Das iPad zu bauen kostet um die 260 USDollar

Die traditionelle iSuppli Komponentenanalyse zeigt mal wieder die wahren Kosten eines Produktes und damit die Beantwortung der Frage: bin ich übers Ohr gehauen worden? Die Fragen: ''Wieviel verdient eine Firma an mir? Hab ich mich übern Tisch ziehen lassen?'' sind interessant, denn jeder will es wissen. Man kann sich dem kaum widersetzen.

Es ist aber eine heikle Angelegenheit. Zum Beispiel die Frage, wieviele Dollar eigentlich in jeden einzelnen iPod da draußen geflossen sind. Selbst wenn man Forschung, Entwicklung, Marketing und all diese indirekten Produktkosten abzieht, so ist es gut möglich, dass Apple für die Komponenten etwas Anderes zahlt, als iSuppli dafür veranschlagt. Damit ist also auch die Liste der einzelnen Kostenpunkte wackelig.

Aber egal – wir wollen jetzt die Zahlen sehen und hier sind die Höhepunkte dessen, was iSuppli schätzt, was das einzelne iPad eigentlich kostet:

  • 95 US Dollar für das Touchscreen Display (Multitouch ist teuer!)
  • 26,80 US Dollar für den von Samsung gebauten Prozessor
  • 29,50 US Dollar für 16GB Memory, 59 US Dollar für 32 GB und 118 US Dollar für 64 GB Memory
  • 10,50 US Dollar für die Aluminiumrückseite

Die Summe beträgt also 259,60 US Dollar für das 16GB Modell, 289,10 US Dollar für das 32GB Modell und 348,10 US Dollar für das 64GB Modell. Okay – das war spassig. Gibt´s jetzt irgend jemand da draußen, der sich ordentlich aufregt? [Matt Buchanan/Elisabeth Karsten]

[Via Business Week]

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  1. Ich bin wirklich kein iPad Fan, aber der Kostenaufreger ist schon arg künstlich. Da sind ja auch noch Supportkosten, Transportkosten, die Marge der Händler usw. mit drin.

    Jedoch ist das ganze Argument mit den Herstellungskosten reichlich naiv. Der Preis eines Produkts bestimmt sich aus dem, was die Kunden zu zahlen bereit sind. Das in der klassischen Wirtschaftstheorie dieser Preis auf die Kosten heruntergedrückt wird, sodass eigentlich idealerweise garkein Gewinn entsteht benötigt eine Zusatzannhame: perfekte Märkte.
    Bei solchen Märkten herrscht perfekter Wettbewerb, es gibt nur perfekt rationale, allweissende Akteure und gleichförmige, in allen Eigenschaften transparente Produkte.
    Noch nicht mal ein FDP-Politiker würde also im Falle des iPads diese Annahme treffen.

    Daher zahlen die Kunden neben dem First-mover Advantage Apples auch noch eine Hype-Prämie an Jobs Imperium.

    Na wenns schön macht…

  2. Eine weitere News für den Arsch. Abgesehen davon, dass diese Kalkulation hinten und vorne nicht aufgeht, nervt dieser Hype auf Gizmodo einfach nur.

    @Topic: D.h. Apple würde das doppelte von dem verlangen, was das IPad materialmäßig kostet? Niemals. Kosten für Transport? Support? Händlergewinne? Entwicklungskosten? Marketing? Wo soll das alles noch hin? Das glaubt doch kein Mensch…Recherchiert einfach besser und bringt wieder bessere News abseits des Apple-Hypes!

  3. Als Händler sehe ich das auch so: von der Herstellung zum Kunden kann sich der Preis schon mal verdoppeln, denn da gibts Transport, Spannen, Versicherung (bzw. Einpreisen der Retouren), Entwicklungskosten, Währungsschwankungen und und und die in die Kalkulation einfliessen. so gesehen regt mich das nicht auf.

    Aber die Masse an Apple Artikeln ist schon eine richtige Spam-Welle, bitte AUFHÖREN. Scheinbar haben die Äpfelmänner viel Werbung geschaltet und dementsprechend wird auch berichtet.

  4. „Gibt´s jetzt irgend jemand da draußen, der sich ordentlich aufregt?“

    Ja, aber nur über solche „Rechnungen“, in denen einfach mal vier Komponenten zusammengeschmissen werden und als komplettes iPad gerechnet werden. Das da noch einiges an zusätzlichen Kosten mit dazu kommt wurde ja schon gesagt, aber nichtmal die Komponenten sind ja komplett. Akku ist sicherlich auch nicht kostenlos und ein Prozessor ohne Mainboard funktioniert wohl auch nicht …

  5. Vor allem, dass das Ergebnis der Rechnung überhaupt nicht stimmt (was einem beim ersten Blick ins Auge fallen dürfte, weil es mehr als das 1,5-fache ist), finde ich für einen solchen Artikel schon extrem qualitätsmindernd.
    Noch qualitätsmindernder ist dann der Umstand, dass die Kommentare, in denen darauf hingewiesen wird, nicht gelesen werden und der Betrag auch Stunden später immer noch genauso falsch ist.
    Die BILD lässt grüßen.

  6. ja da ich schließ mich den bisherigen kommentaren an, da wurde ziemlich falsch gerechnet.
    Da fehlt beispielsweise Sensor, WLAN, Audio, OS…
    okay apple hat allgemein höhere preise, aber die kunden juckts ja nich .bis jetzt so um die 300.000 verkaufte iPads.
    Und wenn ich von Apple was kauf dann nicht weil die Leistung so gut oder das Preis-Leistungs-Verhältnis passt, sonder weil die dinger einfach verdammt gut aussehen!!

  7. 95$ + 26,80$ + 29,50$ + 10,50$ + xyz$ für Sensor,WLAN, Lautsprecher,…= 259,60$
    nicht nur die Hauptbauteile zusammenrechnen. Außerdem kostet ein MacBook auch das vielfache mehr als ein Notebook mit gleicher Leistung. Apple ist halt eine Marke und Markenprodukte sind teuer (Prada,…)

  8. Trotzdem wird jedem klar sein, dass Apple das Teil nicht unter einem Margin von 15-20% verkaufen wird. Darin nicht enthalten der Händlerrabatt, den Apple im Direktvertrieb über die Stores zusätzlich einstreicht. Allein wenn man sich die Preisspanne beim Speicher ansieht, wird deutlich, was Apple verdient.

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