Dieses Stück Papier ist ein Solarpanel

Forscher am MIT haben Solarzellen entwickelt, die so dünn sind, dass man sie auf ein Blatt Papier auftragen kann. Tatsächlich werden die Zellen von einem Gerät aufgebracht, das ähnlich funktioniert wie ein Tintenstrahldrucker.

Derzeit erreichen die Zellen eine Effizienz von zwei Prozent, was lächerlich wenig scheint, vergleicht man es mit den gut 20 Prozent, auf die es die derzeit auf unseren Dächern installierten Panels bringen. Aber die kann man nicht einfach ans Dach tackern. Ernsthaft: Das ist es, was die Forscher vorhaben: „Wenn man eine Heftmaschine verwenden könnte, um Solarpanels zu installieren, dann ergäben sich daraus eine Menge Möglichkeiten.“

Richtig! Statt ein paar Fachleute anzuheuern, die die Panels auf dem Dach montieren, könnten wir einfach den Nachwuchs hochschicken, bewaffnet mit Heftmaschinen und Papierpanels. Aber wie es so oft ist mit spannenden neuen Entwicklungen, so wird es auch diesmal noch rund zehn Jahre dauern, bis die neuen Panels am Markt erhältlich sein werden.

Dennoch wollen wir den Gedanken mal weiterdenken. Aktuell wurden die Zellen auf Papier aufgebracht. Doch wenn sie so dünn sind, dann könnte man sie auf allen möglichen Flächen befestigen. Ein mit photovoltaischem Film überzogenes Auto würde vielleicht nur zehn Prozent des Sonnenlichtes in Strom umwandeln. Aber in zehn Jahren könnte das schon für einige zusätzliche Kilometer reichen. Oder wenigstens unsere Gadgets mit Strom versorgen, von denen sich immer mehr im Auto finden. [John Herrman / Tim Kaufmann]

[Via CNET, InhabitatFoto: Martin LaMonica/CNET]

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  1. spätestens wenn Dein Nachwuchs mit bedein Händen und Herzstillstand an dem Kabel festklebt, mit dem die 1.000V Gleichspannung vom Dachtackerwerk zum Gleichrichter geleitet werden, überlegst Du Dir vielleicht nochmal ob es nicht doch die bessere Idee gewesen wäre mal wieder einen Mobiltelefonprototypen zu kaufen.

  2. […] Damit die Umwandlung der Energie erreicht werden kann, wird ein organischer Halbleiter auf das Papier gedruckt. So soll es in einigen Jahren nicht nur möglich sein, günstige und leichte Solarzellen herzustellen, sondern auch andere Flächen mittels einem Verfahren ähnlich des Airbrushing für Solarenergie nutzbar zu machen. (Marco Schürmann | Quelle: gizmodo.de) […]

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