Pentagon mit Kamera, die erzählt was sie sieht

Die DARPA macht dieser Tage mit einer neuen Kamera auf sich aufmerksam, die sich selbst steuert und vom Schlachtfeld berichtet. Diese Art visueller Intelligenz war bisher Menschen vorbehalten.

Die Forscher hoffen, dass die Kamera Aufnahmen ohne menschliche Schwächen wie Ermüdigung und Voreingenommenheit fertigt und so die Informationsqualität steigert. Dazu muss die Kamera Szenen nicht nur verarbeiten, sondern auch im jeweiligen Kontext interpretieren.

Wie auch immer das Vorhaben endet, so ist es doch eine Erinnerung daran, dass von Menschen aufgenommene Videos immer auch das Urteil des Filmenden wiedergeben. Wir entscheiden, wohin wir die Kamera richten und wohin nicht. Wenn wir etwas erzählen, dann sagen wir oft das, was wir später hören möchten, nicht unbedingt das was wir denken und fühlen.

Eine mit kognitiven Fähigkeiten ausgerüstete Kamera würde wohl deutlich neutraler arbeiten. Und sie würde die Zahl der auf dem Schlachtfeld notwendigen Soldaten wieder ein wenig reduzieren. Wenn Euch das zu sehr nach Science-Fiction klingt, dann wartet doch einfach bis die Details zum Forschungsprojekt am 20. April in Washington, D.C., bekannt gegeben werden. [Brian Barrett / Tim Kaufmann]

[Via Wired Danger Room]

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  1. „Eine mit kognitiven Fähigkeiten ausgerüstete Kamera würde wohl deutlich neutraler arbeiten.“
    Schon mal dran gedacht? Irgendjemand hat die Kamera ja auch programmiert…

    Der englische Artikel kommt bei der Sache weit kritischer rüber. Vielleicht soll das Ding ja auch nur kritische Reporter ersetzen…

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