Filmkritik: Iron Man 2

"Rhodey, runter!" Diese Worte und eine geheime Iron Man Waffe rauben dir den Atem. Eine Waffe die so beeindruckend, unerwartet und gut visualisiert ist, dass sie die Zuschauer dazu zwingt ganz ungewohnte Töne von sich zu geben.

Eine Mischung zwischen Luftschnappen und einem Scooby-Doo-Schrei. Für einen kurzen Augenblick waren sie alle wieder Kinder: Die Filmkritiker – Schulter an Schulter mit den Gewinnern des Q101-Wettbewerbs. Sie alle dicht gedrängt in einem Filmtheater im windigen Chicago. Bei der Vorstellung des neuen Iron-Man-Films.

Bildergalerie

Dieser besondere Augenblick hat die Badezimmerszene aufgewogen. Das haben wir uns wirklich nicht ausgedacht: Diese Szene ist das primäre Zugpferd des Plots.

Es fällt schwer keinen Gefallen an diesem Film zu finden: Mickey Rourke, Sam Rockwell, Garry Shandling – das sind diesmal die bösen Jungs. Eine Gruppe von Schauspielern die extrem unterhaltsam sind. Das sie gierig nach dem Blut von Robert Downey Jr. Und Scarlett Johansson sind, tut dabei der Sympathie keinen Abbruch.

Iron Man 2 ist nicht nur ein Film, der deutlich vermittelt, dass er nur ein Film ist. Es ist viel mehr ein Werk bei dem alle Darsteller Spaß zu haben scheinen – wirklich in ihren Rollen versinken und den dargestellten Charakter ausleben.

Auch als Zuschauer sollte man mit der Vorstellung Vorlieb nehmen, dass der Film nicht real ist und einfach seinen Spaß daran haben. Schließlich handelt es sich bei dem Werk um eine Mischung aus glitzernder Pseudowissenschaft, intensiven Actionszenen und einem romantischen Protagonisten. Einem reichen Lebemann mit dem coolsten Technikspielzeug, das man sich vorstellen kann. Das hier ist die hightechlastigste Romanze der Filmgeschichte – zumindest seit der vierten Dawsons’s-Creek-Staffel.

Die visuellen Effekte wurden überarbeitet: Starks Jarvis-Labor wurde bis zum nerderotischen Limit erweitert (das ist wirklich positiv gemeint). Die peitschenartigen Elektro-Effekte sind besser als Alles, was wir bisher in dieser Richtung gesehen haben. Iron Mans Koffer-Verwandlung ist selbst dann cool, wenn man die Szene bereits 20 Mal gesehen hat. Ohne zu Lügen: Etwa ein Viertel des Films dient dazu diesen Augenblick zu provozieren und es ist keine verschwendete Filmzeit. Ah und für alle Fans: Es gibt viele Roboter.

Wir hätten es zu schätzen gewusst, wenn die Kampfszenen nicht auf Telephotodistanz und im Dunkeln spielen würden. Aber es ist natürlich schwer Iron Man in Nahaufnahme festzuhalten während er eine kleine Armee zerlegt. Im ersten Film gab es mehr Szenen in denen er in seiner Garage herumspielt und zu ersten Mal an dem Anzug bastelt und sich mit Mühe und Not zum ersten Mal in die Luft erhebt.

Bevor wir in Nostalgie versinken. Das hier müsst ihr wirklich wissen: Iron Man 2 ist nicht so gut wie der ursprüngliche Iron Man. Aber lasst euch von den negativen Worten nicht beeinflussen: Der Film ist um Welten, wirklich Welten, besser als Transformers 2, Spiderman 3 oder andere derartige Katastrophen. Schaut ihn euch an – ihr werdet ihn genießen. Er kommt morgen schon in die deutschen Kinos. [Mark Wilson/Maxim Roubintchik]

Tags :
  1. also ich fand den film klasse bis auf das ende, da dachte ich mir, hatten die einfach keinen bock mehr? der endkampf is so sinnlos und kurz das es an lächerlichkeit grenzt, der rest ist äußerst kurzweilig, lustig und unterhaltsam

    4.5/5

  2. 1.) hab den Film gestern Kino gesehen.
    2.) Der erste Film war wirklich klar besser
    3.) Das Ende war recht schwach
    4.) 7/10 was aktionfilme angeht 9/10 was comicverfilmungen angeht

  3. Hab mir den Film komplett angesehen, also Abspann und den kurzen Cliffhanger am Ende,
    Iron Man 3 sollte echt mehr Action bieten als diese gane Gefühlsduselei in diesem Teil

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Advertising