Einkaufen im Supermarkt ohne Schlange stehen an der Kasse?

Es geht um ein neues Warenkennzeichnungsprinzip, wie die Ein-Klick-Option bei Amazon, die dem Kunden maximale Effizienz erlaubt und gleichzeitig die Kosten für den Supermarkt reduziert. Ein RFID Schild aus Tinte könnte den Barcode vollends ablösen und damit endlich den Traum einiger Lebensmittelhändler, nämlich das drahtlose Abkassieren Wirklichkeit werden lassen.

Den Barcode durch RFID zu ersetzen ist keineswegs eine neue Idee. In geringem Maße wird das sogar schon überall in der Welt eingesetzt. Aber bisher war das Verfahren nicht preiswert genug, um die Abschaffung der Kassen sinnvoll erscheinen zu lassen. Gegenwärtige RFID Schildchen sind aus Silikon und kosten etwa 50 US Cent in der Produktion. Das heißt, jede einzelne Ware im Geschäft damit auszustatten, ist entschieden zu teuer.

Aber eine Zusammenarbeit zwischen Forschern der nationalen Universität Sunchon aus Sunchon in Süd-Korea und der amerikanischen Rice University in Texas hat eine RFID-Schild Version ergeben, die ohne Silikon auskommt und direkt auf Papier oder Plastik gedruckt werden kann. Damit kostet ein Schild nur noch drei US Cent und damit wird es eine reizvolle Alternative zum Bisherigen.

Die Erfindung wurde möglich durch die Wunder der Nanotechnologie (wie so vieles andere dieser Tage!). Aus Kohlenstoff Nanoröhrchen haben die Forscher eine halbleitende Tinte entwickelt, die eine elektrische Ladung halten kann. Gegenwärtig verfeinern sie ihre Erfindung, in dem sie versuchen, mehr Information in kleineren Schildchen unterzubringen und damit die Kosten pro Stück auf ein Cent zu reduzieren.

Eine fünfzigfache Preissenkung würde RFID zu einer lohnenswerten Alternative zum traditionellen abkassiert werden machen und es würde die Atmosphäre im Supermarkt total verändern. [Kyle VanHemert/Elisabeth Karsten]

[via Wired]

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  1. Das Problem bei RFID (im Supermarket) ist nicht nur der Preis den die Tags im Moment haben, sondern auch das Aufbringen an Metall oder Behältern/Flaschen mit Flüssigkeit. (Zumindest bei UHF-Technologie). Weiters gibt es noch – in verschiedenen Anwendungsfällen, wo Supermarket sicherlich dabei ist – Probleme sie im Pulk zu erfassen.

  2. Weitaus schlimmer ist, daß eine flächendeckende Einführung von RFID zahllose Arbeitsplätze vernichten wird. Die klassische Kassiererin wird damit weitestgehend überflüssig.
    Ganz zu schweigen von den perfiden Möglichkeiten der Konsumentenüberwachung, die sich dirch RFID eröffnen….

  3. „die Wunder der Nanotechnologie“ bei welt der wunder :D

    „es würde die Atmosphäre im Supermarkt total verändern“ siehe owl.. brauchen wir mehr arbeitslose und zuhausevormcomputerradiofernseherdebilrumhocker?

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