Südkoreanische Wissenschaftler jagen Daten mit 10 Mbit/s durch einen Arm

Menschliche Haut eignet sich offensichtlich hervorragend, um Daten darüber zu übertragen. Bei einem kürzlich durchgeführten Experiment erreichten koreanische Wissenschaftler eine Geschwindigkeit von bis zu 10 MBit/s, was meine Internet-Verbindung ein bisschen schwächlich aussehen lässt.

Beim Experiment kamen kleine, flexible Elektroden zum Einsatz, die dreißig Zentimeter entfernt voneinander angebracht wurden. Anders als bei früheren Untersuchungen wurden die Metall-Elektroden mit einem mit Silizium angereicherten Polymer überzogen. Die Elektroden wurden dadurch so elastisch, dass sie sich ohne Probleme 700.000 mal in einem Winkel von 90 Grad biegen ließen. Die einzelne Elektrode hat einen Durchmesser, der beim dreifachen eines menschlichen Haares liegt.

Die Entdeckung könnte zu einer neuen Generation medizinischer Geräte führen, die zum Beispiel den Blutzuckerwert und andere Vitalwerte an den behandelnden Arzt übermitteln. Energieeinsparungen von bis zu 90 Prozent gegenüber konventionellen Geräten werden als möglich erachtet. [Tim Kaufmann]

[Via New Scientist]

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  1. Ganz alter Hut!

    Hat IBM und NTT und Frauenhofer schon in den frühen 90ern entwickelt, lief damals unter PAN (Personal Area network) HAN (Human Area Network) oder BAN (Body Area network).
    Als Patent hat es dann schließlich Micro$oft (wer sonst?) angemeldet.

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