücksichtigt werden müsste.

  3. Nur leider haben die verschiedenen Fahrzeuge der Kette auch unterschiedliche Bremswege, ja nach Gewicht, Bremssystem, Bereifung usw… also alles in meiner Sicht nicht unkritisch, und da haben wir noch nichts über Ausfallsicherheit gelesen. Einen Fail-Safe-Modus wird man da schwer hin bekommen.

    Nebenbei bemerkt sollten die Briten für Nordamerika geplante Produkte auch auf der richtigen Straßenseite fahren lassen… ;-)

  4. Echt eine schöne Idee aber wird wohl sehr schwer umzusetzen sein.
    Was passiert bei einem Unfall? Reagieren kann da niemand mehr.

    Ich fahr lieber aktiv Auto.
    Wer sich auf die Technik verlässt ist verlassen!

    Vielleicht kann man dann endlich in Ruhe Auto fahren ohne von Rentnern „erzogen“ zu werden…
    Aber bis so was kommst sind „klassische“ Autos sowieso schon verboten. Genau wie die Glühbirne…

  5. wenn alle gleichschnell fahren heißt das sie haben die relativgeschwindigkeit von Null. Bei einer Bremsung, mag die Trägheit des hinteren autos vllt etwas größer sein als die des vorderen, aber er wird trotzdem nur leicht anstoßen (um die differenz der Trägheitkraft (m2-m1)*a .Danach gibts zwichen den autos kein abstand mehr.

  6. Oh ja, ich wollte schon immer auf der Autobahn mit ~80 hinter einem LKW herfahren … da könnte ich auch jetzt schon ne Menge Sprit sparen.

  7. Die LKW mit mehren Anhängern, die man landläufig Road Train nennt, fahren in Australien, nicht aber, wie im Artikel behauptet, in Nordamerika.

  8. @hanfgnu2k: Zumindest in den USA gibt es für die Lkws auf Interstate Highways keine separaten Geschwindigkeitslimits (es gilt die gleiche zulässige Höchstgeschwindigkeit wie bei Pkw). Ausnahmen davon sind explizit ausgeschildert.
    Mir war bei der ersten Begegnung mit einem 25 m langen Stahl-Transporter auch nicht ganz wohl, als dieser mich mit knapp 120 km/h links überholte (rechts wäre auch erlaubt gewesen).

  9. Ganz tolle Idee, aber wie in aller Welt soll man dann noch auf die rechte Spur kommen wenn diese ohne jede Lücke dicht gemacht wird?
    Es ist ja heute schon oft schwierig genug sich innerhalb von 2km irgendwo zwischen die LKWs zu klemmen wenn man von der Autobahn runter will, aber mit diesem System geht es wohl nur noch geradeaus.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising