3D verschlingt Rechenleistung der PS3

Warum sind wir nicht überrascht? Trotz unzähliger Versprechen wird 3D einen deutlichen Einfluss auf die Framerate der Playstation 3 haben. Um ein Beispiel zu nennen: 1080p Inhalte mit 60 Bildern pro Sekunde (2D), werden zu 720p mit 30 frames in 3D.

Als Beispiel verwendet Sony das Vorzeigspiel Wipeout HD. Einer der ersten Titel, die in 1080p mit 60 frames gerendert wurden. Selbst dieses Spiel muss einiges einstecken im 3D-Modus.

An dieser Stelle vielleicht eine kleine Erklärung: Wenn ein Spiel in 2D 60 Bilder pro Sekunde liefert, sind es in 3D auch weiterhin 60 Bilder pro Sekunde. Sie werden nur in ein Bild für das rechte und eines für das linke Auge aufgespalten. Dadurch ergeben sich im Endeffekt also nur 30 Bilder pro Sekunde. Diese Tatsache an sich wäre nicht weiter dramatisch und man könnte auch mit 30 Frames noch halbswegs gut spielen. Schwierig wird es nur, wenn ein Spiel schon im 2D-Modus nur maximal 30 Bilder pro Sekunde liefert – was bei vielen Games der Fall ist. Was passiert dann? Wird es zu 15 Frames im 3D-Modus oder im besten Fall gar nicht unterstützt? Wir können nur spekulieren.

15 Frames sind eine Qual für die Augen und Sony wird diesen Effekt wohl kaum den PS3-Besitzern antun wollen. Wir werden abwarten und sehen womit Sony uns überrascht. Dass Titel herunterskaliert werden müssen, war abzusehen. Dass der Schritt jedoch so drastisch ausfällt, konnte niemand ahnen. [Maxim Roubintchik]

[via Eurogamer, Slashdot]

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  1. Fragen wir uns doch mal Folgendes: WARUM kam diese 3D Funktion? Was war der Auslöser? GENAU! Das 3D-Kino. Für was ist die neue 3D Funktion also in aller erster Linie gedacht? RICHTIG: Für FILME in 3D, nicht für Spiele. Und Filme werden daher super in 3D mit entsprechendem Fernseher laufen und Sony erspart uns teure neue 3D-Player-Hardware. Wir beruhigen uns also alle erstmal wieder uns werden uns bewusst, für was die Funktion eigentlich gedacht war.

    1. Das Abspielen von 3D BluRay und das Rendern von 3D Games sind aber 2 Paar Schuhe. Und so wird die jetzt erhältliche Firmware erstmal „nur“3D-Spiele unterstützen und das 3D BluRay Feature erst im Laufe des Jahres nachgeschoben

  2. Ich glaube, die im Artikel genannen Fakten sind nicht zutreffend. Laut mir bekannten Quellen wird von einer HALBIERUNG der Auflösung gesprochen. Dies kann heißen 720p stat 1080p oder 30 fps statt 60 fps. Hier wird einer Viertelung beschrieben.

    1. Nunja… es gibt glaube ich 5 Spiele die nativ in 1080p laufen. Davon kein Blockbuster.

      Das heißt bis jetzt wird schon bei fast allen Spielen in 720p gerechnet. Und das auch häufig jetzt schon nur mit 30 Frames/s
      Natürlich wird das Endbild auf 1080p interploiert. Nur ist das keine native auflösung. Insofern muss man sich schon fragen wie 3D bei vielen Spielen möglich sein wird. Und deswegen wird kaum ein älteres Spiel 3D gepatcht werden (nur so viele dass man es als Unique-Feature verkaufen kann). macht aber nichts. Denn dann kommen eben neue Spiele die speziell auf 3D ausgelegt sind. Vornehmlich wohl kleinerer Kram da die Anzahl der menschen mit entsprechendem Equipment wohl äußerst gering ausfallen wird….

  3. Die Framerate hat mit der Refreshrate des Bildes nichts zu tun. Beleg: Europäisches Fernsehen wird mit 50 Bildern pro Sekunde ausgestrahlt, obwohl das ursprüngliche Bild aus nur 25 Bilder besteht, trotzdem kann man das Bild mit mehr als 100Hz, d.h. Bildern pro Sekunde, sehen. Man sieht dann eben jedes Bild – im Fall von 100Hz – 2mal pro Sekunde. Daraus entsteht ein Ruckeln welches mit der Berechnung von Zwischenbildern wieder ausgeglichen wird. Diese Berechnung wird vom Fernseher durchgeführt und belastet die PS3 also nicht.
    Noch mal zur Verdeutlichung: wenn ihr auf eurem Computer bei einem 120Hz Monitor auch 120Hz Refreshrate einstellt bedeutet es nicht das ihr eine Framerate von 120Hz habt – schön wärs.
    Wahr ist dass sich die Refreshrate auf das linke und rechte Auge aufteilt; also halbiert.
    Wahr ist, zumindest bei Spielen, das sich 3D auf die Rechenleistung auswirkt. Begründung: Spiele sind dynamisch; jedes Bild muss wegen des sich dynamisch verändernden Inhalts berechnet werden. Der 3D-Effekt kommt nur deswegen zustande weil sich das linke Bild vom rechten Bild unterscheidet, es sich also um 2 sich in der Perspektive unterscheidenden Bildern handelt; deswegen sprich man auch von Stereoskopichen 3D. Es müssen also doppelt soviele Bilder berechnet werden, wirkt sich also auf die Rechenleistung aus.
    Bei 3D Filmen ist die Sache anders. Filme sind eine aneinander Reihung von Bildern an denen nichts berechnet werden muss. Deswegen sind alle 3D Filme auf allen 3D-fähigen Geräten abspielbar aber die 3D-Geräte verschiedener Hersteller untereinander inkompatibel. Der Grund für diese momentane Drama ist die unterschiedlich Verarbeitung der Bilder innerhalb der Fernseherlektronik die mit dem Sender für die 3d-Brillen zusammenarbeiten muss. Deswegen gibt es auch nur Geräte die nur 3D-Ready sind. Die Geräte-Hersteller haben sich noch nicht auf eine Standart zur Verarbeitung der Signale geeinigt – meiner Meinung nach werden sie das auch nie – während die Filmindustrie schon munter in 3D produzieren kann.
    Meiner Meinung nach sollte man noch abwarten – 3D kommt… aber wie? Es gibt inzwischen schon Prototypen die mithilfe eines speziellen Scheibe am Fernsehgerät 3D Darstellung ermöglichen ohne eine 3D-Brille tragen zu müssen – wird sich wahrscheinlich aber wieder auf die Sitzpostion zum Gerät auswirken, d.h. Blickwinkelabhängig sein.

    Alles klar??? :)

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