Unser Eindruck: WePad könnte echte iPad-Alternative werden

Ja, das WePad gibt es wirklich. Ja, die WePad GmbH meint es ernst mit ihrer Alternative zu Apples iPad. So zog sich bei der ersten Präsentation in der Öffentlichkeit der Vergleich mit dem iPad wie ein roter Faden durch fast alle Aussagen und Features des 11-Zoll-Tablet PCs, der wie das Apple-Gerät vom Typ Slate ist.

Sprich, er wird vorrangig mit den Fingern gesteuert. Eine Tastatur ist nicht integriert, lässt sich aber virtuell auf dem Bildschirm einblenden oder über Bluetooth oder per USB anschließen.

USB, das ist bereits eines der Zauberwörter der WePad-Macher. Denn das als „Alternative“ zum iPad angepriesene Gerät verfügt über mehrere Anschlüsse und Schnittstellen, die beim Apple-Tablet fehlen. So bietet das WePad über zwei USB-2.0-Anschlüsse, einen SD-Kartenschacht, einen HDMI-Anschluss, einen Standard-SIM-Kartenslot und eine Webcam auf der Displayseite.

Der Bildschirm des WePad ist mit 11,6 Zoll deutlich größer als das iPad und hat eine Auflösung von 1366×768 Pixel. Das auf der Präsentation gezeigte Vorserienmodell spiegelt sehr stark, hier soll bis zum Serienprodukt noch nachgebessert werden, wurde uns gesagt.

Die andere Besonderheit ist das Betriebssystem. Es handelt sich nicht um Android, sondern um ein vom Münchner WePad-Partner 4tiitoo entwickeltes Linux („WeOS“) mit einer für die Fingerbedienung zugeschnittene Benutzeroberfläche. Integriert ist, auch hierauf legen die Macher großen Wert, Flash von Adobe, dem sich Apple verweigert. So lässt sich neben dem dank iPad sicher populärer werdenden HTML5 auch Adobes proprietäres Flash nutzen, entweder im Browser selbst oder über Adobes AIR.
Eine weitere vorinstallierte Anwendung wird ein angepasstes OpenOffice sein, so dass ohne Zusatzkosten die Arbeit mit den üblichen Office-Dokumenten möglich ist. Weitere Anwendungen sollen über einen „Meta-Appstore“ aufgespielt werden, der sowohl Android- wie auch Linux-Anwendungen installieren kann. Über eine im Vergleich zu Apple großzügigere Umsatzbeteiligung der Verlage will WePad Geld verdienen, nennt aber keine Details.

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Zur Leistungsfähigkeit macht die WePad GmbH keine genauen Angaben, so ist zwar die CPU bekannt (ein mit 1,6 GHz getakteter Intel Atom N450), man schweigt sich aber über die Grafikkarte des HD-Modells aus. Von Nvidia soll sie nicht sein, damit bliebe wohl nur Broadcom übrig.

Gizmodo hat auf der Veranstaltung ein Vorseriengerät erstmals in der Hand gehabt. Ausprobieren war nicht möglich, es lief lediglich ein Demo-Video in einer Endlosschleife, das aber hatte es bereits in sich. Es zeigte OpenOffice in Action, die virtuelle Tastatur inklusive deutschen Umlauten, den Stern als digitales Magazin, das lockere Browsen in einem Fotoalbum, einen Browser mit Flash-Support.

Das Gerät ist in der Hand recht warm geworden und der Lüfter war „wegen des HD-Videos“ permanent in Betrieb. Hier will WePad ebenfalls bis zum Serienprodukt nachbessern, auch soll das Gewicht noch von gut 900 Gramm auf die im Datenblatt angekündigten 850 Gramm für die UMTS-Variante gedrückt werden.

WePad verhandelt derzeit mit Verlagen und Carriern, um ihnen subventionierte Modell im Verbund mit einem Zeitungs- oder Zeitschriftenabo oder einen SIM-Karten-Datentarif schmackhaft zu machen. Doch bereits angesichts der Preise von 449 Euro im WiFi-Modell mit 16 GB-Flash-Speicher (erweiterbar durch den SD-Schacht) und 569 Euro für das 3G-Modell (32 GB Speicher und GPS) für unsubventionierte Modelle erwächst dem iPad in der Tat ein ernsthafter Konkurrent. Wenn denn die Hard- und Software-Versprechen wahr werden und das Gerät auf den Markt kommt. Denn mehr als ein Demo-Video auf einem warmen Vorseriengerät und den Auflauf großer Namen gab es in Berlin nicht zu sehen, noch nicht. Für den Mai ist eine Roadshow geplant, auf der man das WePad auch wirklich ausprobieren können soll. [Stefen Niemeyer]

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  1. Auf dem Vorseriengerät das das Demo Movie abspielt lief übrigens Windows ;)

    Das Panel ist im Gegensatz zum LED-IPS iPad Panel ein billiges TN Panel das stark Blickwinkelabhängig ist…

    Akku Laufzeit nach eigenen Angaben bis zu 6 Stunden, 4 Stunden unter Last…

    Ich würde gerne den Atom 1.6ghz prozessor sehen der Flashanwendungen in der 1300×700 ruckelfrei darstellt… mit dem linux flashplayer ;)

    Ich bezweifel stark das der Prozessor keinen Lüfter hat….

    Da verzichte ich lieber auf den usb Port ;)

  2. Mhh, ich bin ja bekennender Apple jünger und wer will schon ein Tablet auf dem man Eier braten kann….

    aber Abwarten ich denke ein VS Vergleich kann erst Vor-und Nachteile der beiden Pads aufzeigen…

    bitte kommt jetzt nicht mit den Bildzeitungs Argumenten:

    Jaaaaa das Ipad hat keinen USB Anschluss,keinen SD Slot und kann kein Flash…
    natürlich ist das so, aber ich denke die haben sich schon was dabei gedacht

    bitte nicht!;)

  3. wer will schon ein tablet auf dem man eier braten kann? also ich kann auf meinem iphone hinten eier braten nach 10 min prozessorlastiger anwendung, also dürfte es beim ipad das gleiche sein

  4. Ich finde das so klasse, das so ein ausgereiftes Gerät hier von einer kleinen deutschen Firma kommt.
    Mit allem was heute schon standard ist und was apple verbietet, damit sie mehr apps verkaufen wollen, nämlich
    USB, Flash im Browser usw. warum sollten man auch was verbieten mit dem schon über 99% aller Internetnutzer surfen.
    WePad, ich freu mich drauf.

  5. Ich denke das WeePad spricht eine völlig andere Benutzergruppe an als das iPad.
    Ich persöhnlich brauche kein Tablet was USB Anschlüsse besitzt (was will ich da anderes anschließen? es ist ein tablet O.o) Flash Support (Browse seit Jahren nur noch mit Flashblocker) bzw auch noch fast ein kilo schwer ist (viele Testberichte vom iPad bemängeln ja schon dessen relativ hohes Gewicht)

    Auch Lüfterlos wäre richtig schön gewesen. Aber so spricht mich das WeePad 0% an ehrlich gesagt.

  6. Ich spiel(t)e mit dem gedanken ein ipad zu kaufen.. aber die erkenntnis das es wirklich nicht mehr ist als ein großes iphone auf dem ich NICHT telefonieren kann lässt mich stark zweifeln.. warum? .. ich will.. eine festplatte anschließen können (weil ich urlaubsbilder im urlaub auf das pad ziehen und in groß betrachten will).. ich will vor allem ein formular das ich zurückfaxen muss oder einen brief den ich schreibe AUSDRUCKEN können.. ich will die sd karte aus meiner kamera in das teil reinprummeln und daten rüberleiern oder die daten die ich einem kunden zeige mittels sd karte / usb stick auch weitergeben können…

    all das kann das ipad nicht.. was kann es? ein konfortableres iphone für zu hause sein.. ohne rechnerersatz zu sein.. und ohne phone zu sein… so schick ich MEIN iphone auch finde.. das „pad“ bringt MICH leider nicht weiter..
    Wenn das WePad das alles kann.. könnte es meinen Wohnzimmer-PC und oft meinen Laptop ersetzen.. ist flach genug.. prima für den urlaub um auf dem hotelzimmer karten zu studieren oder kurz zu surfen.. und irgendwie doch anschlussfreudiger! ich bin gespannt und freue mich auf einen realen vergleich..

    Apple hat es gewagt „das“ zu bauen was bei raumschiff enterprise tng seit 20jahren standart ist.. :) das war auch gut so.. leider haben sie sich selbst ein bein gestellt und „das“ nun nicht richtig gemacht!.. schade! aber ich denke Ipad2 wird die anschlüsse haben.. (vor allem.. es hätte intern den platz gehabt für sdkarte u usb)!!!

    also.. weiterwarten… seufz

  7. Laptoop ist mir viel praktischer!!!
    Weil ich schon schreiben kann, die Tastatur ist auf meine Beinen, und Monitor vor meinen Augen! So, musst ich mich bei ipad puckeln, was wird nach 30 Min. sehr
    unangenehm, am Flughafen oder ARGE!!!

  8. Beginnen möchte ich mit einem Zitat aus meiner Lieblingsserie “Gilmore Girls”.
    Also, um es mit Rory zu sagen: “Ich frage mich, wie oft ich in meinem Kommentar das Wort ‘Mist’ verwenden kann, bis es anfängt öde zu klingen?”
    Eine riesige Luftnummer ist das ganze und Helmut Oertel (jetzt Hoffer von blabla) versuchte mal wieder den ganz grossen Haufen zu scheissen. Wie damals vor zwei Jahren, als er meinte mit Fireball den Google-Killer erfunden zu haben. Ja der gute Helmut spuckt gerne grosse Töne und wenn es dann wieder schief geht, zieht er einfach von dannen. Viele “Fans” sind ziemlich angepisst ob der unglaublichen Schaumschlägerei, die er da vom Stapel liess. Wochen vorher jede Menge Gepluster von wegen “tausende Geräte bereits vorproduziert” und “Launch vor Apple in Deutschland”, von seiner dümmlich-herablassenden Anschleimerei an selbige auf Facebook ganz zu schweigen („wir schaffen Exchange ab und steigen auf Snow Leopard um” LOL ) und dann die an Peinlichkeit nicht zu überbietende PK. Ein obskurer, schäbiger Prototyp auf dem ein Werbevideo in Endlosschleife lief – der Rest der super-duper Präsentation kam ja vom Beamer via Mac – ansonsten das selbe Marketinggewäsch vermengt mit altbekannten, halbgaren Fakten. Jämmerlich!
    1080p Video (Flash oder H.264) mit einer N540 Atom CPU? Na klar Helmut, erzähl mal noch so’n Joke! Jeder der schon mal ein Netbook mit diesem Prozessor in den Händen gehabt hat, weiss das diese CPU kaum 720p schafft. Und was den Broadcom-Chip betrifft, der vielleicht, möglicherweise oder eventuell seinen Einzug in deren Premiumteil finden soll, so ist der mit einer Atom-CPU gepaart nun nicht gerade die eleganteste Lösung in Sachen Performance+Energieeffizienz. Deshalb supported ja auch Apple kein 1080p für seine iPhone 3GS/iPod Touch 3G, obwohl auf beiden Full HD flüssig läuft und mit einem Hack sogar über den Dock-Connector ausgegeben werden kann. Ausserdem ist 1080p als Feature für Tabletts und Smartphones mehr als zweifelhaft, angesichts des weltweit kaum vorhandenen legalen Contents (sowohl was Download-, als auch Streamingangebote betrifft) – von Deutschland ganz zu schweigen – und der noch immer recht knappen Speicherkapazität bezahlbarer Flashcards.
    “Barrierefreies Internet” mit Flash? Genau und der DRM-Crap von Neofonie selbst macht überhaupt nichts. Letztendlich ist diese WePad (We für Werbung, nicht für “wir“) nur als Rettungsanker für die kränkelnden Verlage gedacht. Kauf ein Stern- oder Springer-WePad (dort wird es dann wohl eher VolksPad heissen) mit 2-4 Abos auf 24 Monate für 150 Euro. Die Verlage haben dafür freien Zugang auf deinen Startbildschirm und können ihn nach Belieben mit Werbung vollmüllen. Überall, zu jeder Zeit und nicht abstellbar. So stellen sie sich die schöne, neue Welt der Medien vor, mit ihrem Guru Helmut als Aushängeschild. Wird Zeit, sie eines Besseren zu belehren.
    Und zum Schluss noch ein kleiner Tipp für den Helmut, ebenfalls als Zitat:
    „A little less conversation, a little more action, please!“

  9. auf jeden Fall ein ebenbürtiger iPadkonkurent!
    aber ob der Appstore vergleichbar ist….
    und das Betriebssystem hat auch einige Macken…

  10. Ich finde ja Tablets generell unnötig. Mir reicht mein PC und palm pre. Mehr brauche ich nicht. Aber ich hoffe das das WebOSTablet ebenso vielversprechend ist. Wie das WeePad

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