Nokia demokratisiert Design

Nokia ist der ewigen Klagen über das Design ihrer Geräte offensichtlich überdrüssig: sie haben jetzt ein Angebot online gestellt, bei dem man an der Entstehung seines Traumtelefons mitwirken kann.

Das “Design durch Community“ Projekt begann letzte Woche und wird bis Ende Mai laufen. Jede Woche werden User die Chance erhalten, über einen anderen Aspekt des Fantasie-Telefondesigns abzustimmen. Diese erste Woche widmet sich dem Display und User Interface, erlaubt die Auswahl der idealen Bildschirmgrösse, Tastatur, Sekundärtasten und dem Rest. In den folgenden Wochen wird über Grösse und Form, Materialien, Betriebssysteme, Verbindungsmöglichkeiten und dergleichen abgestimmt. Demokratie! Es funktionierte für die Vereinigten Staaten – warum soll es nicht auch für ein Smartphone funktionieren?

Bedauerlicherweise hat Nokia keinerlei Pläne ein solches Gerät dann tatsächlich zu bauen. Immerhin werden sie Interviews mit Mitgliedern ihres Designteams online stellen und Kommentare von bekannten Bloggern einholen, je mehr das Telefon Gestalt erhält.

Wenn wir alle die Regler eingestellt und unsere Stimmen abgegeben haben, wird Nokia im Mai eine Reihe von Konzeptskizzen anfertigen lassen, um das Projekt abzurunden. Wenn sie sich diese dann ansehen, werden sie sich hoffentlich die Frage stellen: “Warum bauen wir das Teil eigentlich nicht?“ [Kyle VanHemert/Elisabeth Karsten]

[Via Nokia Conversations]

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  1. […] “Design durch Community” Projekt begann letzte Woche und wird bis Ende Mai laufen: Nokia demokratisiert Design. Jede Woche kann man seinen Senf zum Fantasie-Telefondesign abgeben. Wer also Nokia-Fan ist und das […]

  2. Ich hoffe jedenfalls, dass nicht solche langweiligen, charakterlosen, gefälligen und massentauglichen Designs wie die von Apple dabei herauskommen.

  3. Ich halte das nicht für Zeitverschwendung! Nokia springt damit auf den Crowdsourcing-Zug auf und versucht auf breiter Basis Kundenbedürfnisse zu erfassen. Die Frage ist nur, ob genügend Leute mitmachen und ob die Ergebnisse dann auch wirklich intern Gehör – im Sinne einer tatsächlichen Umsetzung – bekommen. Letzteres scheint ja in der Tat noch zweifelhaft..

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