Musikkonzern EMI könnte schon im Juni Geschichte sein

Die Zahl der großen Musikkonzerne könnte sich schon in Kürze auf drei zu reduzieren. EMI ist es nicht gelungen, ein Vertriebsabkommen für Nord-Amerika mit Universal oder Sony zu schließen.

Der Fünf-Jahres-Deal, immerhin mit einem Volumen von 304 Millionen US-Dollar, hätte EMI aus der unmittelbaren Insolvenz-Gefahr retten sollen. Nun fehlen rund 180 Millionen US-Dollar, um einen Kredit der Citigroup zu bedienen, der im Juni ausläuft. Bleibt es dabei, dann könnte sich die Citigroup an EMI schadlos halten, was wohl zur Aufspaltung bzw. zum Verkauf des Konzerns führen würde. Andererseits gibt es Stimmen die behaupten, EMI hätte die Verhandlungen platzen lassen, was darauf schließen lässt, dass die finanzielle Situation von EMI weniger dramatisch als angenommen ist.

Mit nur noch drei Playern (Sony, Warner und Universal) wäre der Musikmarkt in den Händen so weniger Konzerne wie nie zuvor. Zwar geht es diesem Trio auch nicht gerade blendend, aber die Probleme sind nichts im Vergleich zu EMIs aktueller Situation. Und zweifelsohne würde man davon profitieren, die EMI-Überbleibsel zu Dumping-Preisen zu übernehmen. Dennoch bleibt fraglich, ob Musikkonzerne als Vermittler zwischen Künstler und Kunde noch gebraucht werden. [Adam Frucci / Tim Kaufmann]

[Via AP, Brooklyn Vegan]

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  1. Daran zeigt sich die Weltwahrnehmung der Redakteure hier, die alles nur noch den Rahmen von Apple-Geräten wahrnehmen. Illustrative Beispiele gibt es hier zu hauf – allein letzte Woche: Diese Meldung; die Meldung mit den Bier trinkenden Mädels; die Meldung über Flash/Chrome – witzigerweise war die Illustration das Mockup eines Apple-Gerätes mit einem montierten Screenshot – wünscht man sich doch Chrome und Flash auf dem iXXX?
    Achso, noch ‚ne Frage: Ich habe jetzt irgendwo gehört, dass der iPhone-Browser noch nichteinmal Tabs beherrscht. Stimmt das?

  2. Drei sind drei zuviel.

    Hoffen wir das diese Brut aus Anwälten und Copyrightlobbyisten bald vollkommen Geschichte ist.
    Nicht nur EMI – alle!

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