Apps werden durch iPad teurer

Eines wurde uns deutlich, als wir die ersten Blicke auf das iPad Anwendungsangebot werfen konnten: die iPad Apps sind entschieden teurer. Und das ist nur allzu nachvollziehbar.

Drei Punkte:

  • Der iPad ist grösser und komplexer als das iPhone, also sind auch seine Apps grösser, komplexer, aufwendiger und damit teurer.
  • Eine neue Plattform ist im Prinzip Neuland. Die Preise der Apps werden sich entwickeln und variieren entsprechend dem, was Menschen bereit sind, dafür zu zahlen – im Zweifel wird es eine Abwärtsspirale geben. Um das aufzufangen ist es üblich, mit ziemlich hohen Preisen anzufangen, obwohl es sicher einige Entwickler geben wird, die einen einheitlichen Preis für iPhone und iPad durchsetzen wollen.
  • Die Namen für Anwendungen und Versionen könnten unübersichtlich werden und möglicherweise bedarf es langfristig eines neuen Ordnungssystems und neuer Kategorien.

Was heißt das genauer?

Laßt uns noch einmal an den Anfang des App Stores zurück denken. Kein Mensch wußte, was eine iPhone Anwendung kosten sollte, also erkundeten Entwickler den Markt, wie zum Beispiel die 10 US$ Twitter App. Im Laufe eines Jahres stürzten die Preise jedoch ab und es galt nur noch das Prinzip: einfach und billig. Und die App Entwickler stellten plötzlich fest, dass ihre Produkte mit Klingelton Anwendungen kokurrieren mußten.

Es ist verständlich, wenn Entwickler jetzt die Gelegenheit benutzen wollen, das zu ändern: der iPad ist ein echter Computer und kein übliches Mobilteil. Menschen werden sich ausdauernd und intensiver damit beschäftigen. Das bedarf einer höheren Qualität der Anwendungen und die Entwickler werden dafür mit Recht mehr Geld verlangen. Außerdem wird es dauern, bis man weiß, welchen Stellenwert das iPad in unserem Alltag haben wird und wieviel es dem Kunden wert ist.

Die Grafik zeigt, was iPhone Apps im Vergleich zu dem, was ihr Gegenstück auf dem iPad zu kosten scheint. Manche Unterschiede sind extrem. Die Entwickler müssen sich auch überlegen, wie sie ihre Produkte vermarkten. Denn die meisten entwickeln sie für iPhone und iPad gemeinsam und damit bietet sich ein Einheits- bzw. Pauschalpreis an, auch wenn im Einzelnen bei beliebten Anwendungen Kunden sicher bereit sind, für die „grössere“ iPad Anwendung zusätzlich zu zahlen.

Ein anderer Aspekt sind die Namen für die Anwendungen und ihre Entwicklungsvarianten, die bisher erkennen ließen, ob etwas umsonst oder kostenpflichtig war: wie Lite, Free, Pro, Premium, Trial usw. Und nun stelle man sich das gedoppelt vor, für Anwendungen die ausschließlich auf dem iPad laufen, wie zum Beispiel: HD für iPad, iPad XL und Deluxe usw. Es könnte unübersichtlich werden – oder es muß langfristig ein neues Ordnungssystem her.

Was immer auch geschieht, man kann davon ausgehen, dass der App Store sich wenige Monate nach dem iPad Launch verändern wird. Keiner hat eine Ahnung, wie das wird – aber wir alle sind gespannt! [Matt Buchanan/Elisabeth Karsten]

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  1. Was mich da interessieren würde, in wiefern ist das IPad denn komplexer als das IPhone, was ich bisher gelesen habe ist es doch „nur“ eine Mischung aus IPhone und IPod Touch und da werkelt doch auch „nur“ das altbekannte IPhone OS? Oder hat sich da stark was verändert?

  2. Wo wird denn da was schön geredet, wenn es heißt Apps werden teuerer?

    —————–

    Das Argument mit dem Neid hab ich nie verstanden, worauf denn Neidisch sein?
    Auf den Besitz eines IPhones?
    Ist ja nu nich mehr so daß das Ding noch nen exklusives Statussymbol wäre, wenn man die ganzen Kiddies und Hans und Franz damit rumrennen sieht…

  3. „… der iPad ist ein echter Computer und kein übliches Mobilteil…“

    Mit dem kommentar hat sich der Artikel selbst disqualifiziert!

  4. Dank dieser Meldung hab ich Gizmodo nun endgültig aus meinen Favoriten gelöscht. Wurdet ihr eigentlich von Apple gekauft oder was? Die höheren Preise für iPad Apps zu rechtfertigen weil das iPad „größer ist“ … nicht schlecht, aber nach der fünfte Apple Meldung am Tag reicht es dann wirklich.

    Jetzt kommt gleich wieder einer und sagt ich bin neidisch und habe keine Geld mir Apple Produkte zu kaufen… armselig.

  5. Ja Gizmodo, redet alles gut was der Scheißladen mit dem Apfel macht.

    Wenn Steve Jobs demnächst mal wieder einen in die Keramik boxt wäre es schön wenn es auch hier erschienen würde.

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