E-Book mit Vorlesefunktion

Neben der Fähigkeit die Bildschirmeinstellung (längs oder quer) fixieren zu können, liefert das iPad noch eine weitere, bisher unbekannte, Neuerung: nach Bedarf kann das iPad die eBooks laut vorlesen. Wenn wir uns an den Zirkus erinnern, den Kindles Ankündigung einer Text-mit-Stimme Funktion auslöste, dann scheint dies ein gewagter Schritt.

Das US Magazin Wired stellte dies fest, in seiner iBooks Rubrik unter dem Titel „Ändert Eure Lesegewohnheiten“. Apple erklärte, dass “iBooks mit VoiceOver funktionieren, so dass der Screenreader des iPads den Inhalt einer jeden Seite wieder geben kann.“ Auch wenn es sicher nicht die Lesegewohnheiten der meisten verändern wird, ist es doch eine maßgebliche Eigenschaft für sehbehinderte iPad User.

Aber die Autoren der eBooks sind gar nicht so scharf darauf, dass ihre Texte ohne ihre Erlaubnis laut gelesen werden. Denn aus ihrer Sicht ist dies ein zusätzlicher Nutzen für welche sie besondere Audio-Lizenzgebühren beanspruchen wollen. Diese Debatte wurde bereits durch den Kindle gestartet – und führte in Amerika zu einem häßlichen Kampf zwischen den Autorenverbänden und der nationalen Blindengesellschaft, was dazu führte, dass Amazon Autoren erlaubt, dies jeweils selbst zu entscheiden.

Selbst wenn Apple bereits die Erlaubnis von Verlagen und deren Autoren haben sollte, ihre eBooks hörbar zu machen – so ist doch im Prinzip jedes DRM-lose eBook mit Apples Software hörbar und damit Teil der von Autoren beanspruchten Zusatzleistung.

Vom rechtlichen Standpunkt aus ist das alles ein bißchen neblig. Einerseits gibt es schon länger die Möglichkeit mit Apples VoiceOver Programm – das schon auf dem iPhone läuft – jeden Bildschirmtext hörbar zu machen. Andererseits ist nicht anzunehmen, dass Autoren und die Hörbuchindustrie dieser Entwicklung tatenlos zusehen. [Kyle VanHemert/Elisabeth Karsten]

[via Wired]

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  1. die sollen nicht so nen zirkus darum machen, echte menschliche vorleser und „charakterstimmen“ wird ein software-prog niemals ersetzen können und die hersteller *schlechter* hörbücher schauen damit gerechtfertigter weise in die röhre ;-)

  2. das können doch andere e-ink reader schon lange, hört sich nur bescheiden an. Was ist daran neu außer das es „auch“ das Ipad kann… Apps gibts ja auch erst seit dem iphone… und nicht schon seit dem ersten Palm pda ;)

  3. Die hört sich mittlerweile sogar richtig gut an. ich habe das Programm Voice Reader von der Firma Linguatec angetestet. Allerdings die Studioversion. Hammerhart kann ich nur sagen. Pdf Skripte können damit in Hörbücher verwandelt werden. Die Vorlesestimmen achten auf Punkt, Komma, und alles was mittels Satzzeichen die Sprachnote hervorheben kann.

    Link http://www.linguatec.de/products/tts/voice_reader

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