iTunes und Amazon wollen Musikverkäufe über schlechtes Gewissen ankurbeln

Eine Gruppe von Online-Musik-Giganten, darunter Apple, Amazon und MySpace, haben sich unter dem Label "Why Music Matters" (Warum Musik wichtig ist) zusammengeschlossen, um aus Musikpiraten Musikkäufer zu machen.

Natürlich gehört es sich, für Musik zu zahlen. Aber die Aufforderung wäre glaubwürdiger, wenn sie von Musikern käme, nicht von Musikverkäufern.

So oder so, das „Music Matters“-Logo soll künftig Online-Musikläden kennzeichnen, die legale Verkäufe tätigen und Musiker am Erlös beteiligen. Als ob das bisherige Unterscheidungskriterium „Wenn Top-Hits gratis zum Download bereitstehen, dann ist das in der Regel illegal“ nicht gereicht hätte. [Adam Frucci / Tim Kaufmann]

[Via Why Music Matters, The Next Web]

Tags :
  1. „um aus Musikpiraten Musikkäufer zu machen.“
    Wir erinnern uns daran, dass „Musikpiraten“ im Schnitt häufiger legale Musik kaufen als Nichtpiraten?

    Dass riesige Konzerne ihre Sorge um Musik herauskehren ist ohnehin witzig. Als Gatekeeper und mit unmenschlichen Verträgen machen sie es Musikern nicht gerade leicht.

  2. Ja, aber das Prinzip heißt Kapitalismus, d.h. es muss Wachstum, Wachstum, Wachstum generiert werden. Sonst funktioniert das System nicht. Die Frage ist aber, ob die „Musikpiraten“ mehr kaufen, umso mehr man sie für illegal erklärt :D Aber noch witziger ist, dass diese Argumentation quasi-religiös ist. Getreu dem Motto, wer nicht zahlt, begeht die schlimmste kapitalistische Sünde des Geizes (quasi DIE Todsünde) und gefährdet damit nicht nur sein eigenes Seelenheil, sondern auch das der Musiker und der Musikindustrie. Hölle Hölle Hölle! :)

  3. Eigentlich ehrbar. Wäre Musik günstiger, würden weniger Leute Musik illegal downloaden. Das sollte kein Problem sein, da es kaum Geld kostet, Musik digital zur Verfügung zu stellen. Es scheint auch sinnvoll zu sein, das sich Musikhändler einsetzen, da sich ja kaum jeder Künstler an das Publikum wenden kann. Sofern die Künstler einen angemessenen Anteil erhalten.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising