Cloud-Computing erleichtert Strafverfolgern das Leben

Das Tolle am Cloud Computing ist, dass egal wo Ihr seid - Eure Daten sind auch da. Allerdings auch für die Strafverfolgungsbehörden, wie jetzt zwei Spammer feststellen mussten, die Google Docs nutzten.

In einem Fall, den Wired als „der erste öffentlich bekannte Fall einer Durchsuchung, die davon profitierte dass der Verdächtige Cloud Computing nutzte“ bezeichnet, haben FBI-Beamte Tabellendokumente der Spammer beschlagnahmt. Die Dokumente waren über die Google-Konten der beiden Diätmittel bewerbenden Spammer erreichbar. Statt einer für die Verdächtigen offenkundigen Hausdurchsuchung mit Beschlagnahme von Datenträgern wurde die Online-Durchsuchung stillschweigend durchgeführt.

Beunruhigend muss stimmen, dass nicht klar ist, ob dafür nach amerikanischem Recht überhaupt ein Durchsuchungsbefehl notwendig war. Der 1986 in Kraft getretene Stored Communications Act (Gesetz über gespeicherte Kommunikationsdaten) gibt den Behörden das Recht, aus „gutem Grund“ auf solche Daten zuzugreifen. An die Erteilung eines konventionellen Hausdurchsuchungsbefehls sind deutlich höhere Anforderungen geknüpft.

Ein Google-Sprecher teilte mit, dass das Unternehmen versuche, Benutzer zu informieren, wenn deren Daten durch Dritte angefordert werden. Die Verteidiger der beklagten Spammer sagen hingegen, ein entsprechender Hinweis sei ihren Mandanten nicht zugegangen. [Kyle VanHemert / Tim Kaufmann]

[Via Wired]

Danke für das Bild, Jeezney.

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